Sieggraben

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Sieggraben
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sieggraben
Sieggraben (Österreich)
Sieggraben
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 17,69 km²
Koordinaten: 47° 39′ N, 16° 23′ OKoordinaten: 47° 38′ 59″ N, 16° 22′ 50″ O
Höhe: 450 m ü. A.
Einwohner: 1.271 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7223
Gemeindekennziffer: 1 06 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Sieggraben
7223 Sieggraben
Website: www.sieggraben.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Gradwohl (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
9
9
1
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Sieggraben im Bezirk Mattersburg
AntauBad SauerbrunnBaumgartenDraßburgForchtensteinHirmKrensdorfLoipersbachMarzMattersburgNeudörflPöttelsdorfPöttschingRohrbach bei MattersburgSchattendorfSieggrabenSigleßWiesenZemendorf-StötteraBurgenlandLage der Gemeinde Sieggraben im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hauptstraße in Sieggraben
Hauptstraße in Sieggraben
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sieggraben (ungarisch: Szikra, kroatisch: Sigrob) ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern von Sieggraben liegt in einer talartigen Absenkung südlich des Sieggrabener Sattels, andere Ortsteile befinden sich größtenteils über hügeliges Gebiet verstreut. Die Sieggrabener Hügel sind Ausläufer der Buckligen Welt. Der Sieggrabener Sattel ist ein markanter geographischer Punkt und wird durch den Zusammenstoß vom Rosaliengebirge mit dem Ödenburger Gebirge gebildet. Der Ort liegt an der engsten, nur vier Kilometer breiten Stelle des Burgenlandes. Durch die Gemeinde fließt der Sieggrabenbach, der sich in Weppersdorf mit dem Schwarzenbach vereinigt und ab dort gewöhnlicherweise Stoober Bach genannt wird. Der Brenntenriegel ist mit 606 m ü. A. die höchste Erhebung des Ödenburger Gebirges. Eine markante, weithin sichtbare Erhebung ist der Sieggrabener Kogel.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt an Mattersburg, Marz und Rohrbach bei Mattersburg im Norden, im Osten an einer schmalen Stelle an das ungarische Sopron sowie Lackenbach im Bezirk Oberpullendorf. Im Süden liegen Kalkgruben als Katastralgemeinde von Weppersdorf und Oberpetersdorf als Katastralgemeinde von Kobersdorf. Im Westen liegt der niederösterreichische Ort Schwarzenbach.

Die Gemeindegrenzen zu den Nachbarorten verlaufen über weite Strecken in bewaldetem Gebiet, sodass man von Sieggraben aus nur Marz über die B 50 sowie Mattersburg über die S 31 im Norden, den zu Weppersdorf gehörigen Ort Kalkgruben im Süden und die westlich gelegene Gemeinde Schwarzenbach auf direktem Weg erreichen kann. Von der Straße nach Schwarzenbach biegt auf Sieggrabener Gemeindegebiet ein Güterweg nach Oberpetersdorf ab, das zur Gemeinde Kobersdorf gehört.

Mattersburg
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Marz
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Rohrbach
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Schwarzenbach
(Niederösterreich)
Nachbargemeinden Sopron
(Ödenburg, Ungarn)
Oberpetersdorf
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)
Kalkgruben
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)
Lackenbach
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer Besiedlung in der Bronzezeit zeugt ein Gräberfeld im Sieggrabener Bahnwald, welches 1893 erstmals von dem ungarischen Gymnasiallehrer und Heimatforscher Lajos Bella aus Sopron erwähnt und zuletzt im Sommer 1980 untersucht wurde.[1][2] In keltischer Zeit war das Gebiet Teil des Königreichs Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Im Römischen Reich war das Gebiet Teil der Provinz Pannonia. Die frühesten mittelalterlichen Lebensspuren in Sieggraben gehen laut Auswertung archäologischer Funde auf die Karolingerzeit zurück.[3]

Das Gebiet von Sieggraben (links unten) und das Bergwerk Brennberg westlich von Ödenburg, um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Der Ort wurde im Jahr 1302 erstmals urkundlich als „Sykrems“ erwähnt. Es wird angenommen, dass der Ort seinen Namen vom Bach, der das Dorf durchfließt, erhielt. In der Grenzbeschreibung von Weppersdorf wird dieser Bach als „Sykrin Potok“ (auch „Sikrynpotok“ und „Scikryn Potok“) erwähnt. Die frühesten urkundlichen Belege dieses Baches gehen auf das Jahr 1222 zurück.[4][5] In weiterer Folge finden sich für den Ortsnamen die Schreibweisen „Siggraben“ (1641), „Sigroben“ (1651), „Szigraben“ (1675), „Sigraben“ (1682) „Siegraben“ (1713) sowie „Siggraben“ (1713). Die spätere magyarische Namensform lautete bis 1921 Szikra.[5]

Sieggraben gehörte den Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein, später zur Herrschaft Forchtenstein, zur Herrschaft Kobersdorf und fiel schließlich 1622 in den Besitz der Fürsten von Esterházy. In den grundherrschaftlichen Urbaren des 16. und 17. Jahrhunderts sind für Sieggraben größtenteils Kleinbauern verzeichnet. Im Urbar der Grafschaft Forchtenstein vom Jahr 1675 sind für Sieggraben eine Schule, ein Gemeindegasthaus und zwei Steinmühlen[6] ausgewiesen.[7] Noch in der Mitte des 17. Jahrhunderts war die Bevölkerung Sieggrabens konfessionell gemischt (katholisch und evangelisch) gewesen[8], im Jahr 1659 war sie mehrheitlich protestantisch[9], ehe sie um 1660 katholisch wurde.[10][11] Im Jahr 1736 wurde Sieggraben zur eigenständigen Pfarre erhoben.[12] Im Zuge der Neueinteilung der Grundherrschaften der Fürsten von Esterházy 1738 kam der Ort zur Herrschaft Kobersdorf. Bei einem Feuer im Jahr 1775 wurden 30 Häuser zerstört. 1848 erfolgte die Einteilung der ungarischen Komitate in Stuhlbezirke, wodurch der Ort Ödenburg zugeteilt wurde. Durch eine weitere Änderung der Bezirke 1870/71 entstand der Bezirk Mattersburg, dem Sieggraben seither angehört.

1921 kam der Ort – wie das gesamte heutige Burgenland – aufgrund der Verträge von St. Germain und Trianon aus dem Jahr 1919 zu Österreich.

Wegen der exponierten Lage des Ortes südlich vom Sieggrabener Sattel gab es im Jahr 1938 seitens der NS-Machthaber den Plan, Sieggraben verwaltungtechnisch dem politischen Kreis Oberpullendorf zuzuordnen. Nach Protesten der Ortsbewohner von Sieggraben, die geltend machten, dass die Gemeinde von alters her sinnvollerweise nach Mattersburg ausgerichtet war, dorthin auch bezüglich Früchte-Export und Arbeitskräftefluss tendiere und von dort aus zudem über einen komfortablen Eisenbahn-Anschluss nach Wien verfügt, wurde der Plan fallen gelassen.[13] Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Sieggraben eine ausgesprochene Pendler-Gemeinde: Im Jahr 1951 pendelten von Sieggraben – bei einer Einwohnerzahl von 1276 Personen – jeden Montag rund 90 Wochenpendler nach Wien.[14]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,37
(+9,21)
45,23
(-12,88)
7,4
(n. k.)
n. k.
(-3,73)
n. k.
ZS
LISTE2

Gemeindeamt Sieggraben

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 19 Sitze.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[15] 2012[16] 2007[17] 2002[18] 1997[18] 1992[19] 1992[19] 1992[19]
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 422 45,23 9 530 58,11 12 535 56,32 11 492 54,13 11 474 57,95 11 431 51,80 10 542 58,85 9 452 53,24 8
SPÖ 442 47,37 9 348 38,16 7 369 38,84 8 373 41,03 8 344 42,05 8 401 48,20 9 379 41,15 6 397 46,76 7
ZS 69 7,40 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert 34 3,73 0 46 4,84 0 44 4,84 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1147 1164 1175 1134 1068 nicht bekannt nicht bekannt nicht bekannt
Wahlbeteiligung 88,40 % 87,37 % 88,60 % 88,98 % 93,54 % nicht bekannt nicht bekannt nicht bekannt

