Siegfried Rauch (Schauspieler)

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Siegfried Rauch (2016)

Siegfried Rauch (* 2. April 1932 in Landsberg am Lech; † 11. März 2018 in Untersöchering) war ein deutscher Schauspieler. Er wirkte von Mitte der 1950er-Jahre bis zu seinem Tod an über 135 Filmen und Serien mit und wurde vor allem durch die Fernsehserien Es muß nicht immer Kaviar sein, Die glückliche Familie, Das Traumschiff und Der Bergdoktor bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauch wollte ursprünglich Architekt werden. Er begann aber ein Studium der Theaterwissenschaften und machte später eine Schauspielausbildung. Sein Filmdebüt war 1956 mit einer Nebenrolle im Heimatfilm Die Geierwally; in den folgenden Jahren setzte er seine Karriere vor allem auf Theaterbühnen fort.

Nach Rollen an Theatern in Bremen, München, Berlin und Hamburg war Rauch auch vermehrt im Kino und Fernsehen zu sehen. Zu seinen erfolgreichsten Kinorollen gehörte 1970 die des Hauptmanns Oskar Steiger in der Filmbiografie Patton – Rebell in Uniform, der mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde. 1971 verkörperte er an der Seite von Steve McQueen den Rennfahrer Erich Stahler in Le Mans.

1977 spielte er die Rolle des Thomas Lieven in der Fernsehserie Es muß nicht immer Kaviar sein nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel. In der 14-teiligen Karl-May-Fernsehserie Mein Freund Winnetou (1980) spielte Rauch an der Seite von Pierre Brice den Old Shatterhand. Es folgten Rollen in den Fernsehserien Die glückliche Familie mit Maria Schell und Wildbach. Von 1999 bis 2013 war Rauch der Kapitän Jakob Paulsen in der ZDF-Serie Das Traumschiff. Ab 2007 spielte er als Dr. Roman Melchinger in der ZDF-Serie Der Bergdoktor eine tragende Rolle. Ab 2017 spielte er ebenfalls in der SAT.1-Serie Knallerkerle mit. Rauch war bis zu seinem Tod als Schauspieler tätig und wirkte in über 135 Filmen und Serien mit.

Auch erschienen mehrere Bücher von Rauch, so im Herder Verlag die Bücher Meine schönsten Weihnachtsgeschichten und Käpt’ns Dinner. 2016 folgte das Buch Unser Le Mans, Steve McQueen – Der Film. Die Freundschaft. Die Fakten.[1] Steve McQueen, mit dem Rauch seit den Dreharbeiten zu Le Mans eine enge Freundschaft verband, wurde Taufpate seines ersten Sohnes.

Rauch war auch als Sänger aktiv; die Tätigkeit gab er zugunsten der Schauspielerei auf. Mit dem Orchester Martin Böttcher nahm er den Titel Frei sein, wie der Mann der in den Bergen lebt auf, eine Coverversion von Thom Paces Titel Maybe aus der Fernsehserie Der Mann in den Bergen. Weitere Titel mit ihm sind auf Langspielplatte und auf CD erschienen. 2016 kam die Swing-CD Moonlight and Lovesongs heraus.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 wurde er zum Botschafter der Bayerischen Seenschifffahrt ernannt. 2017 wurde er mit der Bayerischen Heimatmedaille des Freistaats Bayern und dem „Kaiser Stern“ des Tourismusverbands Wilder Kaiser ausgezeichnet. Rauch war ebenfalls Botschafter für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und engagierte sich für die Aktion Deutschland rundet auf sowie die Dirk-Nowitzki-Stiftung.

Er war seit 1964 mit Karin Rauch verheiratet, hat mit ihr zwei Söhne und wohnte zuletzt in einem Bauernhaus in Untersöchering in Oberbayern. Siegfried Rauch starb am 11. März 2018 im Alter von 85 Jahren an Herzversagen[2]; er wurde in seinem Wohnort beigesetzt.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Rauch: Mich stört der Regen nicht (CD, 1996), WEA, CBU 67 019
  • Siegfried Rauch: Moonlight & Lovesongs (CD, 2015)

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Siegfried Rauch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unser Le Mans: Siegfried Rauch. Steve McQueen – Der Film. Die Freundschaft. Die Fakten. Delius Klasing, 2016, ISBN 978-3-667-10462-5.
  2. Siegfried Rauch gestorben: Todesursache steht jetzt fest. tz.de, 12. März 2018, abgerufen am 12. März 2018.
  3. «Traumschiff»-Kapitän Siegfried Rauch beigesetzt. welt.de, 16. März 2018, abgerufen am 19. März 2018.