Himmelsstrahler

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Skybeamer in Alessandria (Italien)

Der Begriff Himmelsstrahler, Himmelsscheinwerfer oder scheinanglizistisch Skybeamer (bzw. Skytracker) bezeichnet einen besonders starken Projektionsscheinwerfer, der meist zu Werbezwecken, z. B. von Diskotheken, betrieben wird. Das Licht wird dabei nach oben in den Nachthimmel abgestrahlt, mitunter als besonders auffällige, rotierende Bündel von Lichtstrahlen. Die Wirkung kommt durch Streuung des Lichtes an Dunst und Wolken zustande.

Das Licht von Skybeamern kann oft bis zu 30 km weit beobachtet werden. Die Skybeamer werden meist mit elektrischen Leistungen von 1200 bis 7000 Watt angeboten. Zum Einsatz kommen meist Xenon-Kurzbogenlampen (ab 4000 Watt) oder Halogen-Metalldampflampen (bis 4000 Watt).

„Lichtdom“, Reichsparteitag 1936

Skybeamer sind keine neue Erfindung. Bereits in den 1930er Jahren ließ Albert Speer bei Großveranstaltungen der NSDAP den Nachthimmel mit über 100 Flakscheinwerfern (Bogenlampen) erhellen. Die Gesamtheit aller Lichtsäulen nennt man auch Lichtdom.

Skybeamer sind umstritten, weil sie zur Lichtverschmutzung beitragen – durch ihren Einsatz werden die Beobachtungsmöglichkeiten von Sternwarten stark eingeschränkt. Lebewesen wie Zugvögel und nachtaktive Insekten werden stark beeinträchtigt. Verkehrsteilnehmer können von dem Licht abgelenkt werden. Die Geräte werden manchmal ohne die dafür erforderliche baurechtliche Genehmigung betrieben. Der Protest von Amateurastronomen und Naturschützern hat dazu geführt, dass der Betrieb mehrerer Skybeamer in Deutschland behördlich untersagt wurde. Hierzu existieren mehrere Gerichtsurteile.

Die scheibenartigen Reflexionen des Lichtes an Wolkenunterseiten wurden schon von zahlreichen Menschen für UFOs gehalten, was in Einzelfällen zu Polizeieinsätzen führte.

Eine dauerhafte Installation mit echten Lasern ist Laserscape Kassel.

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