Sittard

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Sittard
Flagge des Ortes Sittard
Flagge
Wappen des Ortes Sittard
Wappen
Provinz Limburg Limburg
Gemeinde Sittard-Geleen Sittard-Geleen
Einwohner 37.440 (1. Jan. 2016[1])
Koordinaten 51° 0′ N, 5° 52′ OKoordinaten: 51° 0′ N, 5° 52′ O
Bedeutender Verkehrsweg N276 N294 N297 B56 B56n
Vorwahl 046
Postleitzahlen 6130–6137
Sittard Dez. 2013
Sittard Dez. 2013Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Sittard 1538. Archiv Düsseldorf
Sittard 1538. Archiv DüsseldorfVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Sittard (limburgisch Zitterd) ist eine Stadt im südlichen Teil der niederländischen Provinz Limburg unmittelbar an der deutschen Grenze bei Selfkant. Sie hatte 37.440 Einwohner (Stand: 1. Januar 2016)[1] und ist seit 2001 Teil der Gemeinde Sittard-Geleen, die 93.086 Einwohner (Stand: 31. August 2017)[2] auf einer Fläche von 80,58 km² zählt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sittard, Zentrum

Der Ort ist in karolingischer Zeit zwischen 700 und 1000 entstanden. Er gehörte um das Jahr 1200 zum Herzogtum Limburg und erhielt 1243 Stadtrechte. Im Jahr 1400 wurde Sittard zusammen mit den Orten Born und Susteren für 70.000 Goldgulden an das Herzogtum Jülich verkauft, bei dem es bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 verblieb.

1543, im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg, erlitten die habsburgischen Truppen der Maria von Ungarn (1505–1558), Generalstatthalterin der Niederlande seit 1531, in der Schlacht bei Sittard am Ostersonntag eine Niederlage gegen die mit Frankreich verbündeten Truppen Wilhelms V. (1516–1592) von Jülich-Kleve-Berg. Im Krieg, den der französische König Ludwig XIV. gegen die Vereinigten Provinzen der Niederlande führte, wurde die Stadt 1677 fast völlig zerstört.

1794 wurde Sittard (wie das ganze Linke Rheinufer) von französischen Revolutionstruppen erobert; die Franzosenzeit begann. 1798 wurde Sittard Kantonshauptort (Chef-lieu) im Département de la Roer der französischen Republik. Am Ende der Befreiungskriege gegen Napoleon kam Sittard 1815 (im Wiener Kongress) zum Königreich der Vereinigten Niederlande, wurde 1830 bis 1839 Bestandteil des neu entstandenen Königreichs Belgien und gehört seit 1839 durchgehend zu den Niederlanden. Mai 1940 bis Ende 1944 waren die Niederlande von Truppen der Wehrmacht besetzt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester Verein der Stadt ist der Fußballklub und aktuelle Erstligist Fortuna Sittard, der seine Spiele im gleichnamigen Stadion austrägt. Im April 2018 stieg der Verein in die niederländische Eredivisie (höchste Spielklasse) auf.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaelskirche
  • St.-Petruskirche (seit 1299 Kapitelkirche, mit 80 m hohem Turm)
  • Basilika Unserer Lieben Frau vom Heiligen Herzen (neugotisch)
  • Schloss Grasbroek
  • St. Rosakapelle
  • Regina Carmeli Bezinningshuis der Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu, die „Schwestern vom Kollenberg“

Sittard im Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Kollenberg diente neben dem Studiogelände von First Floor Features in Almere als Drehort für Flodder.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sittard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bevolking per viercijferige postcode op 1 januari 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 20. Juli 2018 (niederländisch)
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  3. Nach 16 Jahren: Fortuna Sittard ist zurück in der Ehrendivision. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen, 29. April 2018, abgerufen am 29. April 2018.