Sichtachse

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Der Karlsruher Fächer

Eine Sichtachse oder Blickachse ist im Städtebau und in der Park- und Landschaftsgestaltung eine angelegte oder freigehaltene Schneise, die entlang einer Achse einen Blick auf bedeutende Bauwerke bzw. landschaftsprägende Elemente ermöglicht. Sichtachsen können dabei gleichzeitig die Wegverbindung zum Objekt sein, wie dies in barocken Anlagen üblich ist (Beispiel Karlsruhe), oder aber die reine Sichtverbindung ohne Wegverbindung sein, wie dies im englisch geprägten Gartenbau bevorzugt wurde (Beispiel Wörlitz). Häufig endet eine Sichtachse in einem Point de vue als visuelles Ziel.

Städtebaulich bemerkenswert ist dabei Karlsruhe. Durch die fächerförmige Anordnung bilden zahlreiche Straßen einen Straßenfächer auf das Schloss. Man nennt dies auch einen Sichtenfächer. Ebenso gibt es am Markt von Neustrelitz (Mecklenburg-Strelitz) und im Wörlitzer Park Sichtenfächer.[1]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karsten Ley: Raum, Zeit, Funktion. Die Dimensionen der Achse im Städtebau. FdR, Aachen, 2005, ISBN 3-936971-08-0.
  • Wilhelm Rave: Die Achse in der Baukunst. TH Berlin (Diss.), 1929.
  • Clemens Steenbergen und Wouter Reh: Architecture and Landscape. The Design Experiment of the Great European Gardens and Landscapes. Prestel, München/New York, 1996, ISBN 3-7643-0335-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.woerlitz-information.de/woerlitz-de/ko/lage.php