Simon Phillips

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Simon Phillips (2007)

Simon Phillips (* 6. Februar 1957 in London, England) ist ein britischer Schlagzeuger, der sich musikalisch im Fusion-, Rock- und Popmusik-Genre etabliert hat. Bekannt geworden ist er vor allem als Mitglied der Band Toto. Phillips ist ebenso als Studiomusiker tätig. Zu seinen Referenzen zählen Asia, Jeff Beck, Peter Gabriel, Mick Jagger, Judas Priest, Gary Moore, Mike Oldfield, Joe Satriani und The Who.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von drei Jahren lernte er durch seinen Vater Sid Phillips das Schlagzeug kennen und mit sechs Jahren bekam er sein erstes eigenes Drum-Set. Zwei Jahre später spielte er erstmals in der Band seines Vaters. 1972 schaffte er als Musiker beim Musical „Jesus Christ Superstar“ den Durchbruch und arbeitete daraufhin als Session-Musiker in Großbritannien und den USA. 1977 spielte er für die Heavy-Metal-Band Judas Priest auf deren Album Sin After Sin. Er gehörte u. a. zum britischen Bandprojekt Ph.D., dessen erfolgreichste Single I Won’t Let You Down nach ihrem Erscheinen Ende 1981 auch deutschlandweit im Radio lief und sich Anfang 1982 in den deutschen Top 20 platzieren konnte.

Einem größeren Publikum wurde er insbesondere als Schlagzeuger von Mike Oldfield auf diversen Veröffentlichungen bekannt, u. a. auf dessen Alben Crises (1983) und Discovery (1984), die er mit Oldfield gemeinsam produzierte und den er auch auf den folgenden Welttourneen begleitete.

1987 war Simon Phillips Mitglied von Pete Yorks erstem Super Drumming-Projekt. 1988 startete er mit der Veröffentlichung des Albums Protocol zudem eine Solokarriere im Bereich Jazz-Rock, in deren Verlauf ihn seither unter anderen der Gitarrist Ray Russell (Musiker), der Bassist Anthony Jackson und der Pianist Jeff Babko begleitet haben.

Phillips tourte 1990 mit Jeff Baxter (Steely Dan, Doobie Brothers), John Entwistle (The Who), Joe Walsh (Eagles) und Keith Emerson (Emerson, Lake and Palmer) unter dem Bandnamen The Best durch Hawaii und Japan. Ein Album dieser Besetzung kam nicht zustande.

1991 beschloss Phillips, England zu verlassen und nach Los Angeles (USA) umzuziehen. Vom Entschluss bis zur Umsetzung vergingen einige Monate. Im August 1992, nur wenige Tage nach dem Tod von Toto-Schlagzeuger Jeff Porcaro, erhielt Simon Phillips (noch immer in England wohnend) einen Anruf von Steve Lukather, dem Gitarristen von Toto. Lukather fragte ihn, ob er es sich vorstellen könne, mit Toto auf Welttournee zu gehen. Phillips brach sämtliche Studioarbeiten ab, beschleunigte seinen geplanten Umzug nach Amerika, und verließ England am 31. August 1992 mit dem Ziel L.A., wo am nächsten Tag die Proben für die Tournee von Toto begannen. Nach der Tournee baten Toto ihn, ein ständiges Mitglied der Band zu werden. Phillips willigte ein und begann kurz darauf, mit der Band deren neues Album einzuspielen. Neben dem Album Tambu aus dem Jahr 1995, spielte er auf sechs weiteren Alben mit der Band zusammen. 2014 trennte sich Simon Phillips zu Gunsten seiner eigenen Solokarriere in einem freundschaftlichen Verhältnis von Toto.[1]

Aktuell (2016) ist er mit der japanischen Jazz Pianistin Hiromi Uehara und dem Bassisten Anthony Jackson auf Welttournee.

Phillips wurde in seiner Karriere auch immer wieder als Produzent tätig. In seiner Karriere hat Phillips bei vielen Bands und Interpreten auf Studio-Aufnahmen oder Konzerten mitgearbeitet, unter anderem für Asia, Jeff Beck, Camel, The Corrs, Stanley Clarke, Peter Gabriel, Duncan Browne, Peter Richter, France Gall, Gordon Giltrap, Mick Jagger, Steve Lukather, Judas Priest, Madness, Michael Schenker Group, Gary Moore, Mr. Big, Gianna Nannini, Nazareth, Julia „Jule“ Neigel, Mike Oldfield, Robert Palmer, Mike Rutherford, Joe Satriani, Tears For Fears, Pete Townshend, Bonnie Tyler, Whitesnake, The Who, Nik Kershaw und Gary Boyle.

