Slawjansk-na-Kubani

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Stadt
Slawjansk-na-Kubani
Славянск-на-Кубани
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Südrussland
Region Krasnodar
Rajon Slawjansk
Bürgermeister Dmitri Litwinenko
Gegründet 1865
Frühere Namen Slawjanskaja (bis 1958)
Stadt seit 1958
Fläche 20 km²
Bevölkerung 63.842 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 3192 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86146
Postleitzahl 35356x
Kfz-Kennzeichen 23, 93, 123
OKATO 03 423
Website adm.slavyansk.ru
Geographische Lage
Koordinaten 45° 15′ N, 38° 7′ OKoordinaten: 45° 15′ 0″ N, 38° 7′ 0″ O
Slawjansk-na-Kubani (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Slawjansk-na-Kubani (Region Krasnodar)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnodar
Liste der Städte in Russland

Slawjansk-na-Kubani (russisch Славянск-на-Кубани) ist eine Stadt im Süden Russlands in der Region Krasnodar und ist Verwaltungszentrum des Rajon Slawjansk. Sie hat 63.842 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010)[1] und liegt knapp 80 km westlich der Regionshauptstadt Krasnodar im Mündungsgebiet des Flusses Kuban, direkt am Mündungsarm Protoka.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand 1865 als Staniza (Kosakendorf) namens Slawjanskaja – wörtlich übersetzt „die slawische“ – wobei es allerdings nahe der heutigen Stadt auch in früheren Jahrhunderten Kosakensiedlungen gegeben hatte. In den ersten Jahrzehnten nach der Ortsgründung wurde dort vor allem Landwirtschaft betrieben. Nachdem 1913 eine Eisenbahnstrecke durch den Ort verlegt wurde, entstanden dort die ersten Industriebetriebe.

Zwischen Sommer 1942 und Frühjahr 1943 war der Ort von deutschen Truppen besetzt, die im Rahmen der Operation Blau während der gescheiterten Kaukasusoffensive Richtung Südosten vorrückten. 1958 erhielt Slawjanskaja das Stadtrecht und wurde in Slawjansk umbenannt, wobei der Zusatz „na Kubani“ („am Kuban“) notwendig wurde, um Verwechselungen mit der Stadt Slowjansk in der Ukraine (auf russisch ebenfalls Slawjansk) auszuschließen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 15.167
1939 26.513
1959 38.954
1970 51.889
1979 54.051
1989 57.790
2002 64.136
2010 63.842

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industrie in Slawjansk ist heute durch mehrere Nahrungsmittelbetriebe (darunter eine Weinkellerei), ferner durch Fabriken für Textilien, Baustoffe und Verpackungen vertreten. Es gibt außerdem in der Stadt ein großes Sanatorium, das unter anderem auf Behandlungen mit örtlichem Heilschlamm spezialisiert ist. In der Umgebung von Slawjansk ist Landwirtschaft nach wie vor der dominierende Wirtschaftssektor.

Die nächste Fernstraße, die M4, verläuft nahe Krasnodar. Slawjansk hat einen Bahnhof mit Namen „Protoka“ an der Eisenbahnlinie von Rostow am Don nach Noworossijsk, durch die auch Anschluss nach Moskau und in andere Städte Russlands sowie der Ukraine besteht.

Slawjansk ist Ausgangspunkt einiger Buslinien in die umliegenden Städte und Dörfer, für den innerstädtischen Verkehr existieren mehrere Kleinbuslinien (sogenannte Marschrutki).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es zwei weiterführende Bildungseinrichtungen:

  • Staatliche pädagogische Hochschule Slawjansk am Kuban
  • Slawjansker Landwirtschaftstechnikum

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)