Shalako

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Filmdaten
Deutscher TitelShalako
OriginaltitelShalako
ProduktionslandVereinigtes Königreich
Bundesrepublik Deutschland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1968
Länge113 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieEdward Dmytryk
DrehbuchJ. J. Griffith
Hal Hopper
ProduktionEuan Lloyd
Artur Brauner
MusikRobert Farnon
KameraTed Moore
SchnittBill Blunden
Besetzung

Shalako (Alternativtitel: Man nennt mich Shalako; Originaltitel: Shalako) ist ein britisch-deutscher Western von Edward Dmytryk für die Produktionsfirma: Dimitri de Grunwald Productions aus dem Jahr 1968 mit Sean Connery, Brigitte Bardot, Stephen Boyd und Jack Hawkins in den Hauptrollen. Der Film basiert auf einem Roman von Louis L’Amour.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine aus europäischen Adeligen bestehende Jagdgesellschaft wird von ihrem schurkenhaften Reiseführer Bosky Fulton in das Gebiet rebellischer Indianer geführt. Der erfahrene Trapper Shalako erkennt die prekäre Lage, spricht mit den Indianern und warnt die Gruppe eindringlich sofort aufzubrechen. Doch diese denkt nicht im Geringsten daran ihren vielversprechenden Jagdausflug zu beenden, und Shalako muss unverrichteter Dinge weiterziehen. Die Indianer greifen später tatsächlich das Lager an, wobei zahlreiche Wagen abbrennen und es Opfer auf beiden Seiten gibt. Als die Gruppe durch den Angriff schon geschwächt ist, entlarvt sich Fulton als skrupelloser Bandit, der den Leuten Geld, Pferde, Proviant und Wasser stiehlt und sie somit dem sicheren Tod überlässt. Doch dann reitet Shalako noch einmal vorbei...

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Euan Lloyd in einem Interview sagte, hatte er zunächst daran gedacht, den Film in Neu Mexiko zu drehen und die Hauptrollen mit Henry Fonda und Senta Berger zu besetzen.[1] Sean Connery soll die Rolle u.a. angenommen haben, weil er seit seiner Kindheit immer gern Western gesehen hätte.[2] Als Statisten für die Indianer heuerte Euan Lloyd Einheimische an, bei denen es sich einem Bericht zufolge um Roma handelte.[3] Den Anführer der kriegerischen Apachen ließ der später vor allem durch Die Wildgänse kommen berühmt gewordene Produzent aber durch Woody Strode darstellen, dessen Mutter eine Blackfoot war. Sein Auftritt eines Apachen-Häuptlings unterscheidet sich völlig davon, wie Pierre Brice in den damals sehr populären Karl-May-Filmen den Apachen-Häuptling Winnetou verkörperte. Parallelen zu Martin Ritts Man nannte ihn Hombre aus dem Vorjahr sind unübersehbar.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euan Lloyd produzierte nach diesem Streifen noch einen weiteren Western nach einer Geschichte von Louis L'Amour, Catlow – Leben ums Verrecken.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films urteilte, es handle sich bei dem Film um einen „[a]ufwendig produzierte[n] Star-Western“. Der Film setzte in erster Linie auf „Action und Spannung“, verliere sich jedoch in „äußerlich-grausamer Abenteuerlichkeit“. Die Produktion verschenke die „Gelegenheit zum psychologischen Drama“.[4] Joe Hembus urteilte: „Ein originelles und historisch sorgfältig recherchiertes Sujet, das zu einer unordentlichen und lachhaften Starparade entartet ist.“[5]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der britische Produzent Euan Lloyd engagierte den erfahrenen Regisseur Edward Dmytryk, um den gleichnamigen Roman des Wildwest-Experten und Vielschreibers Louis L’Amour auf die Leinwand zu bringen. Der Film wurde mit einem großen internationalen Aufgebot an bekannten Filmschauspielern in Almeria in Spanien gedreht. Sean Connery und Honor Blackman, beide durch die Darstellung von Agenten berühmt geworden, spielten hier Charaktere, die sich von solchen früheren Rollen sehr unterschieden. Sean Connery agierte als Trapper und somit als sehr amerikanischer, der Natur verwurzelter Held, während Blackman eine feine englische Lady mimte.[6] Auch Brigitte Bardot spielte eine für sie unübliche Rolle, denn obwohl sie in Filmen wie Und immer lockt das Weib (1956) und Ein Weib wie der Satan (1958) mit Hilfe ihrer Reize eigentlich selbstbewusste Männer spektakulär vorgeführt hatte, verliebte sie sich hier als zunächst arrogante Adelige ausgerechnet in einen Macho. Während Brigitte Bardot bereits 1965 Viva Maria! gedreht hatte und 1971 mit Petroleum-Miezen einen weiteren Wildwest-Film machte, würde dieser Film für Sean Connery der erste und auch letzte Western in seiner langen Karriere werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Euan Lloyd Interview Cinema Retro #1
  2. p.123 Herzberg, Bob From Shooting Scripts: From Pulp Western to Film 2005 McFarland
  3. Simmons, Bob & Passingham, Kenneth Nobody Does It Better: My 25 Years of Stunts With James Bond and Other Stories 1987 Blandford
  4. Shalako. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 2. März 2017.
  5. Joe Hembus: Western-Lexikon. München 1995, S. 483
  6. Lady Boyd (Honor Blackman) leaves her rich husband in a dramatic split decision prompted by the marital discord between her and her pompous husband. Abgerufen am 15. September 2011.