Sistrum

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Sistrum in Hieroglyphen
Y8

sechem
sḫm
Determinativ und Ideogramm für „Sistrum“
Sistrum, ägyptisch, um 350 v. Chr. (Ägyptisches Museum Berlin)
Zwei Prinzessinnen mit Sistren, Fragment eines Grabreliefs aus Theben, um 1365 v. Chr. (Ägyptisches Museum Berlin)

Als Sistrum (ägypt. sechem, griech.: seistron) bezeichnet man eine Handklapper der alten Ägypter sowie der ägyptisierenden Römerinnen, das sie beim Kultus der Isis verwendeten.

Das Sistrum besteht aus einem metallenen, in ovale Form gebogenen Bügel mit einem Stiel. Mitten durch den Bügel gehen metallene Stäbe, die sich in weiten Löchern leicht hin- und herbewegen und dadurch beim Tanz ein betäubendes rasselndes Geräusch hervorbringen. Der Stiel ist meist mit einem Kopf der Hathor, seltener des Gottes Besa geschmückt.

Hiernach sind auch die „Sistrumsäulen“ benannt, die in Dendera den Tempel der Hathor zieren. Diese tragen Kapitelle, die an vier Seiten Hathors Kopf zeigen, während der obere Teil der Säule den Mammisi zeigt.

Ein ähnliches Instrument wird noch heute in der Liturgie der äthiopisch-orthodoxen Kirche verwendet. Dort heißt es ts'anats'el oder sanasel.

Im Asterix-Band Der Seher wird die Stimme des Barden Troubadix von Automatix mit dem Geräusch eines Sistrums verglichen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sistrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sistrum. Deutsches Asterix Archiv