Sibylle Rauch

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Sibylle Rauch (2005)

Sibylle Rauch (* 14. Juni 1960 in München; eigentlich Erika Roswitha Rauch) ist eine deutsche Schauspielerin und Pornodarstellerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals bekannt wurde Rauch, als sie 1979 das Playmate des Monats Juni in der deutschen Ausgabe des Playboys wurde. Ihre Gage für das Shooting betrug 5000 DM.[1] Von 1980 bis 2000 spielte sie in mehr als 20 Filmen mit. Begonnen hat sie ihre Karriere mit Softerotik-Streifen wie zum Beispiel Laß jucken Kumpel Teil 6. Den Höhepunkt ihrer Bekanntheit erreichte sie durch ihre Auftritte in vier Folgen der Filmreihe Eis am Stiel zusammen mit Zachi Noy - ihr erster, in Eis am Stiel 3. Teil - Liebeleien (1981), wurde mit 7000 DM bezahlt.[2] In den Medien erfolgreich als Sexbombe vermarktet, veröffentlichte Rauch 1982 mit So Long, Goodbye eine Schallplattenaufnahme, mit der sie auch im Musikladen auftrat. 1987 wechselte sie in die Hardcore-Branche und wirkte dort in mehr als 20 Videos wie Private Moments und Sisters in Love mit. In der letztgenannten Produktion war sie zusammen mit ihrer Schwester Sylvie Rauch (* 20. Mai 1962 in München) zu sehen.[3]

Um trotz ihres Alters mit den jüngeren Kolleginnen mithalten zu können, ließ sie im Laufe ihrer Karriere mehrmals ihre Brüste vergrößern.[4] Ende der 1990er Jahre endete Rauchs Filmkarriere aufgrund ihrer Kokainsucht und wegen eines Selbstmordversuchs im September 1997. 2005 spielte sie eine Nebenrolle in der Filmkomödie Der Prinz aus Wanne-Eickel.

Anfang 2006 begann Sibylle Rauch für ein Bordell im österreichischen Klagenfurt zu arbeiten,[5] das sie kurz nach Neujahr 2007 wegen eines von ihr gegen einen Kunden ausgesprochenen Vergewaltigungsvorwurfs verließ.[6] Seit 2008 ist sie neben Auftritten auf Erotik-Messen als Callgirl in Wien tätig.[7]

Im Jahr 2001 wurde der Fernseh-Zweiteiler Das sündige Mädchen[8] gedreht, der von Sibylle Rauchs Lebensgeschichte inspiriert ist.[9] Ihre Rolle wurde von Anna Loos gespielt.[10][11]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Tast: Falsche 50er. Schule, Sex und dumme Witze. Die erfolgreichen Filmserien "Eis am Stiel" und "Porky's". Hildesheim 1983, ISBN 978-3-88842-016-0.
  • Martin Hentschel: Zitroneneis, Sex & Rock’n Roll: Die deutsch-israelische Filmreihe „Eis am Stiel“ (1978–1988). Düsseldorf 2016, ISBN 978-1-5395-7872-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sibylle Rauch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Hentschel: Zitroneneis, Sex & Rock’n Roll: Die deutsch-israelische Filmreihe „Eis am Stiel“ (1978–1988). Verlag für Video + Filmschrift, Düsseldorf 2016, ISBN 978-1-5395-7872-7, Seite 103.
  2. Martin Hentschel: Zitroneneis, Sex & Rock’n Roll: Die deutsch-israelische Filmreihe „Eis am Stiel“ (1978–1988). Verlag für Video + Filmschrift, Düsseldorf 2016, ISBN 978-1-5395-7872-7, Seite 104.
  3. Andreas Albes: "Liebes-Mühen" in "Stern" vom 25. Mai 2002 [1]
  4. Andreas Albes: "Liebes-Mühen" in "Stern" vom 25. Mai 2002 [2]
  5. Aufstieg ins Bordell. Die Lebensbeichte von Eis am Stiel-Star Sibylle Rauch. In: Kärntner Monat. Juli 2006, S. 50
  6. Kleine Zeitung Kärnten, 5. Jänner 2007
  7. Born to love in "Evolver. Die Netzzeitschrift", 17. Juli 2014
  8. prisma.de: Das sündige Mädchen
  9. Andreas Albes: "Liebes-Mühen" in "Stern" vom 25. Mai 2002 [3]
  10. Anna Loos Biografie, Kino.de
  11. Schauspielerin Anna Loos: „Ich habe großen Respekt vor Pornodarstellern, aber Schauspieler sind sie nicht“, Pressemitteilung von TV Today