Singrist

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Singrist
Wappen von Singrist
Singrist (Frankreich)
Singrist
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Koordinaten 48° 40′ N, 7° 23′ OKoordinaten: 48° 40′ N, 7° 23′ O
Höhe 244–343 m
Fläche 3,54 km²
Einwohner 402 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 114 Einw./km²
Postleitzahl 67440
INSEE-Code
St. Remigius

Singrist ist eine Gemeinde mit 402 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Kanton Saverne im Département Bas-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine in Frankreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Oberrheinischen Tiefebene nahe den Vogesen. Singrist wird von der Departementsstraße D 422 erschlossen: nach Saverne im Norden sind es 9 km und nach Molsheim im Süden 19 km. Die Departementsstraße D 1004, die ebenfalls durch das Dorf führt, erreicht nach 31 Kilometern das östlich gelegene Straßburg.

Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an Marmoutier, im Nordosten an Reutenbourg, im Osten an Jetterswiller, im Südosten an Crastatt, im Süden an Romanswiller und Allenwiller, im Südwesten an Salenthal und im Westen an Dimbsthal

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf existierte schon 827. Damals gehörte es dem Kloster Marmoutier. Singrist gehörte später zur Herrschaft Ochsenstein.[1] Es war ein Lehen des Bischofs von Metz.[2] Als die Familie derer von Ochsenstein im Mannesstamm mit Georg von Ochsenstein 1485 ausstarb, gelangte das Erbe über dessen Schwester an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der Singrist zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob, Margarethe (* 1540; † 1569), war mit Philipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die Herrschaft Ochsenstein. In der Verwaltungsstruktur der Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Singrist dem Amt Westhofen zugeschlagen.[3] Philipp V. von Hanau-Lichtenberg führte in den ererbten Gebieten sofort die Reformation durch, die wie sein übriges Herrschaftsgebiet nun lutherisch wurden. Im Dreißigjährigen Krieg waren im Ort Truppen stationiert.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Singrist unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel das Erbe 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Singrist gehörte in Hessen-Darmstädtischer Zeit nicht mehr zum Amt Westhofen.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1836 1846 1856 1866 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
429 429 412 389 266 278 296 318 319 329 330 383

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Singrist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knöpp, S. 18.
  2. Knöpp, S. 18.
  3. Knöpp, S. 18.
  4. Knöpp, S. 17f.