Slavko Goluža

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Slavko Goluža
Slavko Goluža - Handball-Coach Poland (1).jpg

Slavko Goluža, 2010

Spielerinformationen
Geburtstag 17. September 1971
Geburtsort Pješivac-Kula, Jugoslawien
Staatsbürgerschaft KroatienKroatien kroatisch
Körpergröße 1,95 m
Spielposition Rückraum Mitte
  Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
1989–1998 KroatienKroatien RK Zagreb
1998–1999 DeutschlandDeutschland TuS Nettelstedt-Lübbecke
1999–2002 KroatienKroatien RK Metković Jambo
2002–2003 FrankreichFrankreich Paris HB
2003–2004 UngarnUngarn Fotex Veszprém
2004–2006 KroatienKroatien RK Zagreb
Nationalmannschaft
  Spiele (Tore)
KroatienKroatien Kroatien 204 (545)[1]
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
2006–2010 KroatienKroatien Kroatien
(Co-Trainer)
2010–2015 KroatienKroatien Kroatien
2012–2013 KroatienKroatien RK Zagreb
2017–2017 KroatienKroatien RK Zagreb
2017– SlowakeiSlowakei HT Tatran Prešov

Stand: 16. Januar 2020

Slavko Goluža (* 17. September 1971 in Pješivac-Kula bei Stolac/Jugoslawien) ist ein kroatischer Handballspieler und Handballtrainer. Seine Körpergröße beträgt 1,95 m.

Goluža, der zuletzt für den kroatischen Spitzenclub RK Zagreb spielte und früher für die kroatische Männer-Handballnationalmannschaft auflief, wurde zu seiner aktiven Zeit meist auf der Rückraummitte eingesetzt.

Slavko Goluža wurde als Sohn von bosnisch-herzegowinischen Kroaten in der Nähe von Stolac geboren. In seiner Jugend wurde er vom Spitzenclub RK Zagreb entdeckt, für den er auch in der ersten kroatischen Liga debütierte. Mit den Hauptstädtern gewann er 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997 und 1998 die kroatische Meisterschaft und den kroatischen Pokal sowie als Höhepunkt 1992 und 1993 den Europapokal der Landesmeister und 1993 den europäischen Supercup. Mit diesen Empfehlungen wechselte er 1998 in die deutsche Handball-Bundesliga zum TuS Nettelstedt-Lübbecke. In Deutschland fühlte er sich allerdings nicht wohl, sodass er nach nur einem Jahr in seine Heimat zurückkehrte und sich dem RK Metković Jambo anschloss. Zwar schaffte er es mit diesem Verein nie, an seinem alten Verein Zagreb vorbeizukommen, dafür gewann er allerdings 2000 sowie 2001 den kroatischen Pokal und 2000 den EHF-Pokal; 2001 zog sein Team noch einmal ins Finale dieses Wettbewerbs ein. 2002 wagte er den zweiten Sprung ins Ausland, diesmal zu Paris HB nach Frankreich. Nach einem erfolglosen Jahr bei den Hauptstädtern zog er 2003 weiter zu Fotex Veszprém nach Ungarn, wo er 2004 nationale Meisterschaft und Pokal gewann. Schließlich kehrte er zu seinem alten Verein RK Zagreb zurück, wo er 2005 und 2006 noch einmal Meisterschaft und Pokal gewann und seine Karriere ausklingen ließ.

Slavko Goluža bestritt 204 Länderspiele für die kroatische Männer-Handballnationalmannschaft. Mit seinem Land wurde er bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2003 in Portugal Weltmeister, bei den Weltmeisterschaften 1995 auf Island und 2005 in Tunesien gewann er jeweils Silber. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta sowie 2004 in Athen gewann er Gold. Goluža war lange Jahre lang Kapitän seines Teams.

2006 beendete er seine Karriere und wurde Assistenztrainer von Lino Červar bei der kroatischen Nationalmannschaft. Im Juli 2010 übernahm er das Amt von Lino Červars, als Nationaltrainer der kroatischen Nationalmannschaft. Im April 2012 wurde er zusätzlich Interimstrainer von RK Zagreb. Nach dem Ende der Saison 2012/13 gab er das Traineramt von Zagreb ab. Kroatien gewann unter seiner Leitung die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Im Februar 2015 gab er das Traineramt der kroatischen Nationalmannschaft ab.[2] Im April 2017 übernahm Goluža erneut das Traineramt von RK Zagreb, bevor er zur Saison 2017/18 den slowakischen Erstligisten HT Tatran Prešov übernahm.[3] Unter seiner Leitung gewann Prešov 2018 und 2019 die slowakische Meisterschaft sowie 2018 den slowakischen Pokal.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. prvahnl.hr: Slavko Goluža - dvostruki olimpijski pobjednik, abgerufen am 16. Januar 2020
  2. handball-world.com: Kroatiens Nationaltrainer mit sofortigem Rücktritt, abgerufen am 6. Februar 2015
  3. eurohandball.com: Goluža takes over Zagreb before heading to Tatran Prešov, abgerufen am 16. Januar 2020