Sidhi (Distrikt)

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Distrikt Sidhi
(Hindi सीधी ज़िला)
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Madhya Pradesh
Division: Rewa
Verwaltungssitz: Sidhi
Fläche: 4718 km²
Einwohner: 1.126.515 (2011)
Website: Distrikt Sidhi

Der Distrikt Sidhi (Hindi सीधी ज़िला) ist ein Distrikt in der historischen Region Baghelkhand im Osten des zentralindischen Bundesstaats Madhya Pradesh. Verwaltungszentrum ist die ca. 70.000 Einwohner zählende Stadt Sidhi.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Distrikt Sidhi wird im Westen und im Norden begrenzt durch die Flüsse Banas und Son. Nachbardistrikte sind im Westen der Distrikt Shahdol, im Norden der Distrikt Rewa und im Osten der Distrikt Singrauli, im Süden grenzt der Bundesstaat Chhattisgarh an.[1]

Die Höhe des Distrikts beträgt zwischen 250 (am Son-Fluss) und 500 m. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei ca. 1060 mm, von der jedoch etwa 90 % während der sommerlichen Monsunzeit fällt.[2]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Distrikt Sidhi ist in sechs Verwaltungsbezirke (Tehsils oder Subdivisions) unterteilt: Gopadbanas, Sihawal, Rampur Naikin, Majhauli, Churhat und Kusmi. Er besteht aus der Stadt Sidhi, drei Kleinstädten – Churhat (ca. 15.000 Einwohner), Majhauli (ca. 12.000 Einwohner) und Rampur Naikin (ca. 12.000 Einwohner) und ca. 1000 Dörfern.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Bevölkerungsstatistiken werden erst seit 1991 geführt und veröffentlicht.[4]

Jahr 1991 2001 2011
Einwohner 709.436 910.983 1.127.033

Hindus und Stammesbevölkerung (Scheduled Tribes) dominieren in den Dörfern auf dem Lande (etwa 95 %); in den Städten lebt auch eine nicht unerhebliche Zahl von Moslems (etwa 20 %). In der Dekade zwischen 2001 und 2011 wuchs die Bevölkerung um ca. 24 % auf etwa 1,13 Millionen an, wobei der männliche Bevölkerungsanteil den der weiblichen nur um etwa 4 % übersteigt. Etwa 90 % der Bevölkerung lebt in den Dörfern auf dem Lande; durchschnittlich ca. 40 % der Menschen (in den ländlichen Regionen deutlich mehr) gelten als Analphabeten.[5] Man spricht Hindi sowie die regionalen Dialekte Bagheli und Gondi.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Distrikt Sidhi ist immer noch in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt; lediglich am Rand der Großstadt Sidhi gibt es einige wenige kleinere Industriebetriebe. Nur vier Orte haben einen Bahnanschluss.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um Sidhi gehörte vom 3. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. zum Maurya-Reich und zum Shunga-Reich. Im 4./5. Jahrhundert kam es zum Gupta-Reich, welches später von den Königen der Kalachuri-Dynastie abgelöst wurde. Im Hochmittelalter übernahmen die Gond-Herrscher die Macht; sie gerieten jedoch ab 1577 unter den politischen und kulturellen Einfluss des Mogul-Reiches unter Akbar I. Danach kam die Region im 17. und 18. Jahrhundert unter den Einfluss der Marathen; seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stand das zum Fürstenstaat Rewa gehörende Gebiet unter britischer Kontrolle. Nach der Unabhängigkeit Indiens (1947) gehörte die Region zu den Fürstenstaaten der Central Provinces, aus denen im Jahr 1950 der Bundesstaat Madhya Pradesh hervorging. Der Distrikt Sidhi entstand im Jahr 1947; im Jahr 2008 wurde der neugeschaffene Distrikt Singrauli abgetrennt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt weder historische Bauten noch archäologische Stätten im Distrikt Sidhi. Von touristischem Interesse ist lediglich der Sanjay National Park, der sich in Teilen im Süden des Distrikts erstreckt.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Shahdol district – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Distrikt Sidhi – Karte
  2. District Sidhi – Klimatabellen
  3. Distrikt Sidhi – Verwaltungsbezirke und Dörfer
  4. Distrikt Sidhi – Census 1991 bis 2011
  5. Distrikt Sidhi – Census 2011
  6. Madhya Pradesh – Sprachen
  7. Distrikt Sidhi – Bahnhöfe
  8. Distrikt Sidhi – Sanjay Dubri National Park