Sindelbach (Jagst)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sindelbach
Der Sindelbach zwischen Altdorf und Marlach

Der Sindelbach zwischen Altdorf und Marlach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238838
Lage Kocher-Jagst-Ebenen

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Jagst → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle zwischen Ingelfingen-Weldingsfelden und -Hermuthausen in der Breite
49° 19′ 6″ N, 9° 43′ 59″ O
Quellhöhe 422 m ü. NN[2]
Mündung neben der Marlacher Brücke über sie in die JagstKoordinaten: 49° 21′ 39″ N, 9° 35′ 45″ O
49° 21′ 39″ N, 9° 35′ 45″ O
Mündungshöhe ca. 217 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 205 m
Sohlgefälle ca. 15 ‰
Länge 13,7 km[3]
Einzugsgebiet 26,395 km²[3]
Abfluss MQ
250 l/s

Der Sindelbach ist ein kleiner Fluss im Nordosten Baden-Württembergs und mündet beim Dorf Marlach in der Gemeinde Schöntal im Hohenlohekreis von links in die Jagst. Er zwischen 13 und 14 km lang und damit deren längster linker Nebenfluss.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sindelbach entsteht zwischen den Ingelfinger Stadtteilen Weldingsfelden und Hermuthausen im Feldgewann Breite als Feldweggraben. Dieser längere linke Quellast fällt oft trocken, ein kürzerer rechter, der weniger weit östlich von Stachenhausen am Forst Fehlenweiler entspringt, führt beständiger Wasser. Der Bach fließt in westnordwestliche Richtung am Weldingsfeldener Weiler Eschenhof vorbei und dann durch mehrere Stadtteile von Ingelfingen, nämlich Stachenhausen, wo er sich mit dem rechten Quellast vereint, Dörrenzimmern und Eberstal. Ab dem Zulauf des Einfangbachs in Sindeldorf, einem Ortsteil von Schöntal, läuft er für anderthalb Kilometer bis zur Einmündung des unbeständigen Katzenbrünnles nach Norden, auf den letzten anderthalb danach in alter Richtung durch Marlach, wo er von links in die Jagst mündet.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bachbrunnen (rechts), 1,3 km
  • Hungerklinge (links), 0,7 km
  • Himmelsklinge (rechts), 0,6 km
  • Tadle (rechts), 0,8 km
  • Bach aus dem Krautheimer Tal (rechts), 0,9 km
  • Bach aus dem Wörmer Tal (rechts), 0,6 km
  • Einfangbach (links), 1,0 km
  • Katzenbrünnle (rechts), 2,0 km

Daten und Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Quelle bis nach Stachenhausen sowie innerhalb der Ortschaften ist der Sindelbach begradigt. Außerorts fließt er die meiste Zeit in seinem natürlichen Flussbett, dessen Ufer durchwegs eine vielfältige Vegetation begleitet. Das Einzugsgebiet umfasst 25,6 km², am Pegel Marlach fließen im Mittel (1980–1996) 0,25 m³/s ab.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Sindelbachtal zwischen Stachenhausen und Marlach führt die Kreisstraße K 2381, die in Marlach in die Jagsttalstraße (L 1025) mündet. Stachenhausen liegt auch an der L 515 nach Krautheim und der Bundesstraße 19 zwischen Dörzbach und Künzelsau. Die übrigen Orte im Tal werden durch weitere Kreisstraßen erschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolf-Dieter Sick: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 162 Rothenburg o. d. Tauber. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 4,7 MB)
  2. a b Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer.
  3. a b Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]