Siedengrieben

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Siedengrieben
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: 52° 42′ 26″ N, 11° 7′ 14″ O
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 4,8 km²[1]
Einwohner: 65 (31. Dez. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Hohentramm
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Siedengrieben (Sachsen-Anhalt)
Siedengrieben

Lage von Siedengrieben in Sachsen-Anhalt

Kirche
Kirche

Siedengrieben ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Siedengrieben liegt 2 Kilometer östlich von Beetzendorf und 17 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark. Im Südosten erhebt sich der 51,2 Meter hohe Wahrsberg.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedengrieben war ursprünglich ein Sackgassendorf.

Siedengrieben wurde erstmals im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 urkundlich genannt. Griben, Gryben gehörte den von der Schulenburg. Das Hufenland des Dorfs umfasste 18 abgabenpflichtige Hufen. Für diese zahlten die Vollbauern 19 Pfund und 4 Schilling an Leichten Pfennig. Von der Bede waren sie befreit.[4]

Der Historiker Peter P. Rohrlauch weist darauf hin,[1] dass die von Wilhelm Zahn aufgeführten früheren Erwähnungen von 1140 und 1184 nicht zutreffen.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Siedengrieben aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Hohentramm eingemeindet.[6] Nach der Eingemeindung von Hohentramm in Beetzendorf am 1. Januar 2009 wurde Siedengrieben ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 074
1774 102
1789 074
1798 070
1801 073
1818 052
Jahr Einwohner
1840 089
1864 109
1871 126
1885 111
1892 [0]115[5]
1895 119
Jahr Einwohner
1900 [0]103[5]
1905 110
1910 [0]123[5]
1925 125
1939 118
1946 230
Jahr Einwohner
2015 59[2]
2018 65[2]

Quelle wenn nicht angegeben:[1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Siedengrieben gehörte zur Pfarrei Beetzendorf.[7] Heute wird sie betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf[8] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Zweiter oder topographischer Theil. In: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. W. Heinrichshofen, Magdeburg 1842, 4. Beschreibung der einzelnen landräthlichen Kreise. XII. des Kreises Salzwedel. 149. Siedengrieben. S. 346 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DHB4_AAAAcAAJ%26pg%3DPA346~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  • Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2; Veröffentlichungen der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin. Band VIII, 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940 (außer Begleittexten auf Lateinisch, Digitalisat in Universitätsbibliothek Potsdam).
  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 2: L–Z. In: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). 2 Bände, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, Siedengrieben wnw Klötze, S. 846–849.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Siedengrieben – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 846–849, doi:10.35998/9783830522355.
  2. a b c Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  3. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Antiqua marchia. Equitatura terre Soltowedel foris Portam Buchornighe. Griben, S. 405.
  5. a b c d Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, DNB 578458357, OCLC 614308966, S. 127.
  6. Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).
  7. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 24 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
  8. Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 3. Februar 2018.
  9. Dorfkirche Siedengrieben (Beetzendorf), Kreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt. In: Landkreis Helmstedt (Hrsg.): Romanik.de – Das Romanik-Verzeichnis (abgerufen am 24. November 2018).