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NNeben dem Bürgermeister Andreas Gradwohl (SPÖ) und dem Vizebürgermeister Andreas Bauer (ÖVP) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Gerhard Bauer (ÖVP), Anton Kollerits (SPÖ) und Inge Pehm (SPÖ) dem Gemeindevorstand an.[20]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2017 Andreas Gradwohl (SPÖ), der sich in der Direktwahl mit 51,58 % gegenüber dem bisherigen Amtsinhaber Vinzenz Jobst (ÖVP), der seit 25 Jahren im Amt war und es diesmal nur auf 43,13 % brachte, durchsetzte.[21]

Vizebürgermeister ist Andreas Bauer (ÖVP).[20]

Amtsleiterin ist Martha Reisner.[22]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richter
Jahr(e) Richter[23]
1582, 1585, 1588 Bartlmä Taschner
1594 Ruepp Sparnranfft
1662,1625 Mathes Fraunschiechl
1635 Thomas Spornranfft
1647 Stefan Taschner
1667, 1669, 1670 Andreas Taschner
1681, 1682, 1688–1695 Hans Taschner
1699, 1700 Jacob Giefing
1701–1704, 1707,1708 Hans Rohl
1708, 1709 Georg Taschner
1709 Jacob Giefing
1709–1733 Hans Rohl
1733–1753 Matthias Pernhart
1755 … Kurz
1797 Michael Daschner
1809 Michael Manninger
1828, 1831 Martin Klauninger
1846 Josef Klauninger
1848 Johann Bernhardt
1848–1850 Martin Moser
Gemeindevorsteher
Jahr(e) Gemeindevorsteher[23]
1856, 1858 Josef Fürsatz
1873 Matthias Kurz
1886 Josef Kurz
1889–1897 Antoon Werfring
1887–1902 Anton Löffler
1902–1907
1907–1909
1909–1912
1912–1919 Josef Reisner
1919 Anton Werfring (April–Juli)
1919–1921 Josef Reisner
Bürgermeister
von Jahr bis Jahr Bürgermeister[23]
1923 1927 Karl Schuh
1927 1931 Anton Grubitsch
1931 1933 Josef Bauer
1933 1936 Josef Reisner
1936 1938 Karl Reisner
1938 Josef Schwacha
1939 1945 Josef Schuh
1945 1947 Martin Schuh (ÖVP)
1947 1950 Albert Taschner (ÖVP)
1950 1951 Josef Reisner (ÖVP)
1951 1954 Jakob Giefing (ÖVP)
1955 1967 Dominikus Werfring (ÖVP)
1967 1984 Johann Plank (ÖVP)
1984 1992 Willibald Schuh (ÖVP)
1992 2017 Vinzenz Jobst (ÖVP)
seit 2017 Andreas Gradwohl (SPÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sieggraben COA.jpg Blasonierung: Im silbernen Schilde auf einem grünen, mit einem silbernen Schaufelrad belegten Dreiberg drei grüne Tannen wachsend, die mittleren mit fünf Asthöhen (vier Quirl und Wipfel), die beiden seitlichen (kleineren) mit vier Asthöhen (drei Quirl und Wipfel).

