Silvy de Bie

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Silvy de Bie (2010)

Silvy de Bie (* 4. Januar 1981 in Heist-op-den-Berg, Belgien), besser bekannt als Silvy Melody oder kurz als Sil oder Silvy, ist eine belgische Sängerin, die vor allem durch die Vocal-Trance-Formation Sylver bekannt geworden ist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer Heimat war sie bereits als Kind ein bekannter Star. Mit 9 Jahren begann sie mit ihrer Musikkarriere in der belgischen TV-Show De Kinderacademie. Unter ihrem Künstlernamen „Silvy Melody“ wurden mehrere Singles veröffentlicht. Da das belgische Gesetz jedoch die Arbeit für Kinder unter 16 Jahren verbietet, wurde der Karriere vorerst ein Ende gesetzt. Silvy arbeitete unter anderem als Model und sang bei einigen Anlässen. Ein erfolgreicher neuer Start als Sängerin schlug 1998 fehl: die Single Find Me An Angel der Girlgroup Lace mit ihr als Leadsängerin floppte auf ganzer Linie. Das Projekt Lace wurde eingestellt.

Weltweite Erfolge mit Sylver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Durchbruch erlangte sie im Jahr 2000, als sie in einem belgischen Club vom DJ und Produzenten Wout van Dessel angesprochen wurde. Seither arbeiten beide zusammen. Das Duo nannte sich anfangs Liquid featuring Silvy. Mit der Debüt-Single Turn The Tide schafften sie 2000 den Einstieg auf Platz 1 der belgischen Charts. Ein Jahr später starteten sie als Sylver auch im Rest Europas durch. In Deutschland hielt sich Turn The Tide wochenlang in den Top 10 auf und erlangte Platz 2. Auch die folgenden Songs und das Album Chances erreichten hohe Chartplatzierungen und wurden mit Gold ausgezeichnet.[1] Auf Chances folgten das Album Little Things mit der Top 10-Single Livin' My Life, sowie die Alben Nighttime Calls (2005) und Crossroads (2006). Mit dem Album Sacrifice (2009) und der ausgekoppelten Single Foreign Affair feierten sie in Belgien die größten Erfolge seit ihrem Debüt.[2] Am 20. Februar 2013 gab De Bie ihren Abschied von Sylver bekannt.

Nebenprojekte und Solo-Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Erfolgen mit Sylver startete Silvy auch solo durch. 2001 arbeitete sie mit MNC zusammen, mit denen sie den Eurythmics-Klassiker Sweet Dreams neu aufnahm. Weiterhin veröffentlichte sie mit der belgischen Dance-Formation Milk Inc. (mit dessen Sängerin Linda Mertens sie auch befreundet ist) 2004 den Track I Don’t Care, der einige Wochen lang in den belgischen Top 10 stand. 2007 erschien in Belgien das Lied Time zusammen mit 4 Clubbers. Unter dem Künstlernamen Sil veröffentlichte sie am 17. August 2009 ihre erste Solo-Single mit dem Titel Love Don’t Come Easy.[3]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. April 2006 heiratete de Bie ihren marokkanischen Verlobten Khalid Boujida, den sie fünf Jahre vorher in einer Diskothek kennengelernt hatte. Im März 2007 wurde offiziell bestätigt, dass die beiden ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Am 7. November 2007 brachte Silvy eine Tochter zur Welt: Noor (arabisch, übersetzt bedeutet es „das Licht“).[4] Im Juni 2008 wurde öffentlich, dass sich das Ehepaar scheiden lässt.[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit Sylver entstandenen Singles und Alben sind nicht aufgeführt.

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[6] Anmerkungen
FlandernFlandern BEF
1991 10
300!
als Silvy Melody
Erstveröffentlichung: 1991
2018 Baby Bird
5
(… Wo.)
als Silvy
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2018

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[7] Anmerkungen
FlandernFlandern BEF
1990 Ben, waarom bekijk je mij niet meer?
22
(7 Wo.)
als Silvy Melody
Original: Ben von Michael Jackson (1972)
Waar ben je nu
32
(5 Wo.)
als Silvy Melody
De telefoon huilt mee
16
(8 Wo.)
als Silvy Melody; mit Danny Fabry; Original: Le téléphone pleure von Claude François
Hela Sascha
300!
als Silvy Melody
1991 Alle dagen dansen
300!
als Silvy Melody
Nummer één
20
(8 Wo.)
als Silvy Melody
Original: Sofie (1983)
Hey, hey Sprinklie
300!
als Silvy Melody
mit The Sprinklie-Band
1992 Liefde is …
300!
als Silvy Melody
1993 Daar zijn vrienden voor
300!
als Silvy Melody
mit Patrick Van Assche
Hij is zo lief
300!
als Silvy Melody
Original: Everlasting love von The Love Affair (1967)
1994 Wie is zij
300!
als Silvy Melody
1998 Find Me An Angel
300!
als Leadsängerin von Lace
2001 Sweet Dreams
18
(11 Wo.)
mit M'n'C.; Original: Eurythmics (1983)
2004 I Don’t Care
3
(18 Wo.)
mit Milk Inc.
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2004
2007 Time
300!
mit 4 Clubbers
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2007
2009 Love Don’t Come Easy
19
(8 Wo.)
erste Solo-Single unter dem Künstlernamen Sil
Erstveröffentlichung BE: 17. August 2009
2011 Selfish
13 (Ultratip)
als Sil
Erstveröffentlichung BE: 11. Februar 2011
2012 Without You
44
(3 Wo.)
als Sil; mit David Latour
Erstveröffentlichung BE: 4. März 2012
You Raise Me Up
300!
Original: Secret Garden (2001); aus dem belgischen Musical „Peter Pan - The Never Ending Story“; Erstveröffentlichung BE: 27. November 2012
2013 Straight Up
66 (Ultratip)
als Sil; Original: Paula Abdul (1988)
Erstveröffentlichung: 15. Juli 2013
2014 What’s the Time in Tokyo?
26
(3 Wo.)
als Sil; gesungen am 2. März 2014 im 2. Halbfinale des belgischen Vorentscheids zum ESC 2014; Erstveröffentlichung: 3. März 2014 (iTunes)
Broken Smile
24 (Ultratip)
als Sil; mit Udo Mechels
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2014
2018 In and Out of Love (Live)
46
(1 Wo.)
Original: Armin van Buuren (2008)
Erstveröffentlichung: 30. April 2018
Red
7 (Ultratip)
als Silvy
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2018

Weitere Singles

  • 2018: Declaration Of Love (Live)
  • 2018: Dear Dad (Live)
  • 2018: Hopelessly Devoted To You (Live)
  • 2018: Not An Addict (Live)
  • 2018: Faith Hope And Love (Live)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. musikindustrie.de
  2. ultratop.be
  3. hitparade.ch
  4. Sylver zangeres bevallen van dochter. Musicitems.be, 9. November 2007; abgerufen 16. März 2008
  5. Silvy gaat al scheiden. Showbizzsite.be, 18. Juni 2008. Sylvie ‚Melody‘ De Bie gaat na twee jaar huwelijk al scheiden. Gazet van Antwerpen, 18. Juni 2008; abgerufen 28. Juni 2008
  6. Chartquellen Alben: Charts BE
  7. Chartquellen Singles: Charts BE