Siliciumtetraiodid

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Strukturformel
Strukturformel von Siliciumtetraiodid
Allgemeines
Name Siliciumtetraiodid
Andere Namen
  • Tetraiodsilan
  • Tetrajodsilan
Summenformel SiI4
CAS-Nummer 13465-84-4
PubChem 83498
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 535,70 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,198 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

120,5 °C[1]

Siedepunkt

287,4 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in Toluol[2]
  • Zersetzung in Wasser[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​311​‐​314​‐​317​‐​334​‐​360
P: 201​‐​261​‐​280​‐​301+310​‐​305+351+338​‐​310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 61​‐​24/25​‐​34​‐​42/43
S: 53​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Siliciumtetraiodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Siliciums aus der Gruppe der Iodide und Siliciumtetrahalogenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siliciumtetraiodid kann durch Reaktion von Silicium mit Iod oder Iodwasserstoff[5] gewonnen werden.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siliciumtetraiodid ist eine sehr feuchtigkeits- und lichtempfindliche farblose Kristallmasse, die zu einer zitronengelben Flüssigkeit schmilzt. Beim Erhitzen erfolgt (besonders im Vakuum) leicht Zersetzung in die Elemente.[2] Die Verbindung färbt sich nach einiger Zeit rötlich durch Abscheidung von Iod. Mit Wasser zersetzt sie sich in Iodwasserstoff und Kieselsäure. Sie besitzt eine kubische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pa3 (Raumgruppen-Nr. 205).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Silicon tetraiodide, ≥99.9% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 5. Januar 2014 (PDF).
  2. a b c Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 676.
  3. a b Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 730 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 909 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).