Die bereits seit dem 17. Jahrhundert im Gemeindesiegel verwendeten Symbole (drei Tannen aus einem Dreiberg wachsend) erinnern an den im Wirtschaftsleben der Gemeinde jahrhundertelang relevanten Holzschlag und an die von alters her im Ort betriebene Köhlerei. Das Schaufelrad (Mühlrad) ist ein redendes Symbol, es bezieht sich auf den südlichen Ortsteil Mühlviertel. Im übertragenen Sinne kann das Mühlrad auch als Symbol für die im Ort etablierte gewerbliche Wirtschaft verstanden werden. Das Recht zum Führen dieses Wappens wurde am 14. September 1983 von der Burgenländischen Landesregierung verliehen.[24]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der katholischen Pfarrkirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sieggraben
  • Katholische Pfarrkirche Sieggraben: 1797 errichtet, spätbarocker-josephinischer Saalbau mit polygonalem Presbyterium und straßenseitiger Turmfassade. Innengestaltung: ein spätbarocker Saalraum mit Hängekuppel über quadratischem Grundriss. Erweiterungsbau 1979/80 errichtet mit abstrakter leuchtend farbiger Glasmalerei von Hannelore Knittler-Gsellmann.
  • Volksschule: Erbaut 1926 bis 1929 von den Architekten Franz Kaym und Alfons Hetmanek (beide waren Schüler von Otto Wagner). Die Sieggrabener Volksschule galt zur Zeit ihrer Errichtung als eines der schönsten Schulgebäude des Burgenlandes. Im Obergeschoss befinden sich noch originale Ausstattungs-Elemente aus der Bauzeit: Deckenmalerei (Sternenhimmel mit Sternbildern) sowie Flügeltür mit bemalten Holztafeln (vier Elemente mit vier Jahreszeiten) nach Entwurf der Freien Akademikerwerkstätte Wien.
  • Dreifaltigkeitssäule: Errichtet 1897 an der Gabelung Hauptstraße/Riegel.
  • Dorfbrunnen: 1998 errichteter, 2,40 Meter hoher, von Friedrich Rosner künstlerisch gestalteter Keramikbrunnen.
  • Mobilfunk- und Richtfunksender Brenntenriegel: Der Sender befindet sich auf der höchsten Erhebung des Ödenburger Gebirges, dem Brenntenriegel.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naturräume in Sieggraben: Waldbedeckte Bergkuppen, Ödenburger Gebirge, Rosaliengebirge, artenreiche Flora und Fauna, viele Ausflugsziele, seit 1999 Naturwanderweg mit 10 Stationen
  • Naturpark Rosalia-Kogelberg: 7770 Hektar groß, im Jahr 2006 offiziell von der Landesregierung als Naturpark begründet, Sieggraben ist eine der 13 Naturparkgemeinden

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben[25]

  • Engelbert Dollfuß (1892–1934) – Österreichischer Politiker, Begründer des austrofaschistischen Ständestaats
  • Otto von Habsburg (1912–2011) – 1916–1918 Kronprinz von Österreich-Ungarn, Publizist, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments für die CSU, Journalist und Schriftsteller; 1922 bis 2006 Oberhaupt des Hauses Habsburg-Lothringen
  • Thomas van der Haude – 42 Pfarrer in Sieggraben
  • Rudolf Komjati – Schuldirektor, Chorleiter und Kapellmeister
  • Johanna Steiner geb. Höttinger – Volksschullehrerin
  • Paul Steiner – Volksschuldirektor
  • Dominikus Werfring – Bürgermeister von 1955 bis 1967
  • Georg Fuchs – Gemeindearzt
  • Josef Prieler –23 Jahre Pfarrer in Sieggreben
  • Rupert Löschnauer – Musiklehrer und Leiter der Volksschule und des Männergesangsvereins
  • Johann Plank – Bürgermeister von 1967 bis 1984
  • Willibald Schuh – Bürgermeister von 1984 bis 1992

Ehrenringträger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben[26]

  • Albert Taschner – Dem langjährigen SPÖ-Vizebürgermeister (1967–1985) wurde 1993 erstmals der Ehrenring der Gemeinde überreicht. Taschner hat durch seine profunden kommunalpolitischen Kenntnisse zum Aufschwung von Sieggraben beigetragen. Taschner ist zudem Träger des Ehrenzeichens des Landes Burgenland.
  • Günter Engelbrecht – Sekretär von Landeshauptmann Theodor Kery, dann Vorstand der Sozialabteilung beim Amt der burgenländischen Landesregierung, ab 1994 Bezirkshauptmann in Mattersburg.

