Siegurd Fitzek

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Siegurd Fitzek, in Besetzungslisten manchmal auch Sigurd Fitzek, (* 24. Dezember 1928 in Breslau; † 24. Februar 2022 in München) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegurd Fitzek kam am 24. Dezember 1928 im niederschlesischen Breslau zur Welt und wuchs dort auf. Nach dem Ende seiner Schulzeit wollte er zunächst Landwirt werden. Nach dem Krieg ging er nach Bayern und übernahm später in München eine Reitschule. Er machte an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule eine Ausbildung zum Schauspieler. 1950 ging er an das Schauspielhaus in Stuttgart, später Komödie im Marquardt, zuletzt war er Oberspielleiter und Regisseur. In dieser Zeit spielte er die Rolle des Indianerhäuptlings Winnetou auf der Freilichtbühne am Stuttgarter Killesberg. Von 1960 bis 1965 arbeitete er regelmäßig an der damaligen Kleinen Komödie, dem späteren GOP Varieté-Theater, unter anderem in den Stücken Hokuspokus von Curt Goetz, Erinnerst du dich von John Osborne und Tausend Clowns von Herb Gardner. 1968 spielte er in der Komödie Berlin an der Seite von Liselotte Pulver in dem Stück Der Regenmacher die Rolle des Noa. Eine seiner bedeutendsten Rollen im Theater spielte er 1961 in Stuttgart in dem Stück Das Ei von Félicien Marceau.

1955 war er in dem Fernsehfilm Unruhige Nacht in der Rolle des fahnenflüchtigen Soldaten Baranowsky in der Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung zu sehen. Vier Jahre später spielte er die Rolle des Journalisten Robin Craven in der Durbridge-Verfilmung Der Andere. 1964 war er einer der Hauptdarsteller in der Stahlnetz-Folge Rehe. 1980 hatte er einen kleinen, aber markanten Auftritt in Dänemarks erfolgreicher Fernsehserie Die Leute von Korsbaek als Offizier Sigmund Holtz in der Episode „Lauras store dag“ (dt. Lauras großer Tag) unter der Regie von Erik Balling.

Kinorollen hatte er unter anderem in den Filmen Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache und Mordnacht in Manhattan.

Als Hörspielsprecher war er vorwiegend für den Süddeutschen Rundfunk tätig. Hauptrollen hatte er u. a. 1956 in Der Fall Dynamit (aus der Reihe Unter falscher Flagge) mit Wilhelm Kürten, Hans Mahnke und Hans Helmut Dickow an seiner Seite und ein Jahr später in der Funkerzählung Die Kreuzung bei Dresden.

Siegurd Fitzek lebte in München, war mit der Schauspielerin Eva Maria Böhme (1929–2008) verheiratet und hat eine Tochter Er starb am 24. Februar 2022.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1950: Kain lebt – Regie: Paul Land
  • 1950: Belagerungszustand (nach Albert Camus) – Regie: Erich Fritz Brücklmeier
  • 1950: Der Prozeß – Regie: Cläre Schimmel
  • 1951: Zum König geboren; Folge: Das himmlische Brot – Regie: Cläre Schimmel
  • 1951: Nachtgespräche – Regie: Paul Land
  • 1953: Ladung Nitroglyzerin – Regie: Karl Ebert
  • 1955: Nächtliche Vision – Regie: Karl Ebert
  • 1955: Diener zugelaufen – Regie: Paul Land
  • 1955: Freitag, 16 Uhr 55 – Regie: Oskar Nitschke
  • 1956: Da Capo – Regie: Kurt Reiss
  • 1956: Der Fall Dynamit – Regie: Karl Ebert
  • 1956: Glaube, Liebe, Hoffnung – Regie: Franz Peter Wirth
  • 1957: Der Retter – Regie: Karl Ebert
  • 1957: Bilanz einer Nacht – Regie: Otto Kurth
  • 1957: Die Kreuzung bei Dresden – Regie: Robert Vogel
  • 1957: Aus Prinzip nun gerade nicht – Regie: Oskar Nitschke
  • 1957: O Wildnis – Regie: Otto Kurth
  • 1957: Ungebetene Gäste – Regie: Karl Ebert
  • 1957: FBI-Akte Martel – Regie: Karl Ebert
  • 1957: Nach Rom – 50 Kilometer – Regie: Paul Land
  • 1957: Das indische Abenteuer – Regie: Paul Land
  • 1958: Mord im Akkord – Regie: Paul Land
  • 1958: Der Maulkorb – Regie: Paul Land
  • 1958: Die Tochter des Brunnenmachers – Regie: Cläre Schimmel
  • 1958: Das Opfer von Treblinka – Die Geschichte des Kostek Wittkowsky – Regie: Willy Grüb
  • 1958: Der Mann im Keller – Regie: Karl Ebert
  • 1958: Der Herr vom anderen Stern – Regie: N. N.
  • 1958: Herz als Hobby – Regie: Paul Land
  • 1960: Eine haarsträubende Geschichte – Regie: Paul Land
  • 1960: Katjuscha (nach dem Roman Auferstehung von Lew Nikolajewitsch Tolstoi) – Regie: Heinz-Günter Stamm
  • 1960: Simson fällt durch die Jahrhunderte – Regie: Irmfried Wilimzig
  • 1960: Ubu oder Des schlimmen Endes langer Schwanz – Regie: Irmfried Wilimzig
  • 1961: Morgen sind Sie König – Regie Heinz-Günter Stamm
  • 1962: Odyssee in Kammgarn – Regie: Paul Land
  • 1967: Die feindlichen Brüder – Regie: Ludolf Bode
  • 1977: Schampus für Schorsch – Regie: Horst Loebe

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Langen Müller’s Schauspieler-Lexikon der Gegenwart. München 1986, S. 251.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige. In: Süddeutsche Zeitung, 5. März 2022, abgerufen am 8. März 2022.