Siegfried (Regensburg)

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Siegfried (* zwischen 1188 und 1197; † 19. März 1246) war von 1227 bis 1246 der 27. Bischof von Regensburg.

Nachdem eine Minderheit des Domkapitels den Dompropst Gottfrid zum Bischof erwählte, der diese dafür mit Kirchengut belohnte, intervenierte Papst Gregor IX. und der Mainzer Kantor Siegfried ging als neuer Bischof aus der erzwungenen Neuwahl hervor. Mit ihm hatte Friedrich II. einen treuen Anhänger, den er 1230 zum Reichskanzler ernannte. Siegfried profitierte von Beschlüssen u. a. auf dem Reichstag von Ravenna, in denen die Rechte der Bischofsstädte zugunsten der Bischöfe beschnitten wurden. Schulden von Siegfried führten zu einer vom Papst beauftragten Untersuchung, die bis zu Siegfrieds Exkommunikation führen sollten. Zum Gegenspieler entwickelte sich in dieser Auseinandersetzung der vom Papst beauftragte Albert Behaim. Der Bruch mit Friedrich II. kostete Siegfried nicht nur sein Amt als Kanzler, sondern bewegte den Kaiser auch dazu, die Rechte Regensburgs zu stärken, was einer Aufwertung zur Reichsstadt entsprach.

1240 wurde das Kloster Pielenhofen gegründet, was Siegfried durch Inkorporation der Pfarrei Pielenhofen förderte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Buchberger (Hrsg.): 1200 Jahre Bistum Regensburg. Regensburg 1939. S. 31.
  • Josef Staber: Kirchengeschichte des Bistums Regensburg. Regensburg 1966, S. 42–45.
  • Wilhelm Muschka: Bischof Siegfried von Regensburg, Kanzler Kaiser Friedrichs II. (diss. phil.).Freiburg i. Br 2000 (Pdf; 16,61 MB)
  • Sebastian Gleixner: Siegfried. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 24, Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 350 f. (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Konrad IV. von FrontenhausenBischof von Regensburg
1227–1246
Albert I. von Pietengau