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für Thomas Klestil
  • Die ersten nachweisbaren Vorfahren von Ignaz Semmelweis, und zwar Jörg Semmelweis und seine Ehefrau Kunigunde, lebten in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Sieggraben.[27][28]
  • Dem österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil, dem die Gemeinde in besonderer Weise verbunden war, wurde in Sieggraben am 6. September 2009 am Dr. Thomas Klestil-Platz mit einer Bronzebüste ein Denkmal gesetzt.[29] Bereits zu dessen Lebzeiten hatte ihm die Gemeinde nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates aufgrund seiner Verdienste um das Land und den Ort Sieggraben den Dr. Thomas Klestil-Platz gewidmet. Dieser war am 17. Mai 2002 im Zuge der Feierlichkeiten zur ersten urkundlichen Erwähnung von Sieggraben eröffnet worden. Bundespräsident Thomas Klestil hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau Margot Klestil-Löffler an den Feierlichkeiten und der Platzeröffnung teilgenommen.[30]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sieggraben 1302–2002, Festschrift zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Sieggraben, hrsg. von der Gemeinde Sieggraben, Strichpunkt Verlag, Hornstein und Ebreichsdorf 2002.
  • Margarete Kaus: Die mittelbronzezeitlichen Hügelgräber von Sieggraben-Bahnwald. In: Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland; 69.1984, Eisenstadt 1984, S. 43–54.
  • Ernst Probst: Die Hügelgräber-Kultur in Österreich. Mit Zeichnungen von Friederike Hilscher-Ehlert, Grin-Verlag, München 2011, ISBN 978-3-656-08552-2, S. 49f.
  • Ernst Probst: Österreich in der Mittelbronzezeit, Grin Verlag, München 2011, ISBN 978-3-656-00127-0, S. 66.
  • Erik Szameit: Karolingerzeitliche Waffenfunde aus Österreich, Teil II: Die Saxe und Lanzenspitzen. In: Archaeologia Austriaca 71, Wien 1987, S. 155–171.
  • Josef Köller: Die Grafschaft Forchtenstein unter besonderer Berücksichtigung der Urbare. Diss. phil., Wien 1960.
  • Andrew Frank Burghardt: The Political Geography of Burgenland, Washington, D. C. 1958 (= National Academy of Sciences-National Research Council, Publication 587), S. 211f.
  • 200 Jahre Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung in Sieggraben 1797–1997, hrsg. von der Pfarre Sieggraben, Sieggraben 1997.
  • J. Kromel, M. Putiš, P. Bačík: The Middle Austro-Alpine Sieggraben structural complex – new data on geothermobarometry, Acta Geologica Slovaca, 3 (1), 2011, 1–12.
  • Johannes Heinzle: Untersuchungen zur Korrelation von Mineralgehalt und Scherparametern am Beispiel des Phyllits vom Sieggrabener Sattel, Dipl.-Arb., Universität für Bodenkultur, Wien 2003.
  • Gernot Enzinger: Dokumentation und rechnerische Analyse des Hochwasserereignisses vom 26. bis 27. Juni 2008 am Schwarzen-, Sieggraben- und Stooberbach im Mittleren Burgenland, Dipl.-Arb., Universität für Bodenkultur, Wien 2009.
  • Natalie Stanke: Kommunale Biomasse Fernwärmeversorgung. Ein Leitfaden für die Abwicklung am Beispiel Sieggraben; Chronologie eines innovativen Gemeindeprojektes, Dipl. Arb., FH-Stg. Gebäudetechnik, Pinkafeld 1999.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sieggraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von den ursprünglich etwa 30 Hügeln des Gräberfeldes von Sieggraben aus der Hügelgräber-Bronzezeit sind nur noch 14 flache Bodenerhebungen übrig geblieben. Ab den 1930er Jahren waren die Hügel zunehmend eingeebnet worden, als man den Wald, in dem sie sich befanden, in Ackerland umwandelte. Durch das ehemalige Gräberfeld wurde 1980 bis 1984 die Trasse der Burgenland-Schnellstraße S31 gelegt. Aus diesem Anlass waren 1980 einige Hügel untersucht worden, wobei Körperbestattungen und eine Brandbestattung festgestellt wurden. Vgl. Ernst Probst: Die Hügelgräber-Kultur in Österreich. Mit Zeichnungen von Friederike Hilscher-Ehlert, Grin-Verlag, München 2011, ISBN 978-3-656-08552-2, S. 49f.
  2. Ernst Probst: Österreich in der Mittelbronzezeit, Grin Verlag, München 2011, ISBN 978-3-656-00127-0, S. 66.
