Sigmund Strauß

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Siegmund Strauss (geboren 4. Januar 1875 in Znaim, Österreich-Ungarn; gestorben 29. März 1942 in New York) war ein österreichischer Physiker, Ingenieur und Erfinder.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegmund Strauss war langjähriger Mitarbeiter Robert von Liebens. Im Ersten Weltkrieg war er österreichischer Rittmeister und Leiter der Fliegerfunk-Versuchsabteilung. 1925 gründete er ein privates Forschungslabor in Wien. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 musste er wegen seiner jüdischen Herkunft emigrieren und floh zuerst nach London und ging 1940 in die USA.

Strauss gilt als der Wegbereiter der Radiotechnik. Zu seinen Erfindungen gehören unter anderem ein Widerstandsverstärker und ein Röntgendosiszähler. Er entdeckte 1912 das Rückkopplungsprinzip.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Strauss Siegmund. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 13, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2007–2010, ISBN 978-3-7001-6963-5, S. 383.
  • Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945. Band 2,2. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 1140.
  • Aus der Geschichte der Lieben-Röhre – Der Werdegang einer großen Erfindung. Zusammenfassung eines Vortrags von Siegmund Strauss vor dem Internationalen Radioclub im Jahr 1938. In: Radio-Amateur. Monatszeitschrift für Radio, Tonfilm und Fernsehen. Jahrgang XV, März 1938, Folge 3, S. 125ff. Wien 1938.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]