Sibylle Neff

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Sibylle Neff (* 14. März 1929 in Basel; † 10. Juli 2010 in Appenzell) war eine Schweizer Kunstmalerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sibylle Neff wurde 1929 als uneheliche Tochter der damals siebzehnjährigen Berta Ullmann in Basel geboren. Sie wuchs in Appenzell auf, wo die Mutter einen Stickereiladen betrieb. Als sie elf Jahre alt war und ihre Mutter den Spengler Hermann Neff heiratete, versuchten die Behörden erfolglos Ullmann ihre Tochter wegzunehmen. Der Stiefvater eröffnete am Appenzeller Langsgemeindeplatz einen Spenglereibetrieb, wo von da an die Familie und nach dem Tod ihres Stiefvaters (1977) und ihrer Mutter (1987) Sibylle Neff lebten. 1962 konnte sie den Namen ihres Stiefvaters annehmen.

Auf finanziellen Gründen konnte sie nur ein paar Monate die Kunstgewerbeschule in St. Gallen besuchen. Ihre ersten Bilder verkaufte Neff in den 1960er Jahren. Sie zeigte ihre Werke unter anderem 1966 und 1969 an der Triennale der Naiven Kunst in Bratislava. Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete ihren Stil als «sachliche Poesie». Nachdem sie in den 1990er Jahren aufgehört hatte zu malen, erhielt sie den Innerrhoder Kulturpreis, die höchste kulturellen Ehrung des Kantons.

In den 1960er Jahren wollten die Behörden durch ihren Vorgarten eine Durchfahrt zu einem dahinter liegenden Verwaltungsgebäude errichten. Neff, welche dies als Behördenwillkür empfand, wehrte sich während Jahrzehnten öffentlichkeitswirksam dagegen. Neben zahlreichen Leserbriefen, Inseraten und Transparenten an ihrem Haus trat sie wiederholt an der Innerrhoder Landsgemeinde ans Rednerpult.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angela Meschini: Nicht für die Liebe geboren? Dokumentarfilm. 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]