Sibetsburg

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Sibetsburg
Rekonstruktion auf Infotafel am Burghügel

Rekonstruktion auf Infotafel am Burghügel

Alternativname(n): Edenburg
Burgentyp: Nierderungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Wilhelmshaven-Siebethsburg
Geographische Lage 53° 31′ 55″ N, 8° 6′ 25″ OKoordinaten: 53° 31′ 55″ N, 8° 6′ 25″ O
Sibetsburg (Niedersachsen)
Sibetsburg

Die Sibetsburg war ursprünglich eine Seeräuberburg Edo Wiemkens an der Nordseeküste im Gebiet des damaligen Rüstringen. Die Überreste finden sich im Wilhelmshavener Stadtteil Siebethsburg (heutige Schreibweise).

Ursprung als Seeräuberburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde als Häuptlingsburg von Edo Wiemken als Edenburg 1383 erbaut und 1416 von seinem Enkel Sibet Lubbenson in Sibetsburg umbenannt. Sie diente lange Zeit den Vitalienbrüdern als Schlupfwinkel und war mit mehreren Wällen und Wassergräben gesichert. Sie lag im Gebiet Rüstringen in Ostfriesland an einem Meeresarm, so dass die Seeschiffe direkt anbei anlegen konnten. Die Burg wurde im Rahmen der großen Strafexpedition der Hanse wider die ostfriesischen Häuptlinge Lubbe Onneken und Hayo Harlda im Jahr 1433 erobert und schließlich 1435 geschleift.[1] Der Meeresarm verlandete später, heute liegt der Platz kilometerweit im Binnenland, etwa in der Mitte von Wilhelmshaven.

Archäologen des Küstenmuseums führten 1962 bis 1964 Ausgrabungen durch, bei denen Fundamente eines Wehrturms und auf dem Vorburggelände von Wirtschaftsgebäuden gefunden wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Puhle: Die Vitalienbruder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit, 2. Aufl., Campus Verlag, Frankfurt/Main 1994, ISBN 3-593-34525-0
  • Heinrich Schmidt: Das östliche Friesland um 1400 – Territorialpolitische Strukturen und Bewegungen. In: Wilfried Ehbrecht: Störtebeker: 600 Jahre nach seinem Tod, Porta-Alba-Verlag, Trier 2005, ISBN 3-933701-14-7, S. 85–110
  • Ernst Andreas Friedrich: Die Burgen in Wilhelmshaven, S. 147–149, in: Wenn Steine reden könnten, Band III, Landbuch-Verlag, Hannover 1995, ISBN 3-7842-0515-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographie von Hayo Harlda In: Hans Friedl u. a. (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg. Hrsg. im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft. Isensee, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5, S. 288–289 (online).