Skiflug-Weltmeisterschaft 1972

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Die Schanze in Planica heute

Die erste Skiflug-Weltmeisterschaft wurde vom 24. bis 26. März 1972[1] im jugoslawischen Planica ausgetragen. Extra für die Weltmeisterschaft wurde die Schanze umgebaut, um weitere Sprünge zu ermöglichen.

Wettbewerb[Bearbeiten]

Der erste Tag der Skiflug-WM diente den Springern als reiner Trainingstag. Die Wettkampfordnung sah insgesamt vier Durchgänge in zwei Tagen vor, doch wie so oft kam der Wind auch bei der ersten Weltmeisterschaft dazwischen. Die ersten beiden Durchgänge am Samstag konnten noch durchgeführt werden. Der Sonntag wurde wegen zu starkem Wind abgesagt, wodurch das Resultat vom Vortag zählte. Der beste am Samstag war mit großem Vorsprung der Schweizer Walter Steiner. Im ersten Durchgang kam er auf 155 Meter und landete deutlich vor dem Zweitplatzierten Heinz Wosipiwo (146 Meter). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf Bronzekurs lag Jiří Raška aus der Tschechoslowakei. Im zweiten Durchgang war der Vorsprung zu seiner Konkurrenz noch größer. Für 158 Meter bekam er mit 215,5 Punkten die höchste Note des Tages. Wosipiwo konnte, wie im ersten Durchgang, den zweitweitesten Satz springen und sicherte sich Silber. Die Bronzemedaille ging an Jiri Raska, der sich mit einem Sprung auf 130 Meter gegen den Finnen Juhani Ruotsalainen erfolgreich durchsetzte.

Ergebnis[Bearbeiten]

Platz Name Land Punkte
01 Walter Steiner SchweizSchweiz Schweiz 427,5
02 Heinz Wosipiwo Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik 395,0
03 Jiří Raška TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 379,0
04 Juhani Ruotsalainen FinnlandFinnland Finnland 376,5
05 Jaromír Liďák TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 372,0
06 Manfred Wolf Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik 361,5
07 Juri Kalinin Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 361,0
08 Jan Stenbeck NorwegenNorwegen Norwegen 359,0
09 Dietmar Aschenbach Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik 357,0
10 Peter Štefančič Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 347,0
11 Odd Grette NorwegenNorwegen Norwegen 345,0
12 Henry Glaß Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik 344,0
13 Seiji Aochi JapanJapan Japan 340,5
14 Anatoli Scheglanow Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 340,0
15 Rudolf Wanner OsterreichÖsterreich Österreich 339,5
16 Bohumil Doležal TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 338,5
17 Frithjof Prydz NorwegenNorwegen Norwegen 337,5
18 Akitsugu Konno JapanJapan Japan 334,0
19 Marjan Mesec Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 328,5
20 Wojciech Fortuna PolenPolen Polen 328,0
21 Yukio Kasaya JapanJapan Japan 327,5
22 Peter Wilson KanadaKanada Kanada 326,0
23 Bogdan Norčič Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 325,5
24 Mineyuki Mashiko JapanJapan Japan 315,5
25 Heinrich Müller SchweizSchweiz Schweiz 315,0
26 Adam Krzysztofiak PolenPolen Polen 314,0
27 Danilo Pudgar Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 309,5
28 Seppo Hyvönen FinnlandFinnland Finnland 308,5
29 Knut Kongsgård NorwegenNorwegen Norwegen 307,5
30 Max Golser OsterreichÖsterreich Österreich 306,5
Alexander Iwannikow Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 306,5
32 Seppo Reijonen FinnlandFinnland Finnland 306,0
33 Sepp Zehnder SchweizSchweiz Schweiz 299,5
34 Ernst Kröll OsterreichÖsterreich Österreich 299,0
35 Ron Steele Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 297,0
36 Keijo Laiho FinnlandFinnland Finnland 296,5
37 Karel Kodejška TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 295,5
38 Slavomir Kardas KanadaKanada Kanada 289,0
39 Gari Napalkow Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 287,0
40 Ernst Wursthorn Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland 284,0
41 Reinhold Bachler OsterreichÖsterreich Österreich 263,0
42 Alfred Grosche Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland 260,0
43 Ezio Damolin ItalienItalien Italien 101,0

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Planica 1934–2011: All international competitions, all podium winners and competitors with the longest ski jumps and flights (PDF; 86 kB)