Singapurische Fußballnationalmannschaft

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Singapur
Logo Football Association of Singapore
Spitzname(n) The Lions
Verband Football Association of Singapore
Konföderation AFC
Trainer V. Sundram Moorthy
Rekordtorschütze Fandi Ahmad (52)
Rekordspieler Shahril Ishak (130)
FIFA-Code SIN
FIFA-Rang 158. (175 Punkte)
(Stand: 14. Juli 2016)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Singapur 1946Singapur Singapur 2:3 Südkorea Korea SudSüdkorea
(Singapur; 11. April 1953)
Höchster Sieg
SingapurSingapur Singapur 11:0 Laos LaosLaos
(Singapur; 15. Januar 2007)
Höchste Niederlage
Birma 1948Birma Birma 9:0 Singapur SingapurSingapur
(Kuala Lumpur, Malaysia; 9. November 1969)
Erfolge bei Turnieren
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 1984)
Beste Ergebnisse Vorrunde 1984
(Stand: 11. Juni 2015)

Die singapurische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des südostasiatischen Stadtstaates Singapur.

Singapur ist es bisher noch nicht gelungen, sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Für die Fußball-Asienmeisterschaft 1984 war man als Gastgeber automatisch qualifiziert. Nach einem 2:0-Sieg gegen Indien, einem 1:1-Unentschieden gegen den Iran sowie Niederlagen gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (0:1) und China (0:2) schied man aber bereits nach der Vorrunde aus. Die Südostasienmeisterschaft (AFF Suzuki Cup, vormals Tiger Cup) konnte Singapur in den Jahren 1998, 2004, 2007 und 2012 gewinnen, womit man Rekordsieger des Turniers ist. Gemessen an der FIFA-Weltrangliste ist Singapur nach Vietnam, Thailand und den Philippinen die viertbeste südostasiatische Nationalmannschaft, wobei die beiden Finalspiele des AFF Suzuki Cups 2012 gegen Thailand in der letzten Berechnung noch nicht mit einbezogen wurden.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asienmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956 - nicht teilgenommen
  • 1960 - nicht qualifiziert
  • 1964 - nicht teilgenommen
  • 1968 - nicht qualifiziert
  • 1972 - nicht teilgenommen
  • 1976 bis 1980 - nicht qualifiziert
  • 1984 - Vorrunde
  • 1988 - nicht teilgenommen
  • 1992 bis 2015 - nicht qualifiziert

Südostasienmeisterschaft (AFF Suzuki Cup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 - Vorrunde
  • 1998 - Südostasienmeister
  • 2000 - Vorrunde
  • 2002 - Vorrunde
  • 2004 - Südostasienmeister
  • 2007 - Südostasienmeister
  • 2008 - Halbfinale
  • 2010 - Vorrunde
  • 2012 - Südostasienmeister
  • 2014 - Vorrunde

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1892–1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1892 wurde der Fußballverband Singapurs offiziell als Gesellschaft registriert. Singapur hat den allerersten HMS Malaysia Cup in 1921 als einer der sechs teilnehmenden Mannschaften gewonnen. In diesem Pokalturnier nahm nicht die wirkliche Nationalmannschaft teil, denn es gab in dieser Mannschaft auch ausländische Spieler. Diese Mannschaft wurde trotzdem von der Mehrheit der Singapurer als die Nationalmannschaft anerkannt und konsequent stark verfolgt. Bis 1941 hatten sie entweder den Pokal gewonnen oder sind ins Endspiel gekommen, den Turnier wurde aber in diesem Jahr wegen des Zweiten Weltkrieges unterbrochen.

Singapur hat insgesamt 24-mal den Malaysiapokal gewonnen und sind dazu zweimaliger Meister der malaysischen Liga.[2] Singapur wurde zuletzt 1994 als Meister der Liga und des Pokals gekrönt, aber traten wegen eines Streits über den Anteil des Zuschauereinkommens mit der Football Association of Malaysia zurück und haben seitdem nicht mehr in beiden Wettbewerben teilgenommen. Nach zwei Jahren wurde die erste professionelle Liga in Singapur, die S. League, gegründet, und der Schwerpunkt wurde dann eher auf die echte Nationalmannschaft gelegt. [3]

