Siepmann-Stiftung

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Die Siepmann-Stiftung ist eine Familienstiftung zur Verwaltung des Vermögens des Handelsunternehmens Aldi Süd. Die Stiftung wurde am 19. Oktober 1973 von Karl Albrecht als Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet.[1] Sie hat ihren Sitz in Eichenau im Landkreis Fürstenfeldbruck in Oberbayern.[2] Siepmann ist der Geburtsname von Anna Albrecht, der Mutter Karl Albrechts.

Stiftungszweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweck der Stiftung ist „die gemeinsamen Interessen der Angehörigen der Familie Albrecht zu wahren und zu fördern“.[3]

Die Stiftung hält das Gesamtvermögen und das Markenrecht an Aldi Süd. Zum Gesamtvermögen von Aldi Süd zählen unter anderem:

  • die Konzernzentrale von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr
  • 31 rechtlich selbständige Aldi Süd-Regionalgesellschaften in Deutschland
  • die 9 Auslandsgesellschaften
  • das Immobilienvermögen der ca. 5000 Aldi-Süd-Filialen weltweit[4]

Weitere Stiftungen sind die Oertl-Stiftung, vormals Maria-Albrecht-Stiftung, und die Elisen-Stiftung. An diese fällt das Vermögen der Siepmann-Stiftung jeweils zur Hälfte, falls es keine Nachfahren des Stifters Karl Albrecht mehr gibt. Während die Oertl-Stiftung die Herz-und-Kreislauf-Forschung finanziell unterstützt, widmet sich die Elisen-Stiftung der Förderung von Kulturprojekten.[1][5]

Organe und Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftungsorgane sind der Vorstand, der Kontrollrat und der Familientag.

Seit März 2006 wird die Stiftung von Peter Max Heister (* 1976), einem Sohn von Beate Heister (Tochter von Karl Albrecht) geleitet.[6] Dem Vorstand gehören ferner Beate Heister, Renate Köcher und Jürgen Hambrecht an. Der Vorstand ist Kontrollgremium für den aus Jürgen Kroll und Norbert Podschlapp bestehenden Kontrollrat, der Aldi Süd leitet (Stand: Juli 2010).[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Susanne Frank, Jochen Schuster, Tanja Treser: Für Aldi kanns teuer werden. In: Focus, Nr. 43/2005, 24. Oktober 2005. Abgerufen am 11. September 2015.
  2. Hoppenstedt Konzernstrukturen. Abgerufen am 20. Dezember 2011.
  3. Mario Brück: ALDi Brüderlich vereint. In: Wirtschaftswoche, 29. April 2003. Abgerufen am 11. September 2015.
  4. Micheal Gumtau: ALDI Süd-Regionalzentrale Eichenau: Steuerforderungen? myheimat.de/fuerstenfeldbruck, 24. Februar 2002. Abgerufen am 11. September 2015. (Leserreporter)
  5. K.-H Büschemann, B. Finke, G. Eisenkolb: Aldi-Stiftung hat Steuerprobleme. In: Süddeutsche Zeitung, 25. Oktober 2005. Abgerufen am 11. September 2015.
  6. Michael Freitag, Ursula Schwarzer: Aldi: Platz für den Enkel In: Manager Magazin, 23. März 2006. Abgerufen am 11. September 2015.
  7. Managermagzin Fotostrecke: Herrschaft der Räte – wie die beiden Aldireiche organisiert sind