Singapurische Fußballnationalmannschaft

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Singapur
Logo Football Association of Singapore
Spitzname(n) The Lions
Verband Football Association of Singapore
Konföderation AFC
Trainer SingapurSingapur Fandi Ahmad (interim)
Rekordtorschütze Fandi Ahmad (55)
Rekordspieler Daniel Bennett (145[1])
FIFA-Code SIN
FIFA-Rang 166. (982 Punkte)
(Stand: 20. September 2018)[2]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Singapur 1946Singapur Singapur 2:3 Südkorea Korea SudSüdkorea
(Singapur; 11. April 1953)
Höchster Sieg
SingapurSingapur Singapur 11:0 Laos LaosLaos
(Singapur; 15. Januar 2007)
Höchste Niederlage
Birma 1948Birma Birma 9:0 Singapur SingapurSingapur
(Kuala Lumpur, Malaysia; 9. November 1969)
Erfolge bei Turnieren
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 1984)
Beste Ergebnisse Vorrunde 1984
(Stand: 11. September 2018)

Die singapurische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des südostasiatischen Stadtstaates Singapur.

Singapur ist es bisher noch nicht gelungen, sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Für die Fußball-Asienmeisterschaft 1984 war man als Gastgeber automatisch qualifiziert. Nach einem 2:0-Sieg gegen Indien, einem 1:1-Unentschieden gegen den Iran sowie Niederlagen gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (0:1) und China (0:2) schied man aber bereits nach der Vorrunde aus. Die Südostasienmeisterschaft (AFF Suzuki Cup, vormals Tiger Cup) konnte Singapur in den Jahren 1998, 2004, 2007 und 2012 gewinnen. Gemessen an der FIFA-Weltrangliste ist Singapur nach Vietnam, Thailand und den Philippinen die viertbeste südostasiatische Nationalmannschaft.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asienmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956: nicht teilgenommen
  • 1960: nicht qualifiziert
  • 1964: nicht teilgenommen
  • 1968: nicht qualifiziert
  • 1972: nicht teilgenommen
  • 1976 bis 1980: nicht qualifiziert
  • 1984: Vorrunde
  • 1988: nicht teilgenommen
  • 1992 bis 2019: nicht qualifiziert

Südostasienmeisterschaft (AFF Suzuki Cup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996Vorrunde
  • 1998Südostasienmeister
  • 2000Vorrunde
  • 2002Vorrunde
  • 2004Südostasienmeister
  • 2007Südostasienmeister
  • 2008Halbfinale
  • 2010Vorrunde
  • 2012Südostasienmeister
  • 2014Vorrunde
  • 2016Vorrunde

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1892–1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1892 wurde der Fußballverband Singapurs offiziell als Gesellschaft registriert. Singapur hat den allerersten HMS Malaysia Cup in 1921 als einer der sechs teilnehmenden Mannschaften gewonnen. In diesem Pokalturnier nahm nicht die wirkliche Nationalmannschaft teil, denn es gab in dieser Mannschaft auch ausländische Spieler. Diese Mannschaft wurde trotzdem von der Mehrheit der Singapurer als die Nationalmannschaft anerkannt und konsequent stark verfolgt. Bis 1941 hatten sie entweder den Pokal gewonnen oder sind ins Endspiel gekommen, das Turnier wurde aber in diesem Jahr wegen des Zweiten Weltkrieges unterbrochen.

Singapur hat insgesamt 24-mal den Malaysiapokal gewonnen und sind dazu zweimaliger Meister der malaysischen Liga.[3] Singapur wurde zuletzt 1994 als Meister der Liga und des Pokals gekrönt, aber traten wegen eines Streits über den Anteil des Zuschauereinkommens mit der Football Association of Malaysia zurück und haben seitdem nicht mehr in beiden Wettbewerben teilgenommen. Nach zwei Jahren wurde die erste professionelle Liga in Singapur, die S. League, gegründet, und der Schwerpunkt wurde dann eher auf die echte Nationalmannschaft gelegt. [4]

1995–1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singapur gewann 1995 die Bronzemedaille in den Südostasiatischen Spielen nach einem 0:1-Niederlage in den Halbfinals gegen Thailand. Im ersten Südostasiatischen Fußballmeisterschaften 1996 war Singapur als Gastgeber nach der Vorrunde ausgeschieden.[5]

