Siedlung Oppendorf

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Bahnhof Kiel-Oppendorf (ehem. Schranken- und Fahrdienstleiterposten)

Die Siedlung Oppendorf ist eine Siedlung in Kiel. Sie bildet weder einen eigenen Ortsbezirk noch einen offiziellen Stadtteil, sondern gehört zu Neumühlen-Dietrichsdorf. Zu diesem wird Oppendorf aufgrund seiner Lage nördlich der Schwentine gezählt, obwohl es nicht direkt daran grenzt. Heute leben etwa 1700 Einwohner in dieser Siedlung. Im Ortsbild verschmilzt sie mit der Anschützsiedlung, die zu Schönkirchen gehört und als Werkssiedlung der Anschützwerke angelegt wurde.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Oppendorf ist in den 1920er Jahren als Wohnsiedlung für Familien mit geringen Einkommen, die sich mit einem Garten selbst versorgen konnten, angelegt worden. 1924 wurde sie gemeinsam mit Neumühlen-Dietrichsdorf nach Kiel eingemeindet.[2]

Nachbarstadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oppendorf grenzt an den Kieler Stadtteil Wellingdorf, von dem es durch die Schwentine getrennt ist, sowie an die Stadt Schwentinental und die Gemeinde Schönkirchen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Schönkirchen führen Straßen nach Oppendorf. Eine direkte Straßenverbindung zum benachbarten Kieler Stadtteil Wellingdorf besteht nicht, jedoch eine Fußgängerbrücke.

Es gibt es einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Kiel–Schönberger Strand. Das Verkehrsaufkommen war derartig gering, dass der Eisenbahnhaltepunkt erst 1955 eingerichtet wurde. Von 1975 bis 2017 wurde Oppendorf im Personenverkehr nicht mehr regelmäßig bedient.

Haltepunkt Oppendorf

Anfang Januar 2017 wurde die Umgestaltung des Haltepunktes Oppendorf abgeschlossen.[3] Seit dem 4. September 2017 fahren wieder regelmäßig Züge bis nach Oppendorf. Gefahren werden die Züge von der Deutschen Bahn AG.[4]

In Oppendorf halten zudem die Museumszüge Kiel-Schönberger Strand.

In Oppendorf zweigt die Güterzugstrecke zum Ostuferhafen ab. Während der Kieler Woche besteht Sonderverkehr auf der Gesamtstrecke Kiel Hbf–Schönberg Bahnhof.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freizeitkarte Plön: Anschützsiedlung
  2. Reinhard Stewig (Hrsg.): Stadtteiluntersuchungen in Kiel. Baugeschichte, Sozialstruktur, Lebensqualität, Heimatgefühl (= Kieler geographische Schriften. Bd. 87). Geographisches Institut der Universität Kiel, Kiel 1993, ISBN 3-923887-29-9, S. 20.
  3. Artikel aus dem Fördekurier vom 10. Januar 2017: Ein Vorzeigebahnhof ist in Oppendorf entstanden
  4. Artikel aus den Kieler Nachrichten vom 04. September 2017: Oppendorf hat jetzt wieder Anschluss

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 54° 18′ 55″ N, 10° 13′ 10″ O