Siedelweber

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Siedelweber
Siedelweber (Philetairus socius) in Okaukuejo, Namibia

Siedelweber (Philetairus socius) in Okaukuejo, Namibia

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Gattung: Philetairus
Art: Siedelweber
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Philetairus
A.Smith, 1837
Wissenschaftlicher Name der Art
Philetairus socius
(Latham, 1790)
Unterarten
  • Philetairus socius eremnus
  • Philetairus socius geminus
  • Philetairus socius lepidus
  • Philetairus socius socius
  • Philetairus socius xericus

Der Siedelweber (Philetairus socius), auch Siedelsperling genannt, ist die einzige Art der Gattung Philetairus innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae).

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedelweber sind sperlingsähnliche, bis zu 14 cm große Webervögel. Ihre Brust ist hellbeige mit schwarzen Flecken an den Flanken, die beige-braunen Flügel wirken durch die hellen Federsäume geschuppt. Um den blau-grauen Schnabel haben sie einen schwarzen Fleck; der obere Kopf ist dunkelbraun.

Der Gesang des Siedelwebers ist ein „Tschipp-tschipp“, sein Alarmruf ist ein hartes „tip tip“.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedelwebernester in der Kalahari

Die Verbreitung des Siedelwebers ist auf Zentralnamibia und die Zentralkalahari (nördliche Kapprovinz und Südbotswana) beschränkt.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedelwebernest mit Steppenwaran (Varanus exanthematicus)

Siedelweber sind lebhafte und lautstarke Koloniebrüter, die ihre Gemeinschaftsnester aus Gras in Bäumen und an Telefonmasten bauen. Telefonmasten und die glatte Rinde der Köcherbäume bieten Schutz vor Schlangen. Der Nestbau wird von einigen Vögeln durch den Bau des Daches an einem kräftigen Ast begonnen. Danach bauen die an der Kolonie beteiligten Paare ihre Einzelnester mit den Eingängen nach unten. Die Nester werden jahrelang genutzt und mit der Zeit immer größer. Oft brechen die Äste unter der Last des Nestes und das ganze Nest oder Teile davon fallen zu Boden. Die Nester erreichen über 4 m in der Breite mit weit über 100 Nestern. Einzelne, unbewohnte Nester werden auch von anderen Webern, Prachtfinken, kleinen Papageien und Zwergfalken genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • T. Barlow und W. Wisniewski: Kosmos Naturreiseführer - Südliches Afrika. Franckh-Kosmos 1998, ISBN 3-440-07665-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Siedelweber (Philetairus socius) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien