Sibylle Hamann

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Sibylle Hamann (* 14. August 1966 in Wien) ist eine österreichische Journalistin und Feministin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wuchs in Wien auf, wo sie auch ihre Schulausbildung absolvierte. Ihre Eltern sind der Historiker Günther Hamann und dessen Frau Brigitte Hamann, bekannte Buchautorin und Historikerin. Im Jahr 1984 begann sie ein Studium der Politikwissenschaft in Fächerkombination mit Geschichte, Ethnologie, Russisch an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin, das sie 1989 mit einem Forschungsaufenthalt auf der Beida-Universität in Peking abschloss, mit einer Diplomarbeit zum Thema Frauenarbeit und Wirtschaftsreformen in der VR China.[1]

Danach begann sie bei der Tageszeitung Kurier als Journalistin zu arbeiten, wo sie in den Jahren 1990 bis 1994 im Ressort „Außenpolitik“ über die Umbrüche in der Sowjetunion berichtete, aus dem Kaukasus und dem Nahen Osten, über das Ende der Apartheid in Südafrika und den Bürgerkrieg in Ruanda. Im Jahr 1995 wechselte sie als Redakteurin zum Nachrichtenmagazin Profil, wo sie Hintergrundreportagen über Afrika, insbesondere die Bürgerkriege in Ruanda und die Demokratische Republik Kongo (damals Zaire) berichtete. In den Jahren 1999 bis 2001 war sie freie Korrespondentin in New York, von wo sie ausgedehnte Reisen durch die USA und die Länder der Karibik machte und darüber berichtete. 2001 kehrte sie nach Wien zum Profil zurück und berichtete für die Zeitschrift über den damals ausgebrochenen Afghanistan-Krieg der USA gegen die Taliban. 2004 ging sie wieder für ein Jahr als Korrespondentin nach New York. Seit 2006 lebt sie wieder in Wien und schreibt als freie Journalistin eine regelmäßige Kolumne in der bürgerlich-liberalen Tageszeitung Die Presse, für das linke Wiener Stadtmagazin Falter, sowie Gastbeiträge für die deutsche feministische Zeitschrift Emma und für die Wochenzeitung Die Zeit. 2006/07 war sie als Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik der Universität Wien tätig, als Inhaberin der Theodor-Herzl-Dozentur,[2] anschließend als Lektorin am Journalismuslehrgang der FHWien. Dem Fernsehpublikum ist sie vor allem als Studiogast bei Diskussionssendungen des ORF bekannt. Im Burgtheater wirkte sie als Moderatorin beim Projekt Die letzten Zeugen von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann mit, welches von 2013 bis 2015 zu sehen war.

Hamann lebt in Wien und ist Mutter zweier Kinder.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sibylle Hamann: Frauenarbeit und Wirtschaftsreformen in der VR China. 1978–1988. Wien 1989 (Österreichischer Bibliothekenverbund – Univ., Dipl.-Arb., 193 S.).
  2. Theodor Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus. Institut für Publizistik der Universität Wien,
  3. Sibylle Hamann. perlentaucher.de, abgerufen am 15. Mai 2012.
  4. Journalistenpreise: Medienlöwin - Gewinner. Abgerufen am 9. September 2015.
  5. Frauenring-Preis für Sibylle Hamann, Gabriella Hauch und Ulli Weish. Artikel vom 6. April 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  6. derStandard.at - Medienlöwin in Gold an Sibylle Hamann. Artikel vom 8. November 2016, abgerufen am 9. November 2016.
  7. derStandard.at - Prälat-Ungar-Preise: Sibylle Hamann wieder ausgezeichnet. Artikel vom 10. November 2016, abgerufen am 10. November 2016.