1995–1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singapur gewann 1995 die Bronzemedaille in den Südostasiatischen Spielen nach einem 0:1-Niederlage in den Halbfinals gegen Thailand. Im ersten Südostasiatischen Fußballmeisterschaften 1996 war Singapur als Gastgeber nach der Vorrunde ausgeschieden.[4]

1997 erreichte die Nationalmannschaft wieder die Halbfinals der Südostasiatischen Spiele, wurde aber von Indonesien 2:1 geschlagen. Singapur verlor dann auch gegen Vietnam 1:0 und erreichte damit den vierten Platz.[5]

In den Spielen des Tiger Cups 1998 überstand Singapur mit Siegen über die Philippinen und Malaysia durch die Vorrunde. Singapur schlug Indonesien in den Halbfinals 2:1 und war im Endspiel gegen Gastgeber Vietnam mit einem Endergebnis von 1:0 erfolgreich. Damit holte der damalige Cheftrainer Barry Whitbread den ersten internationalen Titel nach Singapur.[6]

2000–2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan B. Poulsen, der während der Fußball-WM 1998 ein Teil des dänischen Managementteams war, wurde 1999 als Technical Director des Football Association of Singapore ernannt. Cheftrainer zu dieser Zeit war Vincent Subramaniam, aber nach dem Ausscheiden in der Vorrunde wurde Vincent durch Poulsen 2001 ersetzt.

2002 fand der Tiger Cup wieder in Singapur statt, aber nach einer 4:0-Niederlage gegen den Nachbarn Malaysia reichte ein 2:1-Sieg gegen Laos und ein 1:1-Unentschieden gegen Thailand nicht, die Vorrunde zu überstehen und Poulsen verlor deswegen seinen Job als Trainer.[7]

2003–2004 (Tiger Cup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radojko Avramovic hat seit 2003 die Stelle als Nationaltrainer übernommen.[8] Mit seiner Begleitung begann Singapur den Tiger Cup 2004 als Außenseiter, kam aber mit einem 1:1-Remis gegen Gastgeber Vietnam, ein weiteres Unentschieden gegen Indonesien, und Siegen gegen Kambodscha und Laos doch durch die Vorrunde.

In den Halbfinals trafen sich Singapur und Myanmar. Singapur gewann das Hinspiel in Myanmar 4:3 und erreichte das Endspiel mit einem 4:2-Heimsieg im Rückspiel, allerdings erst nach der Verlängerung. Drei myanmarische Spieler bekamen Platzverweise. Im Finale gegen Indonesien gelang Singapur ein 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel vor über 110.000 Zuschauern in der indonesischen Hauptstadt Jakarta und holte sich mit einem 2:1-Erfolg in Singapur vor 59.000 Zuschauer seinen zweiten internationalen Titel.[9].

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Shahril Ishak 132 (129) 14 Mittelfeld 2003 –
02. Daniel Bennett 129 (128) 07 Abwehr 2002 – 2013
03. Baihakki Khaizan 124 (117) 3 Abwehr 2003 –
04. Aide Iskandar 121 0 Abwehr 1995 – 2007
05. Shunmugham Subramani 115 0 Abwehr 1996 – 2007
06. Indra Sahdan Bin Daud 114 30 Angriff 1997 – 2013
07. Mohd Khairul Amri 105 (101) 30 Angriff 2004 –
08. Fandi Ahmad 101 55 Mittelfeld 1985 – 1997
09. Nazri Nasir 100 12 Angriff 1990 – 2004

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Fandi Ahmad 55 101 0,54 1985 – 1997
02. Noh Alam Shah 34 84 0,40 1999 – 2010
03. Indra Sahdan Bin Daud 30 114 0,26 1997 – 2013
04. Mohd Khairul Amri 30 105 (101) 0,29 2004 –
05. Aleksandar Đurić 27 58 0,47 2007 – 2012

Quelle: Singapore - Record International Players (Stand: 29. Dezember 2015), Zahlen in Klammern gemäß FIFA-Zählung: FACT Sheet FIFA Century Club

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Singapurische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 14. Juli 2016. Abgerufen am 14. Juli 2016
  2. [1]
  3. [2]
  4. [3]
  5. [4]
  6. [5]
  7. [6]
  8. [7]
  9. Singapur in Südostasien an der Spitze. Abgerufen am 21. August 2011.