Sigrid Maurer

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Sigrid Maurer (2014)

Sigrid Maurer (Sigrid V. „Sigi“ Maurer; * 19. März 1985 in Rum, Tirol) ist eine ehemalige österreichische Politikerin und ehemalige Studierendenvertreterin (GRAS). Von 2013 bis 2017 war sie Abgeordnete zum Nationalrat für die Grünen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maurer studierte Musikwissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck (2004–2009), jedoch ohne Abschluss.[1] Seit 2011 studiert sie Soziologie an der Universität Wien, hat einen Bachelorabschluss und absolviert derzeit ihr Masterstudium.[2]

Seit 2005 engagierte Maurer sich in der Österreichischen Hochschülerschaft und wurde Mitglied der Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS).[3] Von Juli 2009 bis Juni 2011 war sie ÖH-Vorsitzende.

Nachdem Maurer am 22. Dezember 2010 während der Debatte über das Budget 2011 von der Besuchergalerie aus Flugzettel in den Plenarsaal des Nationalrates geworfen und Parolen skandiert hatte, wurde ihr ein Hausverbot in der Dauer von 18 Monaten für das österreichische Parlament erteilt.[4]

Im November 2012 gab Sigrid Maurer bekannt, für Die Grünen bei der Nationalratswahl 2013 kandidieren zu wollen.[5] Beim grünen Bundeskongress wurde sie auf den sechsten Platz der Bundesliste gewählt.[6] Von Oktober 2013 bis November 2017 war sie Abgeordnete zum Nationalrat.

Im Mai 2018 wurden Maurer von einem Computer eines Geschäftes in Wien obszöne Nachrichten zugestellt, die diese in Folge öffentlich machte. Das hatte wiederum zur Folge, dass der Betreiber des Geschäftes, vertreten durch Adrian Hollaender, sie wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und Kreditschädigung auf 60.000 Euro verklagte. Der Betreiber gab an, die Nachricht nicht selbst verfasst zu haben und dass jeder, der sein Geschäft betrete, als Urheber in Frage käme.[7] Am 9. Oktober wurde Maurer vom Landesgericht für Strafsachen Wien wegen übler Nachrede schuldig gesprochen und zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro und einer Entschädigung in Höhe von 4000 Euro verurteilt.[8] Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sigrid Maurer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über mich – Kurzbiografie. Auf sigimaurer.at, abgerufen am 12. Oktober 2018
  2. Manfred Rebhandl: „Mich kriegen die nicht klein“ – Grün-Politikerin Sigrid Maurer im großen WIENER-Interview. Am 26. Juni 2018 auf wiener-online.at, abgerufen am 12. Oktober 2018
  3. Hartnäckige Kämpferin: Sigrid Maurer im Porträt. Am 29. Juni 2009 auf diepresse.com, abgerufen am 12. Oktober 2018
  4. ÖH-Chefin hat Hausverbot im Parlament. Am 30. Dezember 2010 auf diepresse.com, abgerufen am 8. September 2013
  5. Ex-ÖH-Vorsitzende kandidiert für den Nationalrat. Am 5. November 2012 auf derstandard.at, abgerufen am 5. November 2012
  6. Iris Bonavida: Glawischnigs Kür und zwei neue Gesichter. 1. Dezember 2012 auf diepresse.com, abgerufen am 12. Oktober 2018
  7. Bierladenbetreiber klagt Sigi Maurer nach Belästigungsvorwürfen auf 60.000 Euro. derstandard.at, abgerufen am 28. Juni 2018.
  8. Michaela Reibenwein, Peter Temel: Causa "Craftbeer": Maurer "sehr erschüttert" über Schuldspruch. kurier.at, 9. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  9. Nina Weißensteiner: Sigi Maurer kündigt volle Berufung an: "Notfalls gehe ich bis nach Straßburg!" derstandard.at, 9. Oktober 2018, abgerufen am 9. Oktober 2018.