Sinner (Band)

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Sinner
Sinner im Jahr 1987 (Dangerous Charm)
Sinner im Jahr 1987 (Dangerous Charm)
Allgemeine Informationen
Herkunft Stuttgart, Deutschland
Genre(s) Heavy Metal, Hard Rock
Gründung 1982
Website www.matsinner.com
Aktuelle Besetzung
Gesang, Bass
Mat Sinner (seit 1981)
Gitarre
Tom Naumann (seit 1988)
Gitarre
Alex Scholpp (seit 2011)
Drums
Francesco Jovino (seit 2015)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Frank Mittelbach (1981–1983)
Gitarre
Calo Rapallo (1981–1982)
Schlagzeug
Edgar Patrik (1981–1983)
Gitarre
Mick Shirley (1982–1984)
Gitarre
S.G. Stoner (1983–1985)
Schlagzeug
Ralf Schulz (1984)
Schlagzeug
Bernie van der Graaf (1985–1990)
Gitarre
Herman Frank (1985)
Gitarre
Mathias Dieth (1986–1987)
Gitarre
Chris Gerhardt Schleifer (1986)
Gitarre
Andy Susemihl (1987, 1992)
Bass
Tommy Geiger (1990–1992)
Gitarre
Alex Beyrodt (1990–2014)
Schlagzeug
Tommy Resch (1990–1994)
Keyboard
Frank Rössler (1992–2007)
Schlagzeug
Fritz Randow (1995–1998, 2001–2005)
Schlagzeug
Uli Kusch (2000)
Gitarre
Henny Wolter (2000–2006, 2007–2010)
Schlagzeug
Klaus Sperling (2006–2009)
Gitarre
Christof Leim (2006–2015)

Sinner ist eine deutsche Heavy-Metal-Band, benannt nach ihrem Gründer, Sänger und Bassisten, dem deutschen Heavy-Metal-Musiker und Produzenten Mat Sinner (u.a. Primal Fear).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet in Baden-Württemberg, veröffentlichte Sinner ihre erste LP Wild’n’Evil im Jahr 1982. Der Nachfolger Fast Decision wurde ein Jahr später von Gama Records veröffentlicht; Mat Sinner behauptet bis heute, das Album sei aufgrund des mittlerweile erfolgten Vertragsabschlusses bei Noise Records nicht vollständig fertiggestellt worden. Danger Zone, das erste Album unter Noise Records, war der erste Versuch der Band, ihren persönlichen Stil weiter zu entwickeln, der zu diesem Zeitpunkt noch wenig mit dem Melodic Metal der darauffolgenden und letzten Alben zu tun hatte. Nach vielen Besetzungswechseln stabilisierte sich die Band mit Herman Frank (Accept) als Gitarristen und nahm im Jahre 1985 das Album Touch of Sin auf. Diese Produktion gilt heute noch als Meilenstein des deutschen Heavy Metal. Comin’ Out Fighting wurde mit dem Gitarrenteam Angel Schleifer und Mathias Dieth eingespielt.

1987 wurde das Album Dangerous Charm veröffentlicht, ein Album mit mehr melodischen Klängen als die Veröffentlichungen zuvor. Danach einigte sich die Band darauf, eine Pause einzulegen. Zwischenzeitlich veröffentlichte Mat Sinner 1990 ein Soloalbum mit dem Namen Back to the Bullet, das mit einer komplett neuen Band arrangiert wurde.

Erst fünf Jahre später fand die ursprüngliche Besetzung wieder zusammen und brachte 1992 das Album No More Alibis heraus, das um einiges härter klang als die bisherigen Aufnahmen der Band. Mit den darauffolgenden Alben Respect und Bottom Line schaffte es die Band, für fünf Wochen in den japanischen Charts zu verweilen. Mit dieser musikalischen Neuausrichtung stieg die Popularität der Band immer weiter an und führte neben Gastauftritten im Vorprogramm von Mr. Big und Savatage auch zum Start einer eigenen Deutschland-Tour und der Veröffentlichung eines Livealbums. Noch erfolgreicher war die Band mit den Alben Judgement Day (1997) und The Nature of Evil (1998), nach denen man im Vorprogramm von Deep Purple auf Europa-Tour ging. The Nature of Evil war das bislang erfolgreichste Album der Band und stand in den deutschen Albumcharts auf Platz 63.

Im Jahr 1997 gründete Mat Sinner mit dem ehemaligen Gamma Ray-Sänger Ralf Scheepers die Band Primal Fear. Mat Sinner wird als treibende Kraft der beiden Bandprojekte bezeichnet.

Entwicklung ab 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 hatte die Band ihren ersten Line-Up-Wechsel nach fünf Jahren. Uli Kusch, ehemaliger Schlagzeuger von Helloween und Gamma Ray, als auch Gitarrist Henny Wolter produzierten mit der Band das Album The End of Sanctuary. Im Jahr 2003 erschien das metal-lastige Album There Will Be Execution; die Band hatte damit sechs Alben in neun Jahren veröffentlicht. Anschließend folgte eine vierjährige Pause, in der sich Mat Sinner auf die Arbeit mit Primal Fear konzentrierte.

