Slack (Software)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Slack

Logo von Slack
Basisdaten

Maintainer Stewart Butterfield, Eric Costello, Cal Henderson, and Serguei Mourachov[1]
Entwickler Slack Technologies
Erscheinungsjahr 2013
Aktuelle Version Desktop

Windows 3.2.0
macOS 3.1.1
Linux 3.2.0 (Beta)

Mobil
Android 2.40
iOS 3.1.2
Windows Phone (Beta)

Betriebssystem Windows, macOS, Linux, Apple iOS, Android, Microsoft Windows Phone[2], Commodore 64[3]
Programmiersprache Electron
Kategorie Groupware[4]
Lizenz Proprietäre Software
www.slack.com

Slack ist ein webbasierter Instant-Messaging-Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Slack Technologies zur Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen. Slack Technologies wurde 2009 in Vancouver, Kanada gegründet, hat den Firmensitz aber nach San Francisco verlegt.

Mit Slack können Nachrichten ausgetauscht und mit Einzelpersonen oder in einer Gruppe gechattet werden.
Die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten ist nur möglich, wenn man bei weiteren externen Diensten wie Dropbox, Google Drive oder GitHub ein Konto und eine aktivierte Anmeldung hat.[5] Direkt innerhalb von Slack ist eine gemeinsame Dokumentenbearbeitung (native) nicht möglich.

Zusätzlich zur Webanwendung gibt es Clients für die Betriebssysteme Windows, macOS, Linux, Android und iOS.

Entwicklung und Vermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slack ist in einer Version mit begrenzten Funktionen kostenlos nutzbar und darüber hinaus über ein monatliches Entgelt je Benutzer ab 8 US-Dollar.[6] Nach Unternehmensangaben nutzten 2014 täglich 750.000 Arbeitsgruppen Slack.[7] Anfang 2016 waren es bereits 2,3 Millionen Nutzer, davon 675.000 zahlende Kunden.[8]

Zu den Gründern von Slack gehört Stewart Butterfield, der auch den Bilderdienst Flickr ins Leben rief.

Der Name „Slack“ ist ein Akronym; es bedeutet „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“.[9]

2014 und 2015 wurden mehrere hundert Millionen US-Dollar in Slack investiert. Daraus erwachsen Schätzungen für den Wert von Slack von über zwei Milliarden Dollar.[7] Anfang 2016 wollte Microsoft-Vorstandsmitglied Qi Lu Medienberichten zufolge Slack für acht Milliarden Dollar übernehmen. Die Übernahme wurde aber von Microsoft-CEO Satya Nadella und Microsoft-Aufsichtsratsvorsitzenden ("chairman of the board") Bill Gates gestoppt.[8] Microsoft veröffentlichte im Oktober 2016 seine konkurrierende Plattform Microsoft Teams, die ähnliche Funktionen bietet. Im Dezember 2016 wurde offiziell bekannt, dass Slack mit Google Cloud eine strategische Zusammenarbeit eingeht. Diese bezieht sich auf gemeinsam entwickelte Software-Funktionalitäten und eine tiefere Integration in verschiedene Google-Dienste, zum Beispiel einen Google-Drive-Bot, der Kommentare und Anfragen für den Zugang zu Drive-Dokumenten auf Slack postet.[10]

Organisatorische Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slack ist als kollaborative Software konzipiert und entspricht damit der Definition von Groupware.

Die Kernfunktionen sind wie ein Chatprogramm organisiert: als Anwender kann man einzelne Einträge auswählen und darauf basierend einen neuen Chat beginnen – dies führt zu starken, teilweise unübersichtlichen Verzweigungen im Diskussionsverlauf.

Eine lückenlose Diskussionsverfolgung ist nur möglich, wenn der Anwender entweder in ständiger Bereitschaft jede Statusänderung liest oder aber – zum frei gewählten Zeitpunkt – sämtliche Diskussionsverflechtungen kontrolliert und wiederholt durchliest. Eine übersichtliche Anzeige aller Änderungen zwischen zwei frei gewählten Zeitpunkten ist nicht möglich. Ebenso fehlen andere elementare Verwaltungswerkzeuge, wie man sie von anderen Kollaborationswerkzeugen kennt – Versionierung, Rechteverwaltung, Aktivitätsstatus uvm.

Im Gegensatz zu den Kernfunktionen anderer Kollaborationswerkzeuge gibt es keine Formatierungsmöglichkeiten. Slack ist auf die Darstellung von Fliesstext optimiert. Allerdings wird eine fremde Textformatierung von Slack erkannt – die Darstellung in Slack entspricht aber nicht der internationalen Norm der ASCII-Codierung.
Informationsquellen außerhalb Slacks werden als kleines Symbol oder Link dargestellt. Eine "native" Einbindung ist nicht möglich. Die Suchfunktion ist selektiv eingestellt und sucht nur innerhalb der Chattexte – angemeldete Personen können über die Suche nicht gefunden werden.
Eine Abmeldung ist theoretisch möglich, wird aber vom System nicht registriert. D.h., Personen, die an eine abgemeldeten Person Nachrichten schicken, erhalten keinerlei Statusmeldung über die Abmeldung.

DSGVO Konformität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Datenschutzgrundverordnung" (DSGVO) nennt u.a.im Artikel 1: “Diese Verordnung schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten.”.
Dieses Recht legt Slack sehr großzügig aus: u. a. sind "Sharing-Button" in Slack integriert, bei der selbst von Personen, die anonym im Internet agieren wollen, personengebundene Daten an Facebook weitergeleitet werden. Diese Funktion kann vom Nutzer nicht deaktiviert werden.
Ebenso wenig kann der Nutzer zahlreiche Tracking- und Analysetools deaktivieren mit deren Hilfe Slack zahlreiche personengebundenen Daten erhebt und an Dritte weiterleitet. Slack bietet ausschließlich das Deaktivieren von Zugriffen durch die "Digital Advertising Alliance" an – allerdings muss diese Deaktivierung bei jeder Leerung des Browsercaches neu aktiviert werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Greg Kumparak: Slack’s Co-Founders Take Home The Crunchie For Founder Of The Year. In: TechCrunch. 5. Februar 2015, abgerufen am 13. Juni 2016 (englisch).
  2. Slack: Slack apps for computers, phones & tablets. Abgerufen am 19. April 2015.
  3. Jeffrey Harris: Slack client for Commodore 64. Abgerufen am 29. November 2016.
  4. Crunchbase – Slack Technologies. TechCrunch. Abgerufen am 19. April 2015.
  5. Liste von Internet-Diensten, die sich per Link in Slack integrieren lassen auf der Seite von Slack.com
  6. Preisübersicht auf Slack.com Stand: August 2015
  7. a b Bericht auf dem Internetwirtschafts-Portal T3n.de vom 23. April 2014 (Abruf: 10. August 2015)
  8. a b Jon Russell, Ingrid Lunden: Source: Microsoft mulled an $8 billion bid for Slack, will focus on Skype instead. In: TechCrunch.com. 4. März 2016, abgerufen am 9. März 2016 (englisch).
  9. Business Insider, abgerufen am 29. September 2016
  10. Jörn Brien: Gemeinsam gegen Microsoft und Facebook: Slack kooperiert enger mit Google. t3n. 7. Dezember 2016. Abgerufen am 23. Dezember 2016.