Silkerode

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Silkerode
Landgemeinde Sonnenstein
Wappen von Silkerode
Koordinaten: 51° 34′ 5″ N, 10° 23′ 59″ O
Höhe: 230 m ü. NN
Fläche: 10,96 km²
Einwohner: 423 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 2011
Postleitzahl: 37345
Vorwahl: 036072
Karte
Lage von Silkerode in Sonnenstein
Silkeroder Kirche
Zweisprachige Straßenschilder
Goethe-Eichen

Silkerode ist ein Dorf im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Es ist eines der wenigen Dörfer im Landkreis Eichsfeld, die nicht zum historischen Eichsfeld gehören. Seit dem 1. Dezember 2011 ist die vormals selbständige Gemeinde ein Ortsteil der Landgemeinde Sonnenstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silkerode ist der am nördlichsten gelegene Ort im Landkreis Eichsfeld. Er liegt im Tal der Weilroder Eller im südlichen Vorland des Harzes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silkerode wurde 1504 erstmals urkundlich erwähnt. Am 1. Dezember 2011 schloss sich die Gemeinde Silkerode mit sieben anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Südharz zur Landgemeinde Sonnenstein zusammen.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot mit goldenem Schildhaupt; vorn ein rotes Eichenblatt, hinten ein silberner nach rechts gebogener Haken; das Schildhaupt mit einem blauen Wellenbalken belegt.“

Der Wellenbalken steht für das Flüsschen Silke, das die Ortslage durchfließt und namensgebend für den Ort war. Der silberne Haken in rotem Felde zitiert das Familienwappen derer von Minnigerode, die Besitzungen in der Ortschaft hatten. Der hohe Eichenbestand im Ort wird durch das Eichenblatt symbolisiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 413
  • 1995: 414
  • 1996: 421
  • 1997: 422
  • 1998: 421
  • 1999: 420
  • 2000: 427
  • 2001: 429
  • 2002: 431
  • 2003: 433
  • 2004: 422
  • 2005: 418
  • 2006: 432
  • 2007: 440
  • 2008: 433
  • 2009: 438
  • 2010: 423
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister vor der Eingemeindung Wolfgang Mautschke wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische Kirche St. Nicolai wurde im Jahre 1819 in Fachwerkbauweise errichtet. Voraus ging am 6. Februar des gleichen Jahres eine Anweisung zum Neubau eines Gotteshauses vom preußischen Staat. Im Jahr 1856 erhielt das Gebäude eine Orgel, das Glockenhaus wurde 1885 errichtet. Eine Kirchturmuhr wurde 1907 angebracht.
  • Das Pfarrhaus, das ebenfalls in Fachwerkbauweise errichtet wurde, stammt aus dem Jahr 1849, seitdem dient es als Wohnung des Pfarrers. Zum Gebäudebestand gehören außerdem ein Backhaus und eine Scheune.
  • Die erste Harzreise des Dichters Johann Wolfgang von Goethe führte ihn am 13. Dezember 1777 auch durch Silkerode. Durch diesen Umstand erhielten die Stieleichen, die bereits mehr als 500 Jahre alt sind, ihren Namen. Die stärkere der beiden Eichen hat einen Brusthöhenumfang von 7,10 m.[3]
  • In Silkerode gibt es aufgrund der Zugehörigkeit zum plattdeutschen Sprachraum zweisprachige Straßenschilder, zum Beispiel Neuer Weg und Nier Wech.
  • Das Ortsbild wird von zahlreichen Fachwerkhäusern geprägt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Ludwig von Dalwig (1725–1796), preußischer General der Kavallerie, Chef des Kürassier-Regiments Nr. 12 sowie Ritter des Pour le Mérite und des Schwarzen Adlerordens
  • Bernhard von Minnigerode (1852–1910), Reichstagsabgeordneter von 1890 bis 1893

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Silkerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
  2. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  3. Goethe-Eiche in Silkerode im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017