Siebentischwald

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Luftbild vom Siebentischwald, Blickrichtung Süd-Südwest. Gut zu erkennen sind der Lech, der Kuhsee und Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn.
Trinkwasserschutzgebiet im Siebentischwald
Holzeinschlag im Siebentischwald

Als Siebentischwald wird der nördliche Teil des Augsburger Stadtwaldes bezeichnet. Seine Fläche beträgt 660 ha. Im nördlichen Teil des Siebentischwaldes befindet sich der Stempflesee.

Oft werden umgangssprachlich mit „Siebentischwald“ auch die nördlich angrenzenden Siebentischanlagen bezeichnet. Dies ist nicht korrekt, da die Anlagen kein Teil des Siebentischwaldes sind, sondern ein im 19. Jahrhundert angelegter Landschaftspark.

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name rührt von einer Gaststätte, die sich im Wald befand und im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel war. Der Überlieferung nach soll sie ursprünglich sieben Tische besessen und daher den Namen „Siebentisch“ erhalten haben. Die Gaststätte wurde bei dem Luftangriff auf Augsburg 1944 so schwer beschädigt, dass man entschied, sie abzureißen.

Borkenkäferplage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1831 wurde Borkenkäferbefall festgestellt und darauf hingewiesen, die befallenen Bäumen zu fällen, solange die Käfer noch im Larvenzustand sind.[1]

Aktuelle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siebentischwald ist teilweise im Eigentum der Stadt Augsburg. Zuletzt wurde im Herbst 2007 ein größeres Teilstück an die Stadtwerke Augsburg verkauft.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurden an der Kreuzung Ilsung-/Siebentischstraße, an der sich einst die Gaststätte befand, sieben als Rastgelegenheit gedachte Tische aufgestellt.

In der Nacht zum 28. Oktober 2011 wurde ein 41 Jahre alter Polizeibeamter im Siebentischwald erschossen (Polizistenmord in Augsburg 2011).[2]

Die Tennisanlage des TC Augsburg befindet sich am Rande des Siebentischwaldes, weswegen der Verein auch als TC Augsburg Siebentisch bezeichnet wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Borkenkäferbefall 1831, Tagspost für die Kreishauptstadt Augsburg, 16. Februar 1831, S. 201, abgerufen am 16. Februar 2013
  2. Artikel der Frankfurter Rundschau vom 28. Oktober 2011 Fahndung läuft auf Hochtouren, abgerufen am 16. Februar 2013

Koordinaten: 48° 20′ 10″ N, 10° 55′ 30″ O