Silverado

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Filmdaten
Deutscher TitelSilverado
OriginaltitelSilverado
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1985
Länge127 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieLawrence Kasdan
DrehbuchLawrence Kasdan
Mark Kasdan
ProduktionLawrence Kasdan
MusikBruce Broughton
KameraJohn Bailey
SchnittCarol Littleton
Besetzung
Hauptpersonen
Familie/Freunde
Gegenspieler

Silverado ist ein US-amerikanischer Westernfilm aus dem Jahr 1985 von Lawrence Kasdan (Drehbuch, Produktion und Regie).

Mitwirkende sind unter anderem Kevin Kline, Scott Glenn, Danny Glover, Kevin Costner, John Cleese, Jeff Goldblum und Brian Dennehy.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmett ist unterwegs nach Turley, wo er sich mit seinem Bruder treffen will, um über Silverado weiter nach Kalifornien zu reisen. Während einer Rast wird er von drei Revolverhelden attackiert, doch er ist der bessere Schütze. Auf seiner Weiterreise liest er in der Wüste den bis auf die Unterwäsche ausgeraubten Paden auf und rettet ihn vor dem Verdursten. Beide reiten zusammen weiter nach Turley, wo sie Zeuge werden, wie der Schwarze Mal seiner Hautfarbe wegen aus der Stadt vertrieben wird.

Doch in Turley sitzt Jake, Emmetts Bruder, im Gefängnis und wartet auf den Strick, weil er in Notwehr, wie Jake behauptet, einen Mann erschossen hat. Emmett und Paden befreien ihn und fliehen vor dem Sheriff und seinen Männern. Als dieser sie einzuholen droht, kommt ihnen aus einem Versteck Mal zu Hilfe. Von nun an reiten die vier Männer gemeinsam – jeder von ihnen ein wahrer Meisterschütze mit zunächst unklarer Herkunft und Geschichte und jeder mit seiner eigenen kleinen Eigenheit.

Zusammen gelangen sie nach Silverado, wo der Viehzüchter und Landbesitzer McKendrick mit seinen Schergen neuen Siedlern das Leben schwer macht und auch rechtmäßige Landbesitzer mit Gewalt zu vertreiben trachtet. McKendrick nimmt das Gesetz selbst in die Hand und weiß hierbei den Sheriff Cobb und dessen Deputies, die alle ehemalige Weggefährten Padens sind, auf seiner Seite. Als Emmett und Jake in die Stadt kommen, spitzt sich die Stimmung zu, denn Emmett hat, wie sich herausstellt, vor Jahren McKendricks Vater in Notwehr erschossen, und saß dafür lange Zeit im Gefängnis. Paden hält sich zunächst aus dem Streit heraus und freundet sich mit Stella an, die den Saloon führt, der wiederum Sheriff Cobb gehört.

Als McKendrick aus Habgier Mals Vater umbringen lässt und sich aus Rachegelüsten an Emmetts Familie vergreift, eskaliert die Situation. Und als Sheriff Cobb dann Paden zu verstehen gibt, dass dieser seinen Freunden besser nicht helfen sollte, bezieht Paden Position gegen Cobb. Zusammen legen die Freunde McKendrick und seinen Schergen das Handwerk. Schließlich stellt Paden Cobb zum Duell, siegt und wird am Ende selbst Sheriff.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von Thanksgiving bis Mitte März über den Winter in insgesamt 96 Tagen gedreht. Für die Drehorte erkundete Mark Kasdan unter anderem Arizona, Neu Mexiko und Utah und entschied sich wegen des hereinbrechenden Winters für Neu Mexiko. Teile wurden auf dem Gebiet der Ghost Ranch aufgenommen, wo die Malerin Georgia O’Keeffe gerne malte. Bei Santa Fe wurde zudem eine Westernstadtkulisse errichtet. Die letzten Aufnahmen entstanden bei San Fernando Valley. Die gesamte Kulisse wurde 1999 in dem Film Wild Wild West, in dem Kevin Kline ebenfalls mitwirkte, wiederverwendet und zerstört.

Arvo Ojala war der Waffenberater und Schnellziehkünstler und bildete alle Schauspieler im Waffengebrauch aus.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US-Premiere war im Juli 1985, in Deutschland im Januar 1986. Der Film spielte eine Gesamtsumme von 32.192.570 Dollar ein[2].

Silverado lief etwa zur gleichen Zeit in den Kinos wie auch Pale Rider mit und unter der Regie von Clint Eastwood. Beide sorgten für eine Renaissance des Westernfilms.

„Eine mit viel Tempo inszenierte Komödie, die an den richtigen Stellen aber auch bierernst sein konnte und den Westernfans so ziemlich alles bot, was sie in den letzten Jahren vermisst hatten.“

Thomas Jeier: Der Western-Film[3]

„Allzu akademischer Versuch einer Wiederbelebung des Westerns. Die Geschichte eines Bruderpaares und seiner Freunde im Kampf gegen einen korrupten Sheriff wird kompliziert und langatmig vorgetragen. Darunter leiden die fesselnden Einzelschicksale wie das eines Schwarzen und seiner zur Prostituierten gewordenen Schwester und die beeindruckenden Landschaftspanoramen.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Rauscher in Filmgenres - Western / Hrsg. von Thomas Koebner. Reclam junior, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018402-9; Ss. 342-345

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmdokumentation mit The Making of Silverado (auf DVD enthalten)
  2. Gesamtsumme auf Boxofficemojo.com (abgerufen am 27. August 2010)
  3. Thomas Jeier: Der Western-Film. München: Heyne, 1987 (Heyne Filmbibliothek; 32/102) – ISBN 3-453-86104-3, S. 258
  4. Silverado. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  5. Academy Award (aufgerufen am 10. Januar 2010)