Shishunki Miman

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Manga
Titel Shishunki Miman
Originaltitel 思春期未満お断り
Transkription Shishunki Miman Okotowari
Land JapanJapan Japan
Autor Yū Watase
Verlag Shōgakukan
Magazin Shōjo Comic
Erstpublikation Juni 1991 – 1992
Ausgaben 3

Shishunki Miman (jap. 思春期未満お断り, Shishunki Miman Okotowari, dt. „Für Vorpubertäre verboten“) ist eine Manga-Serie der japanischen Zeichnerin Yū Watase. Zum Manga erschienen die beiden Fortsetzungen Zoku Shishunki Miman Okotowari (jap. 続・思春期未満お断り, dt. „Fortsetzung – Für Vorpubertäre verboten“) und Shishunki Miman Okotowari Kanketsuhen (jap. 思春期未満お断り・完結編, dt. „Für Vorpubertäre verboten – Abschlussband“) sowie eine Romanreihe.

Handlung[Bearbeiten]

Das Mädchen Asuka Higuchi (樋口 飛鳥) hat ihren Vater nie kennengelernt. Sie wurde von Ihrer Mutter allein aufgezogen und war in der Mittelschule in einer Gang. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht sie nach Tokio, um ihren Vater zu suchen. Dort trifft sie ihre Halb-Geschwister, Manato Sudō (須藤 真斗) und Kazusa Sudō (須藤 和沙). Doch auch die wissen nichts von ihrem Vater. Nun gehen die drei auf die Oberschule, an der ihr gemeinsamer Vater Vorsitzender sein soll, sich dort aber nie zeigt. Ihr jüngerer Bruder Manato war wie Asuka früher in einer Bande und beschützt seit seiner Kindheit seine kleine Schwester Kazusa. Diese nimmt Asuka übel, dass sie mit ihnen zusammenlebt.

Asuka hat weiterhin die Hoffnung, ihren Vater wieder zu finden und nimmt eine Beschützerrolle für ihre jüngeren Geschwister ein. So beschützt Asuka Kazusa vor Tōru Hayami (速水 透), der es auf Kazusa abgesehen hat. Sie wird auch Rivalin der Schülerpräsidentin Yōko Kamiya (神谷 陽子) im Turnen und im Werben um Manato. Dabei versucht Asuka auch, durch ihren Erfolg im Sport die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich zu lenken.

Am Ende stellt sich der Lehrer Yashiro (矢城先生, Yashiro-sensei), der kurzzeitig an Asukas Schule angestellt ist, als ihr Vater heraus.

Zoku Shishunki Miman Okotowari[Bearbeiten]

Nachdem sie erfahren hat, dass Yashiros wahrer Name Takashi Sudō und er ihr Vater ist, stellt sich heraus, dass dieser jedoch nicht mit Manato verwandt ist. Dessen Vater war der wahre Yashiro, der vor langer Zeit starb. Takashi übernahm seinen Namen und adoptierte seinen Sohn Manato.

Ähnlichkeiten zu Fushigi Yūgi[Bearbeiten]

Viele der Charaktere aus Shishunki ähneln denen aus Yū Watases späteren Werk Fushigi Yūgi. So gibt es äußerlich große Ähnlichkeiten zwischen den Hauptfiguren Asuka und Manato und Miaka und Tamahome aus Fushigi Yūgi. Diese sind jedoch laut Yū Watase rein oberflächlich. Asuka sei wesentlich erwachsener und erfahrener als Miaka, während Tamahome weniger sorglos und verantwortungsvoller ist als Manato.[1]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Ab 1991 wurde der Manga von Yū Watase im Magazin Shōjo Comic des Shōgakukan-Verlags veröffentlicht. Die Kapitel wurden auch in drei Sammelbänden herausgebracht. 1993 erschien Shishunki Miman Okotowari als Fortsetzung in Shōjo Comic und in drei Bänden zusammengefasst. 2000 wurde im selben Magazin die Fortsetzung Shishunki Miman Okotowari Kanketsuhen herausgebracht, die auch in einem Sammelband erschien, in dem zwei weitere kleine Geschichten abgedruckt waren.

Der Manga erschien September 2006 bis Februar 2007 beim Verlag Glénat in Frankreich. Ab April 2008 erschienen bei Egmont Manga und Anime alle sieben Bände der drei Mangas auf Deutsch.

Romane[Bearbeiten]

Yū Watase und Megumi Nishizaki (西崎めぐみ, Nishizaki Megumi) schrieben und illustrierten 1994 gemeinsam vier Romane zur Shishunki-Reihe. Diese tragen die Titel Tokubetsu-hen (特別編, dt. „Sonderband“), Netsuai-hen (熱愛編, dt. „Band Leidenschaftliche Liebe“), Hyōsetu-hen (氷雪編, dt. „Band Eis und Schnee“) und Bangai-hen (番外編, dt. „Band Extraausgabe“) und wurden durch Shōgakukan verlegt.

Rezeption[Bearbeiten]

Die Zeitschrift AnimaniA schreibt, der Stil des frühen Werks von Yū Watase sei bereits sehr ausgereift und mit ihrem heutigen Stil vergleichbar. Die Figuren ähnelten sehr stark denen späterer Werke, seien aber gut aufeinander abgestimmt, sodass sich das Lesen lohne.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yū Watases Randnotizen, Fushigi Yūgi, Band 2.
  2. AnimaniA 4/2001, S. 33

Weblinks[Bearbeiten]