Sinterbecken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Artikel Sinterbecken und Sinterstufen überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Indeedous (Diskussion) 15:50, 14. Jul. 2014 (CEST)
Sinterbecken in einer der Höhlen von Saint Marcel d'Ardèche
Sinterbecken der Höhle von Saint-Marcel

Ein Sinterbecken (Sinterschale, Sinterschüssel) kann eine Vertiefung in einer Gesteinsformation sein, die in den Trockenperioden Wasser zurückhält, oder aber ein Kalksteingebilde in Höhlen oder Grotten. Es bilden sich häufig Systeme von Sinterterrassen bzw. Sinterstufen.

Die Sinterbecken entstehen aus Ablagerungen von Calcit. Unterirdisches säurehaltiges Wasser laugt das Calcit aus dem Kalkstein (genauer Calciumcarbonat).

Das Wasser kann dann verdunsten, wenn sein Fließen unterbrochen wird, wie bei der Sammlung in Pfützen in bereits bestehenden Vertiefungen. Dabei steigt die Calcit-Konzentration, die sich an den Pfützenrändern über dem Wasserspiegel absondert. Die Wasserversorgung muss ausreichend schwach bzw. unterbrochen sein, um die Calcit-Konzentration nicht durch Abfluss zu verringern und damit den Absonderungsprozess zu unterbinden.

Es entstehen mit der Zeit wannenartige Senken, Löcher oder Pfützen, die neben- oder übereinander angeordnet sein können und somit überflüssige Wassermengen an das nächste Sinterbecken weitergeben.

Auf dem Boden unterirdischer Sinterbecken liegen meist Bruchstücke von Stalaktiten sowie erbsenartige Kügelchen (Pisoide, Höhlenperlen) und kleine Zylinder, die aus kleinen Bruchstücken hervorgingen. Die Innenseite der Sinterbecken ist in der Regel porös bzw. stark kristallin. Ihre Außenseiten haben eine glatte Fläche. Am Beckenrand wachsen mitunter traubenförmige Konkretionen und leuchterförmige Stalagmiten.

Beispiele von Sinterbecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Radim Kettner: Allgemeine Geologie Bd. 3. 1. Auflage. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1959, S. 286–289.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]