Skandal in der Oper

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Spielfilm der Marx Brothers; zu weiteren Bedeutungen siehe A Night at the Opera.
Filmdaten
Deutscher Titel Skandal in der Oper
Originaltitel A Night at the Opera
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1935
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Sam Wood
Drehbuch Georg S. Kaufman
Morrie Ryskind
Produktion Irving Thalberg
Musik Walter Jurmann
Herbert Stothart
Kamera Merritt B. Gerstad
Schnitt William LeVanway
Besetzung

Skandal in der Oper (Originaltitel: A Night at the Opera) ist eine Filmkomödie mit den Marx Brothers Groucho, Chico und Harpo. Ihr sechster Spielfilm wurde im Jahr 1935 gedreht. Die in dem Film mit Hindernissen aufgeführte Oper ist Giuseppe Verdis Il trovatore.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Opernsänger Rodolfo Lassparri und die Sängerin Rosa Castaldi werden von der reichen Mrs. Claypool für den Leiter der Oper in New York, Herman Gottlieb, engagiert. Dabei versucht Lassparri immer wieder mit Castaldi anzubändeln. Sie ist aber in Ricardo Baroni verliebt, einen Sänger aus dem Chor. Da dieser nicht engagiert wird (was dazu führen würde, dass die beiden getrennt würden), schaltet sich sein Freund Fiorello ein. Er vermittelt ihn an Otis B. Driftwood, der mit Mrs. Claypool anbändelt. Driftwood ist der Meinung, Lassparri zu engagieren, unterschreibt aber einen Vertrag mit Baroni. Als er den Schwindel entdeckt, platzt der Vertrag.

Als Driftwood, Mrs. Claypool, Gottlieb, Lassparri und Castaldi an Bord des Schiffes gegangen sind, entdeckt Driftwood, dass er Fiorello, Tomasso und Ricardo Baroni in seinem Koffer mit an Bord genommen hat und diese als blinde Passagiere mit nach Amerika fahren. Als sie kurz vor der Ankunft entdeckt werden, werden sie festgenommen. Sie können in die Kabine dreier berühmter russischer Piloten fliehen. Als sie die Piloten überwältigen und an deren Stelle mit einer Festansprache begrüßt werden, fliegen sie auf. Sie fliehen zu Driftwood, bekommen aber prompt Besuch von der Polizei. Zu allem Überfluss verliert Driftwood seinen Job beim Theater und alle vier sitzen auf der Straße. Sie dringen heimlich ins Theater ein und verhindern Lasparris Auftritt. Da er unauffindbar ist, muss Baroni für ihn einspringen. Er bekommt seine Chance und er kann sie nutzen. Baroni und Castaldi sind wieder ein Paar und das Publikum in New York feiert die beiden als neue Stars.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ausgelassene, aber wenig zündende Groteske. Veraltet.“

6000 Filme. Handbuch V der katholischen Filmkritik[1]

„Der erste Marx-Brothers-Film mit einer durchgehenden Handlung, die allerdings konventionell und satirisch-übertrieben bedeutungslos bleibt. Glanzlichter setzen die Wortspiele und Aktionen der oft genialen Komödianten.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Zirkusspäße und Opernhelden. Eine vorwiegend alberne Komödie mit etlichen amüsanten Clownerien.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film enthält einige klassische Szenen der Marx-Brothers:

  • Die Verhandlung zwischen Groucho und Chico um den Vertrag mit Lassparri: sie kürzen den Vertrag immer weiter, bis nur noch ein schmaler Streifen übrig ist. Dabei stehen sie wie in einer Bar, den einen Fuß auf dem k.o. am Boden liegenden Lassparri.
  • Driftwood zieht in seine winzige Kabine ein und findet die drei blinden Passagiere: zunächst bestellt er Essen für alle drei und nach und nach kommen zwei Zimmermädchen, die Maniküre, der Schiffsklempner und der Heizer, die Putzfrau, ein Mädchen, das seine Tante sucht, und die drei Stewards, die das Essen bringen, in die Kabine. Schließlich sind vierzehn Personen einschließlich des riesigen Koffers im Raum. Am Ende liegt Harpo auf den Tabletts der Stewards. Als Mrs. Claypool mit dem Pagen kommt und die Tür öffnet, fallen ihnen sämtliche Personen entgegen.
  • „Ansprache“ von Harpo am Hafen, bei der er nur mehrere Liter Wasser trinkt.
  • Der Besuch des Sheriffs bei Driftwood, der die blinden Passagiere sucht: während er immer im Kreis durch das Wohnzimmer, den Balkon und das Schlafzimmer läuft, räumen die vier auf der Flucht vor ihm die Möbel aus dem Wohnzimmer ins Schlafzimmer und umgekehrt.

Die Rockgruppe Queen benannte ihr 1975 erschienenes Album A Night at the Opera nach diesem Film.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993: Aufnahme in das National Film Registry[4].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik. Düsseldorf: Haus Altenberg 1963 (3. Aufl.), S. 398.
  2. Skandal in der Oper im Lexikon des internationalen Films
  3. Ev. Presseverband München, Kritik Nr. 148/1958
  4. Seite mit der Liste der National Film Registry [1] :abgerufen am 6. Februar 2015