Shawn Colvin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Shawn Colvin (2008)

Shawn Colvin (* 10. Januar 1956 in Vermillion, South Dakota) ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shawn Colvin wuchs in Carbondale im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois auf und studierte später auch an der Southern Illinois University Carbondale. Bereits im Alter von zehn Jahren begann sie Gitarre zu spielen. Ihr erstes öffentliches Konzert gab sie mit 15 Jahren auf dem Campus der University of Illinois. Colvin nannte in Interviews und Autobiografie Joni Mitchell als primären Einfluss auf ihre Musik.

Colvin begann in den späten 1970ern ernsthaft in der Musikszene zu arbeiten, zuerst in Austin im US-amerikanischen Bundesstaat Texas, danach auch landesweit. In dieser Zeit lernte sie ihren Musikpartner John Leventhal kennen; er wurde später Produzent mehrerer Alben Colvins.

Ihre Karriere begann nach ersten Versuchen mit einer eigenen Band und verschiedenen anderen Engagements 1987 als Backgroundsängerin für Suzanne Vega. Neben Auftritten mit Tracy Chapman, Suzanne Vega, den Indigo Girls und anderen Künstlern machte sie auch mehrere eigene Tourneen. Ihr erstes Album unter eigenem Namen kam 1989 heraus.

Colvins erste Veröffentlichungen wurden von den Kritikern gelobt, verkauften sich jedoch nicht in entsprechender Zahl. Nach einigen Alben mit eigenen Liedern veröffentlichte sie Cover Girl, eine Kollektion von Neueinspielungen der Lieder anderer.

Colvin hatte einen Charts-Erfolg mit dem im Oktober 1996 erschienenen Album A Few Small Repairs. Die darauf enthaltene Single Sunny Came Home erreichte die US Top Ten und gewann je einen Grammy für besten Song und Aufnahme des Jahres. Sie hat mehrere weitere Alben veröffentlicht, die für Grammys nominiert waren. Außerdem hat sie ein Greatest Hits-Album und eine Sammlung von Weihnachtsmusik herausgebracht.

2012 erschien ihre Autobiografie Diamond in the Rough: A Memoir [1], die zusammen mit All Fall Down herausgebracht und beworben wurde. Das Album wurde von ihrem langjährigen Freund Buddy Miller produziert und in seinem Heimstudio in Nashville aufgenommen.[2] Miller engagierte für die Aufnahmen unter anderem den Gitarristen Bill Frisell, den Bassisten Viktor Krauss und als Schlagzeuger Brian Blade.[3]

Shawn Colvin lebt mit ihrer Tochter in Austin, Texas, und engagiert sich immer noch für die Musikszene Austins. Sie unterstützt liberale Werte und hat gelegentlich Benefizkonzerte für Kandidaten der Demokratischen Partei der USA gespielt. Außerdem unterstützt sie die Texas Public Interest Research Group.

Awards und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grammy Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Best Contemporary Folk Album – Steady On
  • 1998: Record of the Year – „Sunny Came Home“
  • 1998: Song of the Year – „Sunny Came Home“

Grammy Nominations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Best Contemporary Folk Recording – Fat City
  • 1994: Best Female Pop Vocal Performance – „I Don't Know Why“
  • 1995: Best Contemporary Folk Album – Cover Girl
  • 1997: Best Pop Album – A Few Small Repairs
  • 1997: Best Female Pop Vocal Performance – „Get Out of This House“
  • 1998: Best Female Pop Vocal Performance – „Sunny Came Home“

New York Music Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Best Debut Female Vocalist

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1989 Steady On 111
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Oktober 1989
1992 Fat City 142
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1992
1994 Cover Girl 67
(1 Wo.)
48
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. August 1994
1996 A Few Small Repairs 100
(1 Wo.)
39
(52 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1996
1998 Holiday Songs and Lullabies 181
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1998
2001 Whole New You 101
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. März 2001
2006 These Four Walls 109
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2006
2012 All Fall Down 126
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juni 2012
2015 Uncovered 175
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 2015
2016 Colvin & Earle 70
(1 Wo.)
128
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juni 2016
(mit Steve Earle)

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1995: Live '88
  • 2004: Polaroids: A Greatest Hits Collection
  • 2009: Live
  • 2010: The Best of

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 I Don't Know Why
Fat City
52
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1993
1994 Round of Blues
Fat City
73
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1994
Every Little Thing She Does Is Magic
Cover Girl
67
(10 Wo.)
65
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1994
One Cool Remove
Cover Girl
40
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1994
(mit Mary Chapin Carpenter)
1997 Get Out of This House
A Few Small Repairs
70
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1997
Sunny Came Home
A Few Small Repairs
90
(5 Wo.)
29
(6 Wo.)
7
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1997

Weitere Singles:

  • 1990: Steady On
  • 1990: Diamond in the Rough
  • 1992: Climb on (A Back That's Strong)
  • 1997: You and the Mona Lisa
  • 1998: Nothin' on Me
  • 2001: Whole New You
  • 2001: Bound to You

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Shawn Colvin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Shawn Colvin: Diamond in the Rough: A Memoir. William Morrow/HarperCollins, New York 2012, ISBN 978-0061759598
  2. Jazzdimensions-Besprechung zu All Fall Down, 9. August 2012, abgerufen am 10. August 2912
  3. http://www.shawncolvin.com/bio Offizielle Webpräsenz Colvins (englisch)
  4. a b Chartquellen: DE CH UK US