  3. Josef Tiefenbach (Hrsg.): Historischer Atlas Burgenland (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, 141). Verlag Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt 2011, ISBN 978-3-85405-185-5, S. 54.
  4. Sieggraben 1302–2002, Festschrift zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Sieggraben, hrsg. von der Gemeinde Sieggraben, Strichpunkt Verlag, Hornstein 2002, S. 23.
  5. a b Erhard Kranzmayer und Karl Bürger: Burgenländisches Siedlungsnamenbuch (= Burgenländische Forschungen, hrsg. vom Landesarchiv und Landesmuseum, Heft 36), Eisenstadt 1957, S. 143f.
  6. Bis heute befindet sich im Gemeindewappen von Sieggraben ein Mühlrad.
  7. Vgl. Josef Köller: Die Grafschaft Forchtenstein unter besonderer Berücksichtigung der Urbare. Diss. phil., Wien 1960, S. 132f. und S. 153ff.
  8. Zur Zeit der kanonischen Visitation 1641 gehörte Sieggraben zur Pfarre Marz. Vgl. Hans Paul: Zur Geschichte des Volksschulwesens im burgenländisch-westungarischen Raum vom 17. Jahrhundert bis 1921, Amt der Burgenländischen Landesregierung, Eisenstadt 1999 (= Burgenländische Forschungen, Bd. 78), ISBN 978-3-901517-15-0, S. 146.
  9. 200 Jahre Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung in Sieggraben 1797–1997, hrsg. von der Pfarre Sieggraben, Siegrraben 1997, S. 12.
  10. Hans Krawarik: Exul Austriacus. Konfessionelle Migration aus Österreich in der frühen Neuzeit, Lit Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-643-50210-0, S. 97.
  11. Sieggraben 1302–2002, Festschrift zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Sieggraben, hrsg. von der Gemeinde Sieggraben, Strichpunkt Verlag, Hornstein 2002, S. 174.
  12. 200 Jahre Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung in Sieggraben 1797–1997, hrsg. von der Pfarre Sieggraben, Siegrraben 1997, S. 13.
  13. Andrew Frank Burghardt: The Political Geography of Burgenland, Washington, D. C. 1958 (= National Academy of Sciences-National Research Council, Publication 587), S. 211f.
  14. Andrew Frank Burghardt: The Political Geography of Burgenland, Washington, D. C. 1958 (= National Academy of Sciences-National Research Council, Publication 587), S. 212, Anm. 66.
  15. Land Burgenland: Wahlergebnis Sieggraben 2017 (abgerufen am 27. November 2017)
  16. Land Burgenland: Wahlergebnis Sieggraben 2012 (abgerufen am 27. November 2017)
  17. Land Burgenland: Wahlergebnis Sieggraben 2007 (abgerufen am 27. November 2017)
  18. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Sieggraben 2002 (abgerufen am 27. November 2017)
  19. a b c Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben, S. 106–107; Hrsg. Gemeinde Sieggraben, 2002
  20. a b Gemeinde Sieggraben: Der Gemeinderat (abgerufen am 27. November 2017)
  21. Land Burgenland: Wahlergebnis Sieggraben 2017 (abgerufen am 27. November 2017)
  22. Gemeinde Sieggraben: Gemeindeverwaltung (abgerufen am 27. November 2017)
  23. a b c Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben, S. 43; Hrsg. Gemeinde Sieggraben, 2002
  24. Sieggraben 1302–2002, Festschrift zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Sieggraben, hrsg. von der Gemeinde Sieggraben, Strichpunkt Verlag, Hornstein und Ebreichsdorf 2002, S. 15.
  25. Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben, S. 126ff; Hrsg. Gemeinde Sieggraben, 2002
  26. Heimatbuch der Gemeinde Sieggraben, S. 129–130; Hrsg. Gemeinde Sieggraben, 2002
  27. „Am 16. September 1692 ist der Erbare Jenggesöll Jörg Semmelweis mit der Tugendsamen Jungfrau Kunygundt Copuliert (= verehelicht) worden“, wie im Pfarrbuch vermerkt ist. Vgl. Thomas Dormandy: Moments of Truth. Four Creators of Modern Medicine Verlag: Wiley, Chichester 2003, ISBN 0470863218, S. 137f.
  28. Károly Kapronczay: Die Familie Semmelweis. Kulturtransfer, Mehrsprachigkeit und bürgerliche Entwicklung. In: András F. Balogh (Hrsg.): Mehrsprachigkeit in Zentraleuropa. Zur Geschichte einer literarischen und kulturellen Chance, Praesens Verlag, Wien 2012, S. 117.
  29. Enthüllung der Dr. Thomas Klestil-Büste in Sieggraben. In: Artikel auf sieggraben.at. Abgerufen am 4. März 2012.
  30. 700 Jahre Sieggraben – Festakt am 17.05.2002. In: Gemeindeportrait auf sieggraben.at. Abgerufen am 4. Oktober 2015.