Sisyphus (Kurzfilm)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
OriginaltitelSisyphus
Produktionsland Ungarn
Originalsprache Ungarisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 3 Minuten
Stab
Regie Marcell Jankovics
Produktion Marcell Jankovics
für Hungarofilms
Kamera Zoltán Bacsó
Schnitt János Czipauer

Sisyphus ist ein ungarischer animierter Kurzfilm von Marcell Jankovics aus dem Jahr 1975.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein muskulöser, nackter Mann rollt unter großer Anstrengung einen Stein bergauf, der zunehmend größer wird. Der Mann schafft es, den am Ende weit übermannsgroßen Stein auf dem Berggipfel zu platzieren – der Berg besteht aus unzähligen, aufeinandergeschichteten, runden Steinen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sysiphus beruht auf dem griechischen Mythos um Sisyphos. Der Film besteht aus 1600 Tuschezeichnungen, an denen Jankovics rund sechs Monate allein arbeitete.[1]

Von der Kritik wurde Jankovics für seine Animationsfähigkeiten gelobt. Sisyphus „bestach vor allem durch seine Technik. Mit großen Tuschpinselstrichen verlieh Jankovic dem Mann, der immer wieder vergeblich einen Felsblock den steilen Berg hinaufzurollen versucht, Bewegungsrhythmus von hoher künstlerischer Qualität“.[2] Jankovics sei mit wenigen Pinselstrichen in der Lage, solche Kraft und Dynamik auszudrücken, wie es nur meisterhaftes Animationskönnen verstehe, so die Kritik.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sisyphus wurde 1976 für einen Oscar in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ nominiert, konnte sich jedoch nicht gegen Great durchsetzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Az embernek néha „elsül“ a keze… 8. April 2005. (Memento vom 1. Dezember 2016 im Internet Archive)
  2. Film und Fernsehen. Filmverband Brandenburg, Potsdam 1975, S. 46.
  3. „with a few brush strokes … able to express such power and dynamism that only masterly handling of animation can achieve“ Vgl. John Halas: Visual Scripting. Focal Press, London 1976, S. 1976, S. 131.