Sig (Milchprodukt)

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Der Sig ist ein Nebenprodukt der Molkenkäseherstellung.

Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind verschiedene regionale Bezeichnungen bekannt, je nach Ort Sig, Sieg oder Gsig, in Vorarlberg ist der Name Sig gebräuchlich, im Bregenzerwald Wälder Schokolade, in der Schweiz Älplerschokolade.[1] In Notzeiten wurde Sig als Ersatz für Schokolade oder Energieriegel verwendet, was – neben seiner Farbe – zur Namensgebung beigetragen hat.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Süßmolke vom restlichen Eiweiß (Ziger) getrennt wurde, besteht sie überwiegend aus Lactose. Die Molke wird mehrere Stunden lang bei hoher Hitze gerührt und reduziert. Zuletzt entsteht eine leicht karamellisierte, zähflüssige Masse.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sig schmeckt sehr intensiv nach Molke und hat eine braune Farbe. Er wird wie Schokolade oder als Bonbon gegessen. Seine Konsistenz erinnert an Marzipan. In der gehobenen Küche Vorarlbergs findet man häufig ein Sig-Parfait auf der Speisekarte. Sig soll, genauso wie die Molke, gut gegen Magen- und Darmbeschwerden sein und gilt somit auch als Hausmittel.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kaesestrasse.at/erleben-entdecken/die-kaesestrasse/kaese-abc/kaese-abc