Sina Trinkwalder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sina Marie Trinkwalder (geb. Riefle, * 28. Januar 1978) ist eine deutsche Unternehmerin, die für ihr Engagement als Sozialunternehmerin bei der von ihr gegründeten ökosozialen Textilfirma manomama mehrfach ausgezeichnet wurde.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trinkwalder zog früh von zu Hause aus[3] und studierte Politik und Betriebswirtschaft an der LMU München. Nach dem Abbruch des Studiums gründete sie mit ihrem Mann Stefan Trinkwalder im Alter von 21 Jahren eine Werbeagentur und ist dort gemeinsam mit ihm Geschäftsführerin.[4] 2010, nach der Geburt ihres Sohnes,[5] gründete sie in Augsburg die ökosoziale Textilfirma manomama, in der sie hauptsächlich auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen beschäftigt.[6] Sie fertigen auch Stofftaschen für dm-drogerie markt, real und Edeka.[7]

Als Vertreterin eines nachhaltigen Unternehmertums hatte sie Auftritte in den Talkshows von Anne Will,[8] Maybrit Illner,[9] Günther Jauch[10] und Erwin Pelzig.[11] Im Januar 2014 war sie als Protagonistin der vierteiligen RTL-Dokusoap Made in Germany – Wir können's selbst am besten zu sehen.[12]

Bei der Preisverleihung des Vorbildpreises in Bayreuth 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sina Trinkwalder:

„Werdet Denker mit Herz und Verstand, denn das gibt es in der menschenentkoppelten Ökonomie nicht mehr.[13]

Dieser Satz wurde von Trinkwalder in ihrer Rede nach Erhalt des Vorbildpreises der Bayreuther Dialoge, einer Initiative von Studenten der Universität Bayreuth, ausgesprochen. Dem ging ein kleines Spektakel im Saal voraus:

Die Preisgekrönte forderte während ihrer Rede die zuhörenden Studenten auf, aufzustehen. Danach sollten „die Männer und Frauen ihre Hände auf Nacken, Bauch und Rücken legen. Provozierend fragte die 38-Jährige dann: ‚Warum macht ihr eigentlich jeden Scheiß, den man euch vorsagt?‘ Befreiendes, auch etwas beschämtes Lachen folgte. ‚Weil einer vor euch steht und euch sagt, was ihr zu tun habt. Geht raus und denkt selbst.‘“ Danach folgte der oben zitierte Satz.[14]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen. Wie ich die Wirtschaft auf den Kopf stelle. 1. Auflage. Droemer, München 2013, ISBN 978-3-426-27615-0.
  • Sina Trinkwalder: Fairarscht. Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen. 1. Auflage. Knaur, München 2016, ISBN 978-3-426-78794-6.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rundfunkberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Peter Sprinkart, Franz-Theo Gottwald, Klaus Sailer: Fair Business: Wie Social Entrepreneurs die Zukunft gestalten. Walhalla Fachverlag, 2014, ISBN 978-3-8029-0120-1.
  • Michaela Bürger: Champions League für Manager – Erfolg durch Vielfalt: Starke Teams durch Diversity-Management. Ein Trainerleitfaden. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-658-04851-8 (S. 88 f.)
  • Anette Suzanne Fintz: Leading by Meaning. Springer-Verlag, ISBN 978-3-662-44073-5, S. 143 ff.
  • Ilona Orthwein: Crowdfunding: Grundlagen und Strategien für Kapitalsuchende und Geldgeber. Igel Verlag RWS, 2014, ISBN 978-3-95485-102-7, S. 46.
  • Tamar Weinberg: Social Media Marketing. O'Reilly Germany, 2014, ISBN 978-3-95561-789-9, S. 192.
  • Lilo Solcher: Augsburg - ein starkes Stück Schwaben. 66 Lieblingsplätze und 11 Köpfe. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2013, ISBN 978-3-8392-4257-5, S. 53.
  • Jens Brehl: Herzensfolger - Sich treu bleiben im Beruf: Zwischen ökonomischem Zwang und dem Traum vom Gemeinwoh. Pomaska-Brand Verlag 2015, ISBN 978-3-943304-32-9, S. 107 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sina Trinkwalder wird „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2011“. nachhaltigkeitsrat.de, abgerufen am 26. Mai 2013.
  2. a b Bayern Landtag: Bürgerkulturpreis 2011. Bayerischer Landtag, 11. November 2011, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  3. Georg Cadeggianini: Modelabel manomama: "Hier ist man was wert". In: Brigitte. 16/2013.
  4. Impressum der Agentur dplusc neue medien GmbH. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  5. Annette Jensen: Schreck der Wirtschaftsbosse. In: taz. 6. Juli 2014.
  6. Julia Graven: Hoffnungslose Fälle, dringend gesucht. In: spiegel.de. 21. August 2012, abgerufen am 26. Mai 2013.
  7. a b Sina Trinkwalder erhält Bundesverdienstkreuz. In: Radio Augsburg. 11. September 2015.
  8. Tim Slagman: "Wir haben keine Altersarmut in diesem Land". In: welt.de. 25. April 2013, abgerufen am 26. Mai 2013.
  9. Nicole Prestle: Geschäftsfrau Sina Trinkwalder: Ich bin wie der FC Bayern. In: Augsburger Allgemeine. 14. Oktober 2013.
  10. Unsere Gäste. Sina Trinkwalder, Unternehmerin. Abgerufen am 26. Mai 2013.
  11. Pelzig hält sich, 15. Oktober 2013.
  12. Anja Rützel: Neue RTL-Doku-Serie "Made in Germany": Im Schlüpfer liegt die Hoffnung. Spiegel Online, 6. Januar 2014, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  13. Artikel von Susanne Will in: Nordbayerischer Kurier vom 31. Oktober 2016, S. 9.
  14. Nordbayerischer Kurier, 31. 10. 2016, S. 9.
  15. Laudation zur Verleihung des Barbara-Künkelin-Preises 2014
  16. Sina Trinkwalder erhält den Barbara-Künkelin-Preis 2014. In: stuttgarter-zeitung.de. Abgerufen am 27. März 2014.
  17. Die Nominierten 2015.
  18. evangelisch.de.
  19. Sina Trinkwalder führt ihr Textilunternehmen ungewöhnlich. auf: augsburger-allgemeine.de, 28. Oktober 2015.
  20. „Alter Falter“: Bundesverdienstmedaille für Sina Trinkwalder. In: StadtZeitung. 11. September 2015.
  21. Zeitungsbericht von Susanne Will über die Preisverleihung, in: Nordbayerischer Kurier, 31. 10. 2016, S. 9.