Er spielt ein Doublebass-Schlagzeug aus der „Starclassic Bubinga“ Serie von TAMA mit Schlagzeugfellen von Remo, Zildjian-Becken und Simon Phillips Signature Sticks von Pro Mark.

Equipment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simon Phillips spielt seit 2013 ein Tama “Monarch” Signature Star Classic series Drum Kit

Trommeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2x 24” x 15” SMB 2415 Bass Drums
  • 1x 20” x 14” SMG20R Gong Drum
  • 1x 18” x 14” SMT184 Floor Tom Tom
  • 1x 16” x 13” SMT1613 Tom Tom`
  • 1x 15” x 12” SMT1512 Tom Tom
  • 1x 14” x 11” SMT1411 Tom Tom
  • 1x 13” x 10” SMT1310 Tom Tom`
  • 1x 12” x 9” SMT1209 Tom Tom
  • 1x 10” x 7” SMT1007 Tom Tom
  • 1x 14" x 6.5" Snare Drum
  • 1x 12" x 5.5” SP125 Snare Drum
  • 1x 10" x 5.5” MT1055 Snare Drum
  • 1x Lo Pitch Set 7850N4L Octobans

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2x HP900RSIron Cobra Bass Drum Pedals
  • 1x HH905NLLeverglide Hi Hat Pedal (no legs)
  • 1x HS100WStar Snare Drum Stand
  • 1x HS80PWRoadpro Snare Drum Stand
  • 2x HC72BWNRoadpro Straight Cynbal Stands
  • 4x HC73BWNRoadpro Boom Cymbal Stands
  • 1x HT730Ergo Rider Trio Drum Throne
  • 1x CA45ENLong Cymbal Holder
  • 2x MC61Multi Clamps
  • 1x SP CustomGong Drum Stand
  • 1x SP CustomOctoban Stand

Felle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ambassador Clear on Toms, Bass Drums and Octobans
  • Ambassador Coated on Snare Drums
  • Timpani Clear on Gong Drum

Becken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Meistens Spezialanfertigungen)

  • 24” Avedis Zildjian Swish Knocker
  • 22” Armand Zildjian Ride Cymbal
  • 14” Armand Zildjian Hi-Hat Cymbals
  • 12” Armand Zildjian Splash Cymbal
  • 19” Armand Zildjian Crash Cymbal
  • 18” Armand Zildjian Crash Cymbal
  • 17” Armand Zildjian Crash Cymbal

Mikrofone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shure Beta 52 (Bassdrums, Gong Bassdrum)
  • Shure Beta 56/SM 57 (Snares, Octobans)
  • Shure KSM 137 Kondensatormikrofon (Toms, Live)
  • Shure SM 27 Kondensatormikrofon (Toms, Studio)

Sticks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ProMark Simon Phillips Drum Sticks TX 707W

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simon Phillips in Frankfurt/M. 2006 beim Schlagzeugsolo
  • 1988: Protocol
  • 1992: Force Majeure
  • 1995: Symbiosis (DE: Gold im Jazz-Award)[2]
  • 1997: Another Lifetime
  • 1999: Out Of the Blue
  • 2000: Vantage Point – mit Jeff Babko
  • 2011: 21 Spices – mit Trilok Gurtu und der NDR Bigband
  • 2013: Protocol II
  • 2014: Intelligent Music Project II - My Kind O' Lovin'
  • 2015: Protocol III
  • 2015: Intelligent Music Project III - Touching the Divine

mit Toto

  • 1993: Absolutely Live
  • 1995: Tambu
  • 1998: TOTO XX: 1977-1997
  • 1999: Mindfields
  • 1999: Livefields
  • 2002: Through the Looking Glass
  • 2003: Live in Amsterdam (25th Anniversary)
  • 2006: Falling in Between
  • 2008: Falling in Between Live

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Simon Phillips – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.totoofficial.com/news/199103
  2. Gold-/Platin-Datenbank des Bundesverbandes Musikindustrie, Abruf vom 26. Juni 2016