Sieraków

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Sieraków
Wappen von Sieraków
Sieraków (Polen)
Sieraków
Sieraków
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Międzychodzki
Gmina: Sieraków
Fläche: 14,08 km²
Geographische Lage: 52° 39′ N, 16° 5′ OKoordinaten: 52° 38′ 56″ N, 16° 4′ 53″ O
Höhe: 31 m n.p.m.
Einwohner: 6031 (30. Juni 2019)
Postleitzahl: 64-410
Telefonvorwahl: (+48) 61
Kfz-Kennzeichen: PMI



Sieraków (deutsch Zirke) ist eine Stadt im Powiat Międzychodzki der Woiwodschaft Großpolen in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit 8741 Einwohnern (Stand 30. Juni 2019).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieraków liegt an der Warthe, etwa 65 Kilometer Luftlinie nordwestlich der Stadt Posen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster

Zirke verfügte bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts über Stadtrecht; 1458 hatte die Stadt dem Heer sechs ausgerüstete Soldaten zu stellen.[1] Um und vor 1524 befand sich hier eine königliche Zollstelle.[1] Zirke war eine adlige Stadt, zu der auch eine Grundherrschaft gehörte; am Ende des 18. Jahrhunderts befand sich die Stadt im Besitz des Grafen Lukas von Bninski.[2] In der Stadt befanden sich eine evangelische Pfarrkirche, eine katholische Pfarrkirche, ein Franziskanerkloster mit einer Klosterkirche[2] und eine Synagoge.[3]

Im 19. Jahrhundert gab es in Zirke eine Reihe von gewerblichen Betrieben,[1] und die Stadt hatte einen Bahnhof mit einer Güternebenstelle der Line MeseritzRokietnice der Preußischen Staatsbahn.[4] In Zirke befand sich ein staatliches Gestüt. 1919 musste das Königlich-Preußische Posen'sche Landgestüt in das „Friedrich-Wilhelm-Gestüt“ nach Neustadt (Dosse) evakuiert werden, da die Provinz Posen nach dem Posener Aufstand (1918–1919) und den ultimativen Forderungen des Versailler Vertrages zum Großteil an die Zweite Polnische Republik fiel.[5]

Seit 1939 war Zirke wieder Teil des Regierungsbezirkes Posen im 1941 neu gebildeten Landkreis Birnbaum (Wartheland), Reichsgau Wartheland. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region von der Roten Armee besetzt und kam wieder zu Polen.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1800: 1.206, darunter 253 Juden[1]
  • 1837: 1.908[1]
  • 1861: 2.514[1]
  • 1875: 2.542[4]
  • 1880: 2944[4]
  • 1890: 2.926, darunter 1.244 Evangelische, 1.538 Katholiken und 99 Juden[4]
  • 2014: 6.108

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Sieraków gehören die Stadt selbst und 15 Dörfer mit Schulzenämtern sowie weitere Ortschaften.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 472.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sieraków – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 472.
  2. a b Karl Joseph Huebner: Historisch-statistiscg-topographische Beschreibung von Südpreußen und Neu-Ostpreußen. Band 1, Leipzig 1798, S. 436–437.
  3. A. Bäck: Die Provinz oder das Großherzogthum Posen in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Posen, Berlin und Bromberg 1847, S. 134.
  4. a b c d Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. pos_birnbaum.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Vgl. Zeitschrift für Ostforschung, Band 34, J.- G.- Herder-Institut (Hrsg.), 1985, S. 222 und Friedrich Freiherr von Senden: Geschichte der Freiherrn von Senden und Freiherrn Schuler von Senden, ISBN 978-3-86805-376-0, Pro Business, Berlin 2009, S. 227