Sigrid Skarpelis-Sperk

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Sigrid Skarpelis-Sperk (2012)

Sigrid Skarpelis-Sperk, geb. Sperk, (* 12. April 1945 in Prag) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von 1990 bis 2005 Vorsitzende des Unterausschusses ERP-Wirtschaftspläne (European Recovery Program) des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1964 absolvierte Sigrid Skarpelis-Sperk ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches sie 1970 als Diplom-Volkswirtin beendete. Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen tätig. 1975 begann sie ein Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen, wechselte aber 1976 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Universität der Bundeswehr München. 1977 erfolgte ihre Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Göttingen mit der Arbeit „Soziale Rationierung öffentlicher Leistungen“. Danach nahm sie einen Lehrauftrag an der Fachhochschule München wahr und trat 1978 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Dienst des Bundesministeriums für Forschung und Technologie ein.

Sigrid Skarpelis-Sperk ist verwitwet und hat eine Tochter.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1969 ist sie Mitglied der SPD. Sigrid Skarpelis-Sperk war lange Jahre stellvertretende Vorsitzende des SPD-Bezirksverbandes Schwaben und gehörte 12 Jahre dem SPD-Parteivorstand an. Sie war ferner Mitglied verschiedener Programmkommissionen der SPD, beginnend mit der Kommission „Orientierungsrahmen '85“ und der darauf folgenden Parteikommissionen bis zum Jahr 2000. Sie war ferner lange Jahre Mitglied des SPD-Landesvorstands Bayern und dessen Präsidium.

Sie wird zum linken Flügel der SPD gerechnet und ist Mitherausgeberin der spw – Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft.

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1980 bis 2005 war Sigrid Skarpelis-Sperk Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war sie von 1983 bis 1989 Vorsitzende der Kommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien und von 1990 bis 2005 Vorsitzende des Unterausschusses ERP-Wirtschaftspläne des Wirtschaftsausschusses. Außerdem war sie von 1994 bis 2005 stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Wirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion und von 1999 bis 2002 Fraktionssprecherin in der Enquête-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft. Daneben leitete sie von 2003 bis 2005 die Fraktionsarbeitsgruppe Weltwirtschaft und Globalisierung.

Frühjahr 2003 startete sie gemeinsam mit anderen Parteimitgliedern das erste Mitgliederbegehren in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie, um Kurskorrekturen bei der Agenda 2010 zu erreichen und erwirkte schließlich einen Sonderparteitag[1]. Das Verhalten des SPD-Kanzlers nannte sie damals „sonnenkönighaft“. Im Juni 2005 verzichtete sie auf eine erneute Kandidatur zum Deutschen Bundestag. Dies begründete sie mit der schweren, unheilbaren Erkrankung ihres Ehemannes und politischen Differenzen im Zusammenhang mit der Agenda 2010.

Sigrid Skarpelis-Sperk ist stets über die Landesliste Bayern in den Bundestag eingezogen.

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigrid Skarpelis-Sperk gehört dem Wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland an.[2] Sie ist außerdem Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sigrid Skarpelis-Sperk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Agenda 2010: Die Protagonisten - damals und heute. Spiegel Online. 14. März 2013. Abgerufen am 19. Juni 2017.
  2. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates. In: Attac. Abgerufen am 13. Juli 2018.