Mat Sinner reformierte Sinner im Jahr 2006, um das Album Mask of Sanity aufzunehmen. Mit der Besetzung Henny Wolter (Gitarre), Klaus Sperling (Drums) und Christof Leim (Gitarre) tourte die Band und unterschrieb einen neuen langfristigen Plattenvertrag mit AFM Records. Im September 2008 wurde in gleicher Besetzung das Album Crash & Burn veröffentlicht. Daran schlossen sich Tourneen durch Asien (Japan), Südamerika und die USA an.

Das Album One Bullet Left erschien am 9. September 2011 und stieg auf Position 65 der Charts ein. Unterstützung erhielten Mat Sinner und Christof Leim von André Hilgers (Rage) am Schlagzeug und den Gitarristen Alex Scholpp (Tarja) und Alex Beyrodt (Primal Fear, Voodoo Circle). Im Jahr 2013 wurde in dieser Besetzung mit Touch of Sin 2 viele Sinner-Klassiker neu aufgenommen, inklusive drei neuer Songs und dem Musikvideo Don’t Believe a Word.

Im Jahr 2016 plante Sinner von Rock Meets Classic und der Primal Fear World-Tour eine neue Sinner-CD zu schreiben und die Band neu zu beleben. Gitarrist Alex Scholpp verblieb in der Band und mit Gitarrist Tom Naumann stieß ein Ur-Sinner wieder zur Band. An den Drums sitzt ab sofort Francesco Jovino Primal Fear und Hardline. Mat schrieb zusammen mit Magnus Karlsson und Tom Naumann neue Tracks. Mat produzierte das Album wieder selbst und ging zusammen mit Co-Producer & Partner Dennis Ward im Herbst 2016 in die Studios und nahm die neue Scheibe Tequila Suicide auf - frei nach einer ereignisreichen Nacht, getauft von The Sweet’s Pete Lincoln und Ricky Warwick, die auf dem Titelsong auch für die Backing Vocals zuständig sind. Gus G. spielte ein Gitarrensolo auf dem Song Why und Mat’s Rock Meets Classic Freunde Sascha Krebs und Kolinda Brozovic singen auf dem Album weitere Vocal Parts. Musikvideos gibt es zu den Songs Tequila Suicide und Road to Hell. Die Single Tequila Suicide erschien am 24. Februar 2017, das Album am 31. März 2017 bei dem langjährigen Sinner Partner AFM Records.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
The Nature of Evil
  DE 63 10.08.1998 (1 Wo.)
The End of Sanctuary
  DE 87 10.04.2000 (1 Wo.)
One Bullet Left
  DE 65 26.09.2011 (1 Wo.)
Tequila Suicide
  DE 49 07.04.2017 (1 Wo.)
  CH 99 09.04.2017 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Wild ’n’ Evil
  • 1983: Fast Decision
  • 1984: Danger Zone
  • 1985: Touch of Sin
  • 1986: Comin’ Out Fighting
  • 1987: Dangerous Charm
  • 1992: No More Alibis
  • 1993: Respect
  • 1995: Bottom Line
  • 1996: Judgement Day (wurde 1997 mit verändertem Coverartwork wiederveröffentlicht)
  • 1998: The Nature of Evil
  • 2000: The End of Sanctuary
  • 2003: There Will Be Execution
  • 2007: Mask of Sanity
  • 2008: Crash & Burn
  • 2011: One Bullet Left
  • 2013: Touch of Sin 2
  • 2017: Tequila Suicide

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: In the Line of Fire (Live in Europe) (wurde 2008 mit verändertem Coverartwork und Bonus Tracks wiederveröffentlicht)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Germany Rocks – The Best of
  • 1994: The Best of Sinner - Noise Years
  • 1998: Treasure - The Works 93-98
  • 1999: The Second Decade
  • 2000: Emerald - Very Best of Sinner
  • 2009: Jump the Gun – Collection
  • 2016: No Place in Heaven – The Very Best of the Noise Years 1984–1987

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Bad Girl
  • 1985: Out of Control
  • 1986: Born to Rock
  • 1986: Hypnotized
  • 1987: Rebel Yell
  • 1987: Tomorrow Doesn’t Matter Tonight
  • 1988: Knife in My Heart
  • 1992: Where Were You
  • 1993: Fire in the Dark
  • 1995: Say Goodbye
  • 1997: Judgement Day (Shape-CD)
  • 2011: Back on Trail
  • 2013: Don’t Believe a Word
  • 2017: Tequila Suicide

Promo-Single[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Mask of Sanity

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Used to the Truth
  • 2007: Diary of Evil
  • 2007: Black
  • 2008: Revolution
  • 2011: Back on Trail
  • 2013: Don’t Believe a Word
  • 2017: Tequila Suicide
  • 2017: Road to Hell

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sinner (Band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sinner auf Musicline.de – Sinner auf hitparade.ch