Sittard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sittard
Flagge des Ortes Sittard
Flagge
Wappen des Ortes Sittard
Wappen
Provinz Limburg Limburg
Gemeinde Flagge der Gemeinde Sittard-Geleen Sittard-Geleen
Fläche
 – Land
 – Wasser
17,7 km2
17,62 km2
0,08 km2
Einwohner 36.015 (1. Jan. 2018[1])
Koordinaten 51° 0′ N, 5° 52′ OKoordinaten: 51° 0′ N, 5° 52′ O
Bedeutender Verkehrsweg N276 N294 N297 B56 B56n
Vorwahl 046
Postleitzahlen 6131–6137
Sittard Dez. 2013
Sittard Dez. 2013Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Sittard 1538. Archiv Düsseldorf
Sittard 1538. Archiv DüsseldorfVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Sittard (limburgisch Zitterd) ist eine Stadt im südlichen Teil der niederländischen Provinz Limburg unmittelbar an der deutschen Grenze bei Selfkant. Sie hatte 36.015 Einwohner (Stand: 1. Januar 2018)[1] und ist seit 2001 Teil der Gemeinde Sittard-Geleen, die 92.670 Einwohner (Stand: 30. September 2018) auf einer Fläche von 80,58 km² zählt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sittard, Zentrum

Der Ort ist in karolingischer Zeit zwischen 700 und 1000 entstanden. Er gehörte um das Jahr 1200 zum Herzogtum Limburg und erhielt 1243 Stadtrechte. Im Jahr 1400 wurde Sittard zusammen mit den Orten Born und Susteren für 70.000 Goldgulden an das Herzogtum Jülich verkauft, bei dem es bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 verblieb.

1543, im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg, erlitten die habsburgischen Truppen der Maria von Ungarn (1505–1558), Generalstatthalterin der Niederlande seit 1531, in der Schlacht bei Sittard am Ostersonntag eine Niederlage gegen die mit Frankreich verbündeten Truppen Wilhelms V. (1516–1592) von Jülich-Kleve-Berg. Im Krieg, den der französische König Ludwig XIV. gegen die Vereinigten Provinzen der Niederlande führte, wurde die Stadt 1677 fast völlig zerstört.

1794 wurde Sittard (wie das ganze Linke Rheinufer) von französischen Revolutionstruppen erobert; die Franzosenzeit begann. 1798 wurde Sittard Kantonshauptort (Chef-lieu) im Département de la Roer der französischen Republik. Am Ende der Befreiungskriege gegen Napoleon kam Sittard 1815 (im Wiener Kongress) zum Königreich der Vereinigten Niederlande, wurde 1830 bis 1839 Bestandteil des neu entstandenen Königreichs Belgien und gehört seit 1839 durchgehend zu den Niederlanden. Mai 1940 bis Ende 1944 waren die Niederlande von Truppen der Wehrmacht besetzt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester Verein der Stadt ist der Fußballklub und aktuelle Erstligist Fortuna Sittard, der seine Spiele im Fortuna-Sittard-Stadion austrägt. Im April 2018 stieg der Verein in die niederländische Eredivisie (höchste Spielklasse) auf.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaelskirche
  • St.-Petruskirche (seit 1299 Kapitelkirche, mit 80 m hohem Turm)
  • Basilika Unserer Lieben Frau vom Heiligen Herzen (neugotisch)
  • Schloss Grasbroek
  • St. Rosakapelle
  • Regina Carmeli Bezinningshuis der Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu, die „Schwestern vom Kollenberg“

Sittard im Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der an Deutschland angrenzende Stadtteil und Villenviertel Kollenberg diente neben dem Studiogelände von First Floor Features in Almere als Drehort für Flodder. Ab etwa 2005 veränderte sich das Straßenbild der ehemaligen Kulisse durch Neubauten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Auflösung der Gemeinde ergab sich seit 1981 folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze[3]
1981a 1986 1990 1994 1998
Partij Nieuw Sittard 11 9 9 7 9
CDA 11 10 12 11 8
GroenLinks 2 2 4
VVD 1 2 2 3 3
PvdA 2 4 3 3 3
PPR
D66 0 1 2 1
Algemeen Ouderen Verbond/Unie 55+ 1
Lijst Wagemans (Vrouwenpartij) 1
Anti Racistische Partij 0
Lijst Mager 0 0
SP 0
Progressief Sittard 2
Alternatief Sittard 0
Lijst Clevers 0
Samenwerkende Groepering Sittard 2
PSP 0
Lijst Voots 0
CPN 0
Gesamt 27 27 29 29 29
a Aufgrund der Eingemeindung von Limbricht und Munstergeleen nach Sittard zum 1. Januar 1982 fanden die Gemeinderatswahlen bereits im Jahre 1981 statt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 wurde mit Straßennamen in Sittard geehrt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sittard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kerncijfers wijken en buurten 2018 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 28. August 2018 (niederländisch)
  2. Nach 16 Jahren: Fortuna Sittard ist zurück in der Ehrendivision. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen, 29. April 2018, abgerufen am 29. April 2018.
  3. Sitzverteilung im Gemeinderat, abgerufen am 28. August 2018 (niederländisch)