1997 erreichte die Nationalmannschaft wieder die Halbfinals der Südostasiatischen Spiele, wurde aber von Indonesien 2:1 geschlagen. Singapur verlor dann auch gegen Vietnam 1:0 und erreichte damit den vierten Platz.[6]

In den Spielen des Tiger Cups 1998 überstand Singapur mit Siegen über die Philippinen und Malaysia durch die Vorrunde. Singapur schlug Indonesien in den Halbfinals 2:1 und war im Endspiel gegen Gastgeber Vietnam mit einem Endergebnis von 1:0 erfolgreich. Damit holte der damalige Cheftrainer Barry Whitbread den ersten internationalen Titel nach Singapur.[7]

2000–2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan B. Poulsen, der während der Fußball-WM 1998 ein Teil des dänischen Managementteams war, wurde 1999 als Technical Director des Football Association of Singapore ernannt. Cheftrainer zu dieser Zeit war Vincent Subramaniam, aber nach dem Ausscheiden in der Vorrunde wurde Vincent durch Poulsen 2001 ersetzt.

2002 fand der Tiger Cup wieder in Singapur statt, aber nach einer 4:0-Niederlage gegen den Nachbarn Malaysia reichte ein 2:1-Sieg gegen Laos und ein 1:1-Unentschieden gegen Thailand nicht, die Vorrunde zu überstehen und Poulsen verlor deswegen seinen Job als Trainer.[8]

2003–2004 (Tiger Cup)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radojko Avramovic hat seit 2003 die Stelle als Nationaltrainer übernommen.[9] Mit seiner Begleitung begann Singapur den Tiger Cup 2004 als Außenseiter, kam aber mit einem 1:1-Remis gegen Gastgeber Vietnam, ein weiteres Unentschieden gegen Indonesien, und Siegen gegen Kambodscha und Laos doch durch die Vorrunde.

In den Halbfinals trafen sich Singapur und Myanmar. Singapur gewann das Hinspiel in Myanmar 4:3 und erreichte das Endspiel mit einem 4:2-Heimsieg im Rückspiel, allerdings erst nach der Verlängerung. Drei myanmarische Spieler bekamen Platzverweise. Im Finale gegen Indonesien gelang Singapur ein 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel vor über 110.000 Zuschauern in der indonesischen Hauptstadt Jakarta und holte sich mit einem 2:1-Erfolg in Singapur vor 59.000 Zuschauer seinen zweiten internationalen Titel.[10]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Daniel Bennett 145 07 Abwehr 2002–2013, 2016–2017
02. Shahril Ishak 141 (139) 15 Mittelfeld 2003–
03. Baihakki Khaizan 135 (133) 5 Abwehr 2003–
04. Mohd Khairul Amri 125 (123) 32 Angriff 2004–
05. Aide Iskandar 121 0 Abwehr 1995–2007
06. Shunmugham Subramani 115 0 Abwehr 1996–2007
07. Indra Sahdan Bin Daud 113 30 Angriff 1997–2013
08. Fandi Ahmad 101 55 Mittelfeld 1985–1997
09. Nazri Nasir 100 12 Angriff 1990–2004

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Fandi Ahmad 55 101 0,54 1985–1997
02. Noh Alam Shah 34 84 0,40 1999–2010
03. Mohd Khairul Amri 32 125 (123) 0,26 2004–
04. Indra Sahdan Bin Daud 30 114 0,26 1997–2013
05. Aleksandar Đurić 27 58 0,47 2007–2012

Quelle: Singapore - Record International Players (Stand: 19. April 2018), Zahlen in Klammern gemäß FIFA-Zählung: FACT Sheet FIFA Century Club, Daten aktualisiert nach den Spielen am 7 und 11. September 2018

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Singapurische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In der rsssf.com-Statistik von Singapur werden 145 Spiele genannt, der singapurische Verband zählte am 6. September nur 142 (fas.org: „Preview: Singapore raring to go against Mauritius“)
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 20. September 2018, abgerufen am 20. September 2018.
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]
  6. [4]
  7. [5]
  8. [6]
  9. [7]
  10. Singapur in Südostasien an der Spitze. Abgerufen am 21. August 2011.