Slaven Bilić

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Slaven Bilić
Spielerinformationen
Geburtstag 11. September 1968
Geburtsort Split, SR KroatienSFR Jugoslawien
Größe 188 cm
Position Verteidiger
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1993
1988
1988–1989
1993–1996
1996–1997
1997–2000
2000–2001
HNK Hajduk Split
NK Primorac 1929 (Leihe)
HNK Šibenik (Leihe)
Karlsruher SC
West Ham United
FC Everton
HNK Hajduk Split
109 (13)

33 0(7)
66 0(5)
48 0(2)
30 0(0)
9 0(0)
Nationalmannschaft
1992–1999 Kroatien 44 0(3)
Stationen als Trainer
2001
2004–2006
2006–2012
2012–2013
2013–2015
2015–
HNK Hajduk Split
Kroatien U-21
Kroatien
Lokomotive Moskau
Beşiktaş Istanbul
West Ham United
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Slaven Bilić [ˈslaʋɛn ˈbiːlitɕ] (* 11. September 1968 in Split, damals SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger jugoslawischer und kroatischer Fußballspieler. Seit Sommer 2015 ist er Trainer des englischen Erstligisten West Ham United.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 rückte Bilić in den Profikader von HNK Hajduk Split auf. Um Spielpraxis zu erhalten, lieh man den Defensivspieler im Winter an NK Primorac 1929 aus. Zur Folgesaison gaben ihn die Hajduk-Verantwortlichen leihweise für die Saison 1988/89 an HNK Šibenik ab. Nach seiner Rückkehr zu Hajduk Split spielte sich der Verteidiger in die Stammelf. 1992 gewann er mit der kroatischen Meisterschaft seinen ersten nationalen Titel.

Karlsruher SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1993 wechselte er in die deutsche Bundesliga zum Karlsruher SC. Unter Trainer Winfried Schäfer hatte er hier seine sportlich bewegendste Zeit seiner Karriere. Er erzielte in den Spielzeiten 1993 bis 1996 insgesamt fünf Tore – erhielt aber auch drei Platzverweise – und qualifizierte sich mit dem KSC zweimal für den UEFA-Pokal-Wettbewerb. Er war Teil der Elf des KSC, die in der Saison 1993/94 im UEFA-Pokal u. a. den FC Valencia mit 7:0 schlug, bei dem Bilić das letzte Tor köpfte und bis ins Halbfinale vordrang. 1995 gewann Bilić mit dem KSC das DFB-Hallen-Masters.

West Ham United und FC Everton[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Winterpause der Saison 1995/96 wurde der Defensivspieler in die englische Premier League zu West Ham United transferiert. Dort absolvierte er in der restlichen Spielzeit 13 Spiele. In der Saison 1996/97 erzielte er in 35 Spielen zwei Tore. Am 16. Juli 1997 wechselte er zum Ligarivalen FC Everton.[1]

Im Jahr 2000 ließ er seine Karriere dort ausklingen, wo sie begann, als er bei Hajduk Split unterschrieb. In seinem letzten Jahr als Profi absolvierte er neun Spiele und gewann nochmals die Meisterschaft.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilić spielte insgesamt 44 mal für die kroatische Nationalmannschaft, für die er drei Tore erzielte. Er befand sich im kroatischen WM-Aufgebot zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998, wo er mit dem dritten Platz auch seinen größten Erfolg als Nationalspieler feierte.

Bilić zeichnete sich in seiner aktiven Zeit als Abwehrspieler vor allem durch seine Kopfballstärke aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2004 und 2006 trainierte Bilić die kroatische U-21-Auswahl. Die Fachzeitschrift World Soccer kürte Bilić für seine Arbeit zum weltbesten Nachwuchstrainer des Jahres 2006. Von der International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) wurde er zum zweitbesten Nationaltrainer der Welt im Jahr 2007 gekürt.[2]

Nationaltrainer Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2006 bis 2012 war er Trainer der A-Nationalmannschaft Kroatiens. Diese brachte er in die Finalrunde der Fußball-Europameisterschaft 2008 und zog bis ins Viertelfinale des Turniers in der Schweiz und in Österreich. Dort schied das Team mit 1:3 im Elfmeterschießen gegen die Türkei aus. Für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifizierte sich sein Team nicht. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 schied Kroatien in der Gruppenphase hinter den späteren Finalisten Spanien und Italien aus.

Trainer in Russland und der Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 verpflichtete Lokomotive Moskau Bilić als neuen Cheftrainer. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015 und trat seine Arbeitsstelle nach der Fußball-Europameisterschaft 2012 an. Er übernahm das Team von José Couceiro, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert worden war.[3]

Am 26. Juni 2013, nach nur einer Saison in Moskau, löste Bilić seinen Vertrag auf und wechselte zum türkischen Verein Beşiktaş Istanbul. [4]

West Ham United[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Juni 2015 unterschrieb Bilić einen Vertrag als Cheftrainer bei West Ham United und kehrte damit zu seinem ehemaligen Club zurück. [5]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilić sah sich heftiger Kritik ausgesetzt, nachdem er während des ohnehin „brutalen“ (Zitat Berti Vogts) Viertelfinalspiels der EM 1996 gegen Deutschland gegen den am Boden liegenden Christian Ziege einen Tritt gegen die Brust antäuschte. Obwohl der Schiedsrichter daneben stand, musste Bilić das Feld nicht verlassen.

Am 13. Februar 2008 wurde Bilić zum UNICEF-Botschafter ernannt. Bilić ist der erste kroatische Sportler, dem diese Ehre zuteilwurde. In der Begründung des Kinderhilfswerks heißt es, Bilić handele seit Jahren als ein Anwalt für die Rechte der Kinder.[6][7]

Bilić spricht Kroatisch, Deutsch, Italienisch und Englisch und hat 1993 ein fünfjähriges Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen.[8] Er ist geschieden und hat einen Sohn und eine Tochter. Bilić ist Gitarrist in der Rockband Rawbau, welche vor der Euro 2008 auch einen offiziellen Fansong präsentierte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl.Sporting-Heroes.net, Spielerprofil zu Slaven Bilić.
  2. IFFHS, Nationaltrainer
  3. Slaven Bilic becomes Lokomotiv’s new head coach
  4. pbjk.com.tr: Teknik Direktörümüz Slaven Bilic (abgerufen am 26. Juni 2013)
  5. fussball-heute.net: Slaven Bilic wird neuer Trainer bei West Ham United (abgerufen am 9. Juni 2015)
  6. Vgl.Sport1.de, Artikel vom 13. Februar 2008, abgerufen ||am 1. März 2008.
  7. Vgl.hns-cff.hr, Artikel vom 29. Februar 2008 auf Seiten des Kroatischen Fußballbundes, abgerufen am 1. März 2008.
  8. „Deutschland ist immer Favorit“