Silke Spiegelburg

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Silke Spiegelburg Leichtathletik

Silke Spiegelburg by Augustas Didzgalvis.jpg
Silke Spiegelburg in Moskau (2013)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 17. März 1986
Geburtsort GeorgsmarienhütteDeutschland
Größe 173 cm
Gewicht 61 kg
Beruf Gesundheitsökonomin (Bachelor)
Karriere
Disziplin Stabhochsprung
Verein TSV Bayer 04 Leverkusen,
erster Verein: TV Lengerich
Trainer Richard Spiegelburg und Micky Corucle,
vorm.: Leszek Klima und Ansgar Spiegelburg
Status aktiv
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Team-Europameisterschaft 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Jugendweltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioreneuropameisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Logo der EAA Europameisterschaften
0Silber0 2010 Barcelona 4,65 m
Team-Europameisterschaft
0Silber0 2015 Cheboksary Mannschaft
0Gold0 2015 Cheboksary Stabhochsprung
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Silber0 2009 Turin 4,75 m
0Silber0 2011 Paris 4,75 m
Logo der IAAF Jugendweltmeisterschaften
0Gold0 2001 Debrecen 4,00 m
Logo der EAA Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 2003 Tampere 4,15 m
0Gold0 2005 Kaunas 4,35 m
letzte Änderung: 18. Januar 2018

Silke Spiegelburg (* 17. März 1986 in Georgsmarienhütte, Niedersachsen) ist eine deutsche Stabhochspringerin.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegelburg studierte Gesundheitsökonomie und schloss ihr Studium als Bachelor of Science an der Universität zu Köln ab.[1]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegelburg gewann bei den Jugendweltmeisterschaften 2001 in Debrecen sowie bei den Junioreneuropameisterschaften 2003 in Tampere die Goldmedaille. Mit 18 Jahren qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele 2004 in Athen und belegte dort den 13. Platz. 2005 wurde sie Deutsche Meisterin, gewann im gleichen Jahr bei den Junioreneuropameisterschaften in Kaunas erneut Gold und brach am 26. August 2005 in Münster mit 4,48 m den Junioren-Weltrekord von Jelena Issinbajewa.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2006 in Moskau wurde Spiegelburg Achte, verteidigte ihren nationalen Titel und wurde Sechste bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg. 2007 wurde sie erneut Deutsche Meisterin, scheiterte aber bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka im Finale an der Anfangshöhe.

Am 11. Juli 2008 stellte Spiegelburg beim Golden-League-Meeting in Rom mit 4,70 m eine persönliche Bestleistung auf. Kurz darauf wurde sie für die Olympischen Spiele 2008 in Peking nominiert, wo sie mit 4,65 m den siebten Platz belegte. Zum Abschluss der Saison 2008 gewann sie beim IAAF-Weltfinale der Leichtathletik in Stuttgart, wo sie erneut 4,70 m überquerte. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin belegte sie Platz vier, wobei sie mit 4,65 m die gleiche Höhe übersprang wie die beiden Zweitplatzierten Monika Pyrek (Polen) und Chelsea Johnson (USA), hierfür jedoch einen Versuch mehr benötigte. Bei den Halleneuropameisterschaften 2009 in Turin verbesserte sie den deutschen Hallenrekord um vier Zentimeter auf 4,75 m und gewann die Silbermedaille.[2] Am 26. Juni 2010 verbesserte sie ihre Bestleistung um einen Zentimeter auf 4,71 m. Kurze Zeit später wurde sie wieder Deutsche Meisterin und einen Monat später Zweite bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona. Eine weitere Verbesserung in der Halle gelang ihr 2011 beim Hallenmeeting in Karlsruhe, als sie 4,76 m meisterte.[3]

Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 im Bochumer Stadtteil Wattenscheid wurde sie mit 4,70 m Deutsche Meisterin. Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki wurde sie mit einer Höhe von 4,50 m Vierte. Am 20. Juli 2012 gewann sie das Springen beim Diamond League Meeting in Monaco und stellte mit übersprungenen 4,82 m einen neuen Deutschen Rekord auf. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London blieb für sie nur der vierte Platz.[4] Am 7. September 2012 siegte sie beim Finale der Diamond League in Brüssel mit übersprungenen 4,75 m und gewann damit wie 2011 die Gesamtwertung der Serie.[5]

Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau wurde Spiegelburg mit 4,75 m wie schon bei den Europameisterschaften und Olympischen Spielen Vierte. Wie in den beiden Vorjahren gewann sie die mit 40.000 US-Dollar dotierte Gesamtwertung der Diamond League. Mit einer Saisonbestleistung von 4,79 m überholte sie beim Saisonabschluss in Zürich die Diamond-Race-führende Yarisley Silva. 2014 wurde sie Deutsche Hallenmeisterin mit einer übersprungenen Höhe von 4,61 m,[6] und war Siebtplatzierte bei den Hallenweltmeisterschaften in Sopot mit 4,65 m.[7]

2015 erreichte Spiegelburg den dritten Platz bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften und wurde Vize-Team-Europameisterin, wozu sie durch ihren Sieg im Stabhochsprung mit einem Meisterschaftsrekord von 4,75 m beitrug. Mit dieser Höhe führte sie auch am Jahresende die deutsche Bestenliste an. 2016 war sie Deutsche Hallenmeisterin. 2017 wurde sie mit 4,55 m Deutsche Vizemeisterin und erfüllte damit auch die Norm für die Weltmeisterschaften in London, wo sie mit 4,35 m und Platz 14 in der Qualifikation ausschied.

Mitte Januar 2018 beendete Spiegelburg die Hallensaison mit Blick auf die Europameisterschaften im August wegen einer Entzündung im Fuß.[8]

Silke Spiegelburg hat bei einer Größe von 1,73 m ein Wettkampfgewicht von 62 kg. Sie gehört zum Perspektivkader des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV).

Vereinszugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2005 gehörte Spiegelburg dem TV Lengerich an, seitdem startet sie für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Viele Jahre waren ihre Trainer Leszek Klima und ihr Vater Ansgar Spiegelburg. Mittlerweile trainiert sie bei Micky Corucle und ihrem Bruder Richard Spiegelburg in Stuttgart.[9]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre drei Brüder Henrik, Christian und Richard Spiegelburg betätigten sich ebenfalls beim Stabhochsprung. Ihre Mutter Frederike war Fünfkämpferin und 400-Meter-Hürden-Läuferin.

Leistungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiluft
2001 4,00 m
2002 4,20 m
2003 4,15 m
2004 4,41 m
2005 4,48 m
2006 4,56 m
2007 4,60 m
2008 4,70 m
2009 4,70 m
2010 4,71 m
2011 4,75 m
2012 4,82 m DR
2013 4,79 m
2014 4,50 m
2015 4,75 m
2016 4,50 m
2017 4,55 m
2018
  • Bestleistung im Freien: 4,82 m (Monaco, 20. Juli 2012)
  • Bestleistung in der Halle: 4,77 m (Leverkusen, 15. Januar 2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Silke Spiegelburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil – Meine Daten, auf spiegelburg.de, abgerufen 18. Januar 2018
  2. Anja Herrlitz: Medaillen und Rekord für Stabhochspringerinnen. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft mbH – www.leichtathletik.de. 7. März 2009. Abgerufen am 14. Februar 2011.
  3. Christian Fuchs: Silke Spiegelburg knackt deutschen Hallenrekord. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft mbH – www.leichtathletik.de. 13. Februar 2011. Abgerufen am 14. Februar 2011.
  4. HDsports.at: Oldie und Jungspund dominieren Stadionrunde, 6. August 2012.
  5. Spiegelburg gewinnt erneut Saisonwertung Focus online, 8. September 2012, abgerufen am 8. September 2012.
  6. Hallen-DM Tag eins: Silke Spiegelburg wird Favoritenrolle gerecht
  7. Hallen-WM: Silke Spiegelburg springt auf Platz sieben
  8. Silke Spiegelburg beendet die Hallen-Saison, Entzündung im Fuß, vom 17. Januar 2018, abgerufen 17. Januar 2018
  9. Silke Bernhart: 500 Tage bis Berlin – Extra-Motivation fürs Comeback beim Heimspiel: Silke Spiegelburg wieder fit, EM 2018, auf: leichtathletik.de, vom 25. März 2017, abgerufen 18. Januar 2018