Sjunik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sjunik
Aserbaidschan Iran Georgien Georgien Aserbaidschan Aserbaidschan Aserbaidschan Türkei Jerewan Amawir Ararat Wajoz Dsor Sjunik Kotajk Gegharkunik Aragazotn Schirak Lori TawuschLage
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Armenien
Hauptstadt Kapan
Fläche 4506 km²
Einwohner 119.873 (2011)
Dichte 27 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 AM-SU

Koordinaten: 39° 15′ N, 46° 18′ O

Sjunik (Zum Anhören bitte klicken! [sjuˈnikʰ], armenisch Սյունիք, wissenschaftliche Transliteration Syunik‘ marz) ist die südöstlichste Provinz Armeniens. Auf 4506 km² leben 119.873 Menschen (Stand 2011). Provinzhauptstadt ist Kapan.

Sjunik grenzt im Nordwesten an die Provinz Wajoz Dsor, im Osten nach internationalem Recht an Aserbaidschan, de facto jedoch das von den Truppen der Republik Bergkarabach okkupierte sie umgebende Gebiet, im Süden an den Iran und im Westen an die aserbaidschanische Exklave Autonome Republik Nachitschewan.

Entlang der Grenze zu Nachitschewan verläuft der – mit Ausnahme des Vulkans Aragaz – höchste Teil des Armenischen Hochlandes auf dem Territorium Armeniens, der Sangesurkamm mit seinem höchsten Gipfel Kaputdschugh (3905 m).

Weitere Städte neben Kapan sind Goris, Kadscharan, Meghri und Sissian sowie die in den 1990er-Jahren zu Städten erhobenen früheren Siedlungen städtischen Typs Agarak und Dastakert. Neben diesen sieben Stadtgemeinden gibt es 102 Landgemeinden mit insgesamt 127 Dörfern; die größten Dörfer (mit jeweils über 1000 Einwohnern) sind Angeghakot, Brnakot, Chndsoresk, Karahundsch, Kornidsor, Schaki, Schinuhajr, Tegh und Werischen (Stand 2011).

Da sich in Sjunik beim der Kleinstadt Agarak der einzige Grenzübergang Armeniens mit dem Iran befindet und die Grenzen zur Türkei und Aserbaidschan geschlossen sind, hat die Provinz für den Außenhandel Armeniens eine besondere Bedeutung.

Die Provinz wurde während der administrativen Neuordnung im Rahmen der Dezentralisierung 1995 aus den seit 1930 in der Armenischen SSR der Sowjetunion bestehenden Rajons Goris, Meghri, Kapan (bis 1990 Kafan) und Sissian sowie den rajonfreien Städten Goris und Kapan gebildet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]