Skærbæk

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Dänemark Skærbæk
(dt: Scherrebeck)
Wappen fehlt
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Skærbæk (Dänemark)
Skærbæk
Skærbæk
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Syddanmark
Kommune
(seit 2007):
Tønder
Koordinaten: 55° 10′ N, 8° 46′ OKoordinaten: 55° 10′ N, 8° 46′ O
Gegründet: 13. Jahrhundert
Einwohner:
(2016[1])
3.028
Postleitzahl: 6780
Scherrebek, um 1895
Scherrebek, um 1895
Kirche (2007)

Skærbæk (deutsch Scherrebek) ist eine Kleinstadt mit 3028 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016[1]) an der Westküste von Südjütland (Nordschleswig).

Geschichte und Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skærbæk bildet ein eigenes Kirchspiel (dänisch Sogn) Skærbæk Sogn, das bis 1970 zur Harde Hviding Herred im damaligen Tønder Amt gehörte. Danach wurde die Stadt Zentrum einer eigenen Kommune, der Skærbæk Kommune im damaligen Sønderjyllands Amt, die im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der „neuen“ Tønder Kommune in der Region Syddanmark aufgegangen ist.

Skærbæk liegt etwa 13 km östlich der Insel Rømø, 17 km nordwestlich von Løgumkloster, 21 km südlich von Ribe und 26 km nördlich von Tønder.

Der Ort ist ein regionales Handelszentrum im Hinterland der südjütischen Marsch und gleichzeitig ein Verkehrsknotenpunkt mit seinem Bahnhof und der Kreuzung der Primærrute 11 mit der Sekundærrute 175, die über den Rømødæmningen (dt.: Rømø-Damm) durch das Wattenmeer nach Rømø führt.

Die Kirche von Skærbæk stammt aus dem 13. Jahrhundert. In einem alten Kaufmannshof von 1909 befindet sich heute ein Lokalmuseum. Unter anderem wird dort eine Ausstellung über die Dänische Wiedervereinigung von 1920 gezeigt, da Skærbæk von 1864 bis 1920 zu Deutschland gehörte.

In Melby, dem südwestlichen Teil von Skærbæk gibt es das historische Melbyhus aus dem Jahr 1688 und den Melby Kro von 1651. Freizeitangebote sind beispielsweise ein Bowlingcenter, eine Schwimmhalle und eine Speedwaybahn.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bramming–Tønder.

Kunstwebschule Scherrebek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Eckmann: Fünf Schwäne, 1897

Von 1896 bis 1905 war Scherrebek Sitz einer Kunstwebschule, die unter dem deutschen Namen des Ortes als Scherrebeker Kunstwebschule bekannt wurde.[2] Bei ihrer Gründung durch den Ortsgeistlichen Johannes Jacobsen sollte sie dazu dienen, dänischen Frauen unter deutscher Leitung nicht nur die Bildwirkerei, sondern vor allem die deutsche Sprache beizubringen. Über diese eng nationalistische Zielsetzung wuchs die Schule hinaus, als der Gründer und Leiter des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe, der Jurist Justus Brinckmann, Künstler wie Otto Eckmann, Walter Leistikow, Heinrich Vogeler und Hans Christiansen als Mitarbeiter für die Scherrebeker Einrichtung gewinnen konnte.[3] Die dort in Webtechnik hergestellten Wandteppiche und Behänge schlossen sich dem Jugendstil nicht nur an und spiegelten ihn wider, sondern prägten ihn mit. Nach kurzer Blüte ging die Webschule auf Grund interner Streitigkeiten 1905 in Konkurs.

Die größte Sammlung von Scherrebeker Bildwirkereien findet sich im Flensburger Museum Museumsberg.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BY1: Folketal 1. januar efter byområde, alder og køn (dänisch)
  2. Ernst Schlee: Scherrebeker Bildteppiche (= Kunst in Schleswig-Holstein, Bd. 26). Wachholtz, Neumünster 1984, ISBN 3-529-02542-9.
  3. Elke von Radziewsky: Deutsches Weben. In: Die Zeit vom 27. Dezember 1985.
  4. Vgl. auch Dorothee Bieske: Scherrebek. Wandbehänge des Jugendstils. Boyens Verlag, Heide 2002, ISBN 3-8042-1108-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Skærbæk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien