Sicherheitskonzept

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Ein Sicherheitskonzept (Abkürzung SiKo) stellt im Allgemeinen eine Analyse möglicher Angriffs- und Schadenszenarien mit dem Ziel, ein definiertes Schutzniveau zu erreichen, dar. Unterschieden werden muss dabei die Sicherheit gegenüber böswilligen Angriffen (Security) und die Sicherheit gegenüber menschlichem und technischem Versagen (Safety).

Allen Sicherheitskonzepten gemeinsam ist die strukturierte Vorgehensweise:

  • Bestimmung des zu schützenden Objektes und der Schutzziele
  • Analyse der Bedrohungen / Schadenszenarien / Gefahren
  • Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und potentieller Schadensschwere sowie Ermittlung des Schadenserwartungswerts
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit/Schadenshöhe
  • Planung von Maßnahmen und Bereitstellung von Mitteln zur Schadensbekämpfung und -eindämmung, wenn das Risiko schlagend wird
  • Festlegung, Genehmigung und – falls nötig und möglich – versicherungstechnische Absicherung des akzeptablen Restrisikos

Auch ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept ist nicht in der Lage, das Restrisiko komplett auszuschließen. Aus diesem Grund hat ein Krisen- und Katastrophenmanagement meist das Ziel, die Folgen für Leben und Sachwerte so gut wie möglich zu minimieren. Dies gehört zu einem umfassenden Sicherheitskonzept.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Informationstechnologie, siehe Informationssicherheit und Datenschutzkonzept
  • Kernkraftwerke, siehe Reaktorsicherheit
  • Rettungskräfte (Anzahl und Material) bei Veranstaltungen, siehe auch Maurer-Schema
  • In Versammlungsstätten mit mehr als 5000 Besucherplätzen ist laut Versammlungsstättenverordnung vom Betreiber ein Sicherheitskonzept aufzustellen. Hierbei gibt es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Versammlungsstättenregelungen oder sie beziehen sich auf die Musterversammlungsstättenverordnung 2005. Gemäß der Gesetzgebung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist jedoch ständig eine Risikoanalyse in Zusammenhang mit einem Sicherheitskonzept zu erstellen
  • In Versammlungsstätten hat zudem der Betreiber nach §43 MVStättV ein Sicherheitskonzept vorzulegen, wenn die Art der Veranstaltung es erfordert
  • Automobilindustrie, siehe Verkehrssicherheit und Verkehrssicherungswesen
  • Personenschutz und Objektschutz
  • Gebäudeabsicherung und Gefahrenanalyse mithilfe des SERATE-Konzepts

Sicherheitskonzept für eine Veranstaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach §43 der Musterversammlungsstättenverordnung muss der Veranstalter einer Veranstaltung ein Sicherheitskonzept vorlegen. Er kann dieses selbst erstellen oder ein Ingenieurbüro damit beauftragen. Ein Sicherheitskonzept kann von der Polizei oder vom Ordnungsamt verlangt werden. Für das Konzept ist der Veranstalter verantwortlich, der zunächst eine 1. Version vorlegt. Diese wird danach mit der Polizei, der Feuerwehr, dem Ordnungsamt und dem Rettungsdienst abgestimmt. Wenn kein Einvernehmen hergestellt wird, weil die Änderungswünsche zu umfangreich sind, muss eine 2. Version erstellt werden. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis ein Einvernehmen mit allen Beteiligten hergestellt werden kann. Ab der 3. Version übernimmt jedoch die Genehmigungsbehörde die Koordination des weiteren Abstimmungsprozesses. Die Einhaltung des danach abgestimmten Sicherheitskonzepts kann als Auflage in die Genehmigung oder die Erlaubnis, welche als Bescheid erteilt wird, aufgenommen werden.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Ausführungen muss ein Sicherheitskonzept mindestens enthalten:

Dabei sind die Vorgaben der Gesetze und der Beteiligten zu beachten. Einige Städte haben Muster veröffentlicht.

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Genehmigungsbehörde kann zusätzliche Anlagen verlangen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Projekt BaSiGo - Sicherheit bei Großveranstaltungen (Memento des Originals vom 14. August 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bbk.bund.dePDF-Datei, abgerufen am 14. November 2018