Skoki

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Skoki
Wappen von Skoki
Skoki (Polen)
Skoki
Skoki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Wągrowiec
Fläche: 11,20 km²
Geographische Lage: 52° 40′ N, 17° 10′ OKoordinaten: 52° 40′ 0″ N, 17° 10′ 0″ O
Einwohner: 4233
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 62-085
Telefonvorwahl: (+48) 61
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Posen–Gollantsch
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 44 Ortschaften
27 Schulzenämter
Fläche: 199,00 km²
Einwohner: 9456
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3028053
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Tadeusz Kłos
Adresse: ul. Ciastowicza 11
62-085 Skoki
Webpräsenz: www.gmina-skoki.pl



Skoki [ˈskɔkʲi] (deutsch Schokken) ist eine Stadt mit 3.900 Einwohnern im Powiat Wągrowiecki der Woiwodschaft Großpolen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Kleinen Welna, 17 Kilometer südlich der Stadt Wongrowitz (Wągrowiec).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schokken an der Kleinen Welna nördlich der Stadt Posen und südwestlich der Stadt Bromberg auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Nikolaikirche

Die erste Erwähnung war 1367. Siedlern aus Nordostdeutschland wurde vier Jahre Nutzungsrecht, Steuer-, Glaubens- und Handelsfreiheit gewährt. Deswegen war es ein Zentrum der polnischen Reformation. Im Dreißigjährigen Krieg erfolgte 1632 die Gründung der Neustadt durch deutsche Zuwanderer.

Infolge einer Seuche schrumpfte die Einwohnerzahl im Jahr 1710 um die Hälfte. 1795 brannte der Ort ab. Grundherr war um diese Zeit Graf Swinarski. Am Ausgang des 18. Jahrhunderts lebten in der Ortschaft 518 Christen von verschiedenen Bekenntnissen, vorwiegend Evangelische, zum Teil Polen, und 338 Juden.[2]

Schokken gehörte von 1815 bis 1918 zum Kreis Wongrowitz in der preußischen Provinz Posen. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Stadt aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden.

1939 wurde die Stadt während des Polenfeldzugs von der deutschen Wehrmacht besetzt. Anschließend wurde Schokken wieder in den Landkreis Wongrowitz (1941–1945 Landkreis Eichenbrück) eingegliedert. Im Ort befanden sich die zwei Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht Oflag XXI A und Oflag XXI B. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schokken im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Vor ihrem Eintreffen hatten viele Einwohner versucht zu fliehen. Die Stadt wurde wieder in Skoki rückbenannt. In der Folgezeit wurden die verbliebenen deutschen Einwohner von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.

Seit 1995 gibt es eine Städtepartnerschaft mit der Samtgemeinde Bardowick.

Jährliche Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1800: 857, davon 519 Christen (zum Teil Polen) und 338 Juden[2]
  • 1816: 906[2]
  • 1843: 1.227[2]
  • 1861: 1.225[2]
  • 1885: 1.374, davon 496 Evangelische, 687 Katholiken und 191 Juden[3]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Skoki leben 8.700 Menschen in 27 Schulzenämtern (sołectwo). Die Gemeinde hat eine Fläche von ca. 199 km².

Name deutscher Name
(1815–1919)
deutscher Name
(1939–1945)
Einwohner
(1910)
Einwohner
(2007)
Antoniewo Górne Vorwerk Antoniewo Antonshof 19
Antoniewo-Leśniczówka Schneidemühle Schneidemühle 4
Bliżyce Blizyce
1906–1919 Blischütz
Blischütz 267 121
Brzeskowo Brzeskowo (zu Brombeere) 48
Brzeźno Briesen Briesen 193 133
Budziszewice Groß Hauland Großhauland 185 73
Chociszewko Chocischewo Tannenhof 142 88
Chociszewo Chocischewo Hauland
1906–1919 Hochfeld
Hochfeld 55 28
Drzwonowo Schwanau Schwanau 114 18
Dzwonowo Leśne Forstgut Schwanau Forstgut Schwanau 51 9
Glinno Glinno Lehmberg 229 153
Gozdowiec Laubhorst Laubhorst
Grzybowice Steinrode Steinrode 137 38
Grzybowo Grzybowo Pilz 125 84
Ignacewo Ignacewo Waldvorwerk 20
Jabłkowo Jabkowo Apfelhöhe 97 302
Jabłkowo-Huby Gut Jabkowo Gut Apfelhöhe 303
Jagniewice Jagniewice Willshof 128 138
Kakulin Kakulin
1906–1919 Alden
Alden 325 179
Kuszewo Kuschewo
1906–1919 Proberen
Brombeere 199 120
Lechlin Lechlin Lechlin 317 253
Lechlinek Lechlin Hauland Lechlin Hauland 76 78
Łosiniec Losinjetz
1906–1919 Loschinjetz
Loschütz 428 360
Łosiniec Nowy (zu Losinjetz) (zu Loschütz)
Łosiniec Stary Losinjetz Hufen
1906–1919 Loschwitz
Hasenfeld 52
Miączynek Mionczynek
1906–1919 Neugrund
Neugrund 226 20
Młynki Vorwerk Mlynki Mühle
Nadmłyn Nad Mlyn Nadelmühle 7
Niedarzyn Buschfließ Buschfließ 31 10
Niedźwiedziny Bärenbusch Bärenbusch 122 102
Nowy Gościniec Neukrug Neukrug
Pawłowo Skockie - Pawlowo bei Schokken
- Gut Pawlowo bei Schokken
- Fohlendorf
- Fohlenhof
- 21
- 326
253
Peda Peda Pedenhof 6
Pomarzanki Pomorzanki Moorhof 44 17
Potrzanowo - Potschanowo
- Gut Potschanowo
- Eitelfelde
- Webersdorf
- 134
- 115
649
Raczkowo Ratschkowo Krebsfeld 211 121
Rakojady Rakujady Krebsbach 93
Rejowiec Revier 1939–1943 Grüningshof
1943–1945 Revier
297 283
Rościnno Roscinno
1909–1919 Roschinno
Hammerfeld 210 215
Roszkówko Roschkowko Klein Elsenwinkel 86 80
Roszkowo Roschkowo Elsenwinkel 365 208
Skoki Schokken Schokken 1378 3905
Sława Wielkopolska Slawa Deutschfeldhof 99
Sławica Slawica Preußenfelde 113 144
Stawiany Stawiany Stutenwald 334 167
Szczodrochowo Deutschfeld Deutschfeld 82 62
Wysoka Wysoka
1906–1919 Hohenheim
Hohenheim 165 58

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skoki liegt an der Bahnstrecke Poznań–Bydgoszcz mit dem Bahnhof Sława Wielkopolska, wo die im Personenverkehr nicht mehr betriebene Bahnstrecke Gniezno–Sława Wielkopolska abzweigt, dem Haltepunkt (ehemals Bahnhof) Skoki, wo früher die Bahnstrecke Janowiec Wielkopolski–Skoki abzweigte und dem Haltepunkt (ehemals Bahnhof) Roszkowo.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 443.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Skoki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. a b c d e Wuttke (1864), S. 443.
  3. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wongrowitz. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).