Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node

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Saint-Josse-ten-Noode
Sint-Joost-ten-Node
Stjoostwapen.gif Flag of Sint-Josse-ten-Noode.svg
Saint-Josse-ten-NoodeSint-Joost-ten-Node (Belgien)
Saint-Josse-ten-NoodeSint-Joost-ten-Node
Saint-Josse-ten-Noode
Sint-Joost-ten-Node
Staat: Belgien
Region: Brüssel-Hauptstadt
Bezirk: Brüssel-Hauptstadt
Koordinaten: 50° 51′ N, 4° 22′ OKoordinaten: 50° 51′ N, 4° 22′ O
Fläche: 1,14 km²
Einwohner: 27.447 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte: 24.076 Einwohner je km²
Postleitzahl: 1210
Vorwahl: 02
Bürgermeister: Emir Kir
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Avenue de l’Astronomie 12–13
1210 Bruxelles

Sterrenkundelaan 12–13
1210 Brussel
Website: www.stjoost.irisnet.be
lplblelslh

Saint-Josse-ten-Noode (französisch) oder Sint-Joost-ten-Node (niederländisch) ist eine von 19 Gemeinden der zweisprachigen Region Brüssel-Hauptstadt in Belgien. Mit 27.447 Einwohnern (1. Januar 2014) auf nur 1,14 Quadratkilometern Fläche ist sie die flächenkleinste Gemeinde der Region Brüssel-Hauptstadt und zugleich die am dichtesten bevölkerte Belgiens mit rund 24.000 Einwohnern pro Quadratkilometer.[1]

Obwohl Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node rechtlich eine selbständige Gemeinde ist, liegt es mitten in der Brüsseler Innenstadt, zwischen der eigentlichen Stadt Brüssel im Süden und Schaerbeek/Schaarbeek im Norden. Unmittelbar jenseits der Ringstraße, die die südwestliche Gemeindegrenze bildet, befindet sich die Rue Neuve/Nieuwstraat, die Fußgängerzone Brüssels.

In Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node liegt unter anderem der Botanische Garten (Parc du Botanique/Kruidtuin) am Schaarbeeker Tor, zu dem auch ein Kulturzentrum gehört. Die Gemeinde hat Anteil an der repräsentativen Königstraße, die vom königlichen Stadtschloss nach Schaerbeek/Schaarbeek verläuft.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node ist gemessen am Durchschnittseinkommen der ansässigen Bevölkerung die ärmste Belgiens. Zudem hat keine andere Gemeinde Belgiens einen so hohen Anteil an Einwanderern – in Belgien Allochthone genannt – wie Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node. Der damalige Bürgermeister Jean Demannez äußerte 2003, dass nur noch 20 Prozent der Bevölkerung einen belgischen Großvater hat.[2] Der offizielle Anteil an Ausländern liegt jedoch bei nur 33 % (Januar 2008), da die meisten Allochthonen die belgische Staatsbürgerschaft angenommen haben. NPData schätzt den tatsächlichen Allochthonenanteil anhand von Wahlergebnissen auf 98 % (2006).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Gemeinde war mehr als doppelt so groß, musste im Rahmen des Ausbaus der Stadt Brüssel 1855 mit 142 ihrer damals 253 Hektar mehr als die Hälfte ihrer Grundfläche an die Stadt Brüssel abtreten, woraus das Quartier Léopold mit dem heutigen Europaviertel als Stadtviertel für die Brüsseler Bourgeoisie entstand.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guy Cudell war der langjährige Bürgermeister von Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node, von 1953 bis zu seinem Tod 1999. Der Sozialist war einer der letzten Bürgermeister Belgiens, die noch Zweispitzhut trugen. 1999 bis 2012 amtierte der Bürgermeister Jean Demannez, ebenfalls Sozialist. 2012 wurde Emir Kir zum neuen Bürgermeister gewählt, ebenfalls Mitglied der Sozialistischen Partei und einer der ersten türkischstämmigen Bürgermeister Belgiens.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neobarocke St. Joostkirche von 1865
  • Museum Charlier
  • Der frühere Bahnhof an der Chaussée de Louvain/Leuvensesteenweg von 1885 ist denkmalgeschützt und beherbergt heute eine Begegnungsstätte für Jazzmusiker Jazz Station.
  • In der Gemeinde stand zwischen 1960 und 2001 das sogenannte Rogierzentrum, entworfen durch den Architekten J. Cuisenier. Der gigantische Komplex war einst Symbol des Nachkriegsmodernismus, wurde jedoch nach seiner Verwahrlosung abgerissen. Zwischen 2002 und 2006 entstand an derselben Stelle das Hauptquartier der Dexia Bank.
  • Friedhof Saint-Josse-ten-Noode

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saint-Josse-ten-Noode (Gemeinde, Region Brüssel) auf citypopulation.de
  2. Jean Demannez, Interview vom 24. November 2003
